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Thema: Sturzursache???


einen absichtlichen stoppie konnte ich bisher mit allen reifen, die ich gefahren habe, machen. ein unbeabsichtigter ist mir bisher nur mit dem supercorsa "gelungen".


Es ist etwas Anderes, wenn man den Stoppie provoziert, als auf der Rennstrecke gut zu verzögern.

Mit meiner Tour gehen auch Stoppies und die hat den breiten Rohrlenker und weder durchgesteckte Gabel, noch kürzere Umlenkhebel.





Ich denke gerade WEIL die Skorpion - relativ - leicht ist, ist es auch leicht das Heck anzuheben. Sicher macht das keinen Sinn, um optimal anzubremsen. Stört in jeder Hinsicht, ist aber trotzdem nicht ungewöhnlich und auch bei den "Besten" durchaus zu beobachten.
...und das bedarf lange nicht des abrupten Überganges von Gleit- zur Haftreibung.
Die beschriebene Situation erklärt doch alles und ist nicht wirklich ungewöhnlich.
Wenngleich sie besser zu vermeiden ist... ;-)

Gruß Wolf






ich bin dafür wir probieren das aus. nächsten montagabend ist in hockenheim montagstraining beim speer. also treffen sich alle theoretiker und die, die als "experten" bezeichnet wurden und gucken ob das hecklastige/leichte heck denn nun abhebt oder nicht. die parabolika mit anschließender spitzkehr ist dazu die optimale spielwiese. meine strassenbereifte emme kommt da mit über 190km/h an und der anker wird ca. bei 150m geworfen. bedeutet, pro meter wird ein km/h abgebaut das heck geht nicht in die höhe. aber der feldtest wird zeigen ob meine eine ausnahme ist. also wer tritt den gegenbeweiß an ?



Hab noch nen bissl nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen dass die Ursache für die Ursache schlicht darin liegt, dass die Federung im Rennstreckenbetrieb wesentlich stärker beansprucht wird als auf der Landstraße.
Auf der Rennstrecke federt die Gabel nicht nur stärker und schneller ein, sondern das ganze auch noch in kürzeren Abständen aus auf der Straße.
Das Gabelöl wird stärker und schneller durch den Dämpfereinsatz gedrückt, erhitzt sich dabei zunehmend und bekommt kaum Zeit um sich wieder abzukühlen. Die Dämpfung lässt dadurch mehr und mehr nach.
Die Feder, die ja im Ölbad sitzt, nimmt dessen Wärme direkt auf, die Federung wird immer weicher und die ohnehin schon nachlassende Dämpfung wird noch stärker belastet.
So schaukelt sich die ganze Sache immer mehr auf, bis sich in Abhängigkeit von den Außentemperaturen und dem zur Kühlung beitragenden Fahrtwind ein thermisches Gleichgewicht bildet.
Eine Gabel die im Normalbetrieb perfekt funktioniert und mehr als genug Reserven bereithält kann so bei extremen Bedingungen gnadenlos in die Knie gezwungen werden.

Fürs Erste werde ich nun vollsynthetisches Gabelöl von Castrol probieren, welches eine konstante Dämpferleistung über einen breiten Temperaturbereich aufrechterhalten soll.
Die höchste hierfür erhältliche Viskosität ist SAE 10W.
Über den gesamten Temperaturbereich liegt die Viskosität des vollsynthetischen Öls über der der mineralischen Variante die ebenfalls die Kennung SAE 10W trägt.
Warum dann beide Varianten die gleiche Kennung tragen ist mir unklar, irgendeinen Grund dafür wird es aber sicher geben.

Des Weiteren möchte ich den Füllstand in der Gabel so weit wie möglich erhöhen, um die pneumatische Dämpfung und damit die Durchschlagsreserve zu erhöhen.
MZ gibt eine Höhe des Luftpolsters von 220 mm vor.
Wieweit kann man diese Höhe reduzieren sodass weiterhin eine vernünftige Funktion der Gabel sichergestellt ist.




sinnvoll sind 130 bis 160 mm luftpolster.
ich fahr die gabel mit 135 mm luftpolster, aber auch progressiven federn. hier bedeutet feder auch nicht gleich feder. federn unterschiedlicher hersteller sind deutlich unterschiedlich im fahrverhalten.

laut bill gilt dabei:
so hart wie noetig und so weich wie moeglich.

jedenfalls so in der art, hat ers geschrieben. ich selber mag das nicht so sehr, wenn sie weich ist.

gute nacht.

gruß jan



Moin!

Der Grundsatz so hart wie nötig, so weich wie möglich hat immernoch Gültigkeit! Obwohl die "Eisdielenposer" immer mehr werden und hoppelnde Moppeds haufenweise durch die Landschaft stochern. Da kommt dann eine KTM mit relativ weicher Feder aber funktionierende Dämpfung und langen Federwegen und bügelt die Hoppelmoppeds das es eine Freude ist!
Die Vorstellungen über eine funktionierende Federung und Dämpfung sind doch teilweise sehr abstrus! Die Feder wird nicht weicher weil das Öl heiß wird! Wenn dem so wäre, würden wir keine funktionierende Technik haben! Physik "6" setzten!
Ebenfalls ein Grundsatz der mechanik ist: Die Feder federt! Der Dämpfer dämpft! Bitte keine Vermischung der Begriffe!
Und trotz der hohen Belastung auf der Rennstrecke und des tiefen einfedern beim harten anbremsen darf die Gabelfeder NICHT auf Block gehen! Und genau das Zeichnet ein gut eingestelltes Feder/Dämpfersystem aus!
Dazu kommt noch, dass grade die Skorpion doch davon lebt mit Schwung gefahren zu werden! Nur der Fluß mach den Rübenhaker schnell!
Womit wir wieder bzgl der Bremsaktion bei den "Eisdielenposern" sind! Sumo Fahrer eben. Breite Schulterpolster und Showbremsungen. Tolle Hechte!
Schönen Tag dann!



ich denke schon, daß eine Feder bei Überhitzung weicher wird(so ab 700°C)
fiesikalische
Grüße ;-)



...hmmm, auch richtig, aber so hohe Temperaturen sind mit Schmieröl(!) nicht zu erreichen. Mit speziellen Thermoölen wird das sicher gehen.
Eine Kristallerholung(Zerstörung der Federkraft) des Federstahls setzt dann aber schon etwas früher ein. So ungefähr ab 650Grad Celsius geht das dann je nach Stahlgefüge los.

......hatten wir hier nicht mal studierte Materialkundler...?




Gero:
dazu kommt noch, dass grade die Skorpion doch davon lebt mit Schwung gefahren zu werden!

wo er recht hat, hat er recht!

ich weiter oben:
Die MZ laesst sich nicht wie ein Superbike schnell fahren, das sieht nur schnell aus. Man muss (hat Ansgar schon erwaehnt) runterschaltend in die Kurve stechen und bereits vorm Scheitel Gas geben, meist sogar anfangs der Kurve. Jedenfalls mit Zug am Hinterrad.


Die Skorpion ist leistungstechniche auf das Niveau einer modernen 125 GP Maschine. Vergleich mal ihrer Rundenzeiten mit denen der MotoGP. Soviel langsamer sind die gar nicht! In den Kurven bedeutend schneller sogar.
Wie von Gero und Ansgar und mir ( und sicher vielen anderen): fluessig fahren.

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...die parabolika mit anschließender spitzkehr ist dazu die optimale spielwiese. meine strassenbereifte emme kommt da mit über 190km/h an und der anker wird ca. bei 150m geworfen.


So frueh?
Mal davon abgesehen, dass keine serinemaessig Skorpion echte 190 schafft, ist Deine sicher "optimiert."
Die Parabolika is aber keine gute Wiese mehr - sofern sie das mal ueberhaupt war. Die Trucks haben den Belag dahinten so zum Waschbrett zusammengeschoben, das die Gabel, gleich welche, wirklich beansprucht wird.
Mein Renner hatte dahinten 220 oder mehr drauf aber mit taenzlndemRad hatte ich keine Probleme. Auf ca 2/3 der Parabolika kamen bei Renntrainings die Gixxer&Co. mit 280+ vorbei gerauscht um dann schon vor der Kurve mit taenzelndem Rad im Weg rumzustehen.
In einen Klassenrennen gibt's die Probleme nicht. Trotzdem, dahinten spielt die Musik nicht, nicht in Hockenheim. Die spielt eingangs Motodrom, dann Sachskurve und dann Opelkurve und evt. auch Nordkurve, die immer wieder fuer eine Ueberraschung gut ist. Mit denen muss man sich vertraut machen und in denen kann man so manche 750 und noch groesser trefflich aergern.
Hockenheim ist in der jetzigen Form eine beschissene Motorradstrecke.
Die alte, wegegebaute kurze Anbindung war ideal aber auch die neue kurze Anbindung is immer noch besser als die grosse Strecke.



@SkorpionDD

Ich halte Deine Herangehensweise an das Problem für grundlegend falsch.

Du musst an Deinen Fahrkünsten arbeiten und nicht am Motorrad. Besser ist es, wenn man auf der Strecke sicher und konstant fährt und dann schaut, was man optimieren kann.
Nach einem Fahrfehler zu theoretisieren, die Schuld an der Maschine zu suchen und erst mal drauflos zu modifizieren, funktioniert nicht.

So sehr man sich auch in physikalischen Betrachtungen verlieren kann, wird das Gesamtsystem Motorrad durch die Koordination von Motorik und Sinneswahrnehmung des Fahrers komplett.



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