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Thema: einfahren


hi,

wieviel km sollte man einfahren? ich bin von ca 500 km ausgegangen und habe das meiste auch. wollte nur nochmal sichergehen.

also bei neu aufgebautem motor.

mfG jan



In den Handbüchern steht meist 1000km drin.



Einen Rennmotor? Gucken ob dich, und dann an die Backen! Ist doch eh Rollengelagert! Und im nächsten Winter machst du den doch für die nächste Stufe wieder auf.

Als Motor fürs Leben auf der Strasse? Wenn das Getriebe das alte geblieben ist und dein Motorenmann keinen Mist gebaut hat, sollte es nach 500 bis 1000km doch auch genug sein.
Wenn aber Geriebe und Schaltwalze und Gabeln neu, dann würde ich die Sache etwas ruhiger angehen lassen und viel schalten.



ja is so ein zwischending aus rennmotor und straßenmotor. wenn ich wieder was am motor mache, dann ist das wohl eher kleiner machen.
naechste stufe ist da nicht mehr.

danke fuer die antworten.

mfG jan



Wirklich einlaufen müssen nur die Kolbenringe.

Die laufen am besten bei hoher Last ein also dreiviertel bis Vollgas.
Dadurch bildet sich eine gleichmäßige Lauffläche und sie dichten besser.

Das wird in den Einlaufvorschriften von z.B. Flugzeugkolbenmotoren so vorgeschrieben und hat , besonders bei Motoren mit unbeschuchteter Kolbenlaufbahn (also keine Nikasil oder Chrom) zu den besten Ergebnissen geführt.
Die ersten 100km sind dafür entscheidend.
Völlig egal ist, ob es ein Rennmotor oder ein Serienmotor ist.
Diese Methode verringert auf lange Sicht auch den Ölverbrauch.

Wie Gero sagte:

- Warmfahren

- schauen ob dicht

- 100km Harzring volles Brett.

- Ölwechsel

- fertig eingelaufen (besser als alle "Schonmotoren").





Servus Leute,
mal ein paar Worte zum Thema Einfahren aus der Erfahrung...
Kugellager braucht man nicht einfahren, Gleitlager und gleitgelagerte Bauteile schon ein wenig. Kolbenringe und Kolben brauchen etwas Zeit, bis ein Tragbild da ist und die Rauhigkeit der gehonten Oberfläche soweit angepasst ist. Das dauert bei Graugussbuchsen wie beim MZ/YAM-Motor etwas länger als bei Nicasil/Alnisil oder ähnlich beschichteten Zylindern. Auch die Getrieberäder benötigen etwas Zeit, ein passendes Laufbild zu bekommen.
Ferner ist zu beachten, dass nach Motorüberholungen doch immer wieder Dreck in und an den Teilen hängen bleibt.
Deshalb geb ich nach meiner Erfahrung, basierend auf Serienmaschinen und Rennmotoren folgende Empfehlung, nach der ich auch selber vorgehe:
Erstbefüllung mit Motoröl für Dieselmotoren, möglichst billig. Diesel-M-Öl hat mehr Detergent- und Dispergent-Additive, also welche, die Schmutz lösen und in der Schwebe halten. Ausserdem ist es auf Scherstabilität optimiert, was mit der erhöhten Reibung am Anfang gut tut.
Dann die ersten 50 Km mit möglichst wechselnder Drehzahl fahren, kurzzeitig auch mal bis an den roten Bereich. Kurzzeitig heisst hier für wenige Sekunden. Ab 250 Km hat der Kolben Tragbild, das heisst, Rennstreckenbetrieb (ausser Mugello oder Nardo *gg*) sind problemlos möglich. Ebenso normaler Landstrassenbetrieb, mit KURZEN Volllaststücken, z.B. zum Überholen eines LKW. bei ca. 500 Km Ölwechsel und ich persönlich empfehle ein Synthetiköl. Das hat von Haus aus einen guten Viskositätsindex (ohne VI-Verbesserer), höhere Scherfestigkeit und bessere Alterungseigenschaften. Ich lasse das Zeug auch immer 10000 Km drin. Probs mit der Kupplung gibt es bei dem Motor nicht, aber ältere KTM sind da etwas anfälliger. Ab 1000 ist dann so ziemlich alles wurscht, wenn es ein Gebrauchsmotor ist. Den Husky 610ern von meinen Exitos würde ich (falls es ginge, sind ja nicht zugelassen) keine Autobahnetappen zumuten. Reine Sportmotoren sind nicht für hohe Dauerlasten ausgelegt. Die Geraden auf den Strecken haben normal nur 600-900 m...
So, meine Meinung zu dem Thema, hat so bei meinen und denen, die sich dran gehalten haben, bestens funktioniert.
Wie immer und üblich: unter Ausschluss von Gewährleistung, Vorgehen erfolgt auf eigene Gefahr und bei Nebenwirkungen Werkstatt oder Apotheker fragen.
Grüße
Bernd




hi,

na gut, dann weiss ich das jetzt fuer die zukunft. hab den ersten oelwechsel vielleicht zu spaet gemacht. erst nach 450 km. waren spaehne im oelsieb. hoffe, dass es net zu viele waren und der oeldruck zu niedrig war. ich schau auf jeden fall mal nach. am stc-ring lief der motor gut.

mfG jan



hi,

hab deinen text nochmal gelesen bernd und denke, dass ich mehr verstanden habe. gestern war ich etwas in eile beim lesen.
mit dem diesel-M-öl faehrst du also erstmal 500 km. hab ich das richtig verstanden? bei den ersten 50 km wechselnde drehzahlen und danach doch am besten auch oder nicht?

vielen dank nochmal an alle die mich beraten haben.

mfG jan



Um auch noch meinen Senf dazu zu geben:
Ich meine, es wäre auch gut, z.B. 250 km am Stück (will heissen ohne das der Motor kalt wird), als an 10 Tagen je 25 km zu fahren. Der Kaltlauf und das Warmfahren des Motors sind die kritischen Betriebszustände, besonders bei neuen Motoren die Einlaufen müssen.

Gruß aus der Oberlausitz,
wo heute Abend überall das Hexenbrennen stattfindet



hi,

ich hatte den eindruck, dass der motor sich manchmal schleifend anhoert, wenn ich sehr sehr langsam fahre oder der motor im stand laeuft. es waren ja auch einige spaehne im oelsieb beim ersten oelwechsel. kann natuerlich aus dem tank kommen. der ist ja im rahmen und ich habe vielleicht nicht alle entfernen koennen.
jedenfalls dachte ich, dass vielleicht der oeldruck dadurch gefehlt hat und dann nie nockenwellenlager angelaufen sind. jetzt hab ich den deckel abgemacht und feststellen muessen, dass der kopf noch immer sehr gut aussieht. der musste sich ja eigentlich auch nicht einlaufen. die nockenwelle war schon vorher 2-3 tausend kilometer in diesem kopf.
eigentlich laeuft der kopf ja am ehesten an, wenn der motor zu wenig oel bekommt.

waere es sinnvoll den kolben und den zylinder auch noch zu ueberpruefen? die beiden mussten sich ja einlaufen und ich bin die ersten 200km vermutlich zu schonend gefahren. erst danach hab ich auch mal etwas aufgedreht und im roten bereich war ich die ersten 450 km garnicht. erst danach auf der rennstrecke.

vielen dank fuer eure hilfe!

mfG jan



An sich muss der Kolben nicht einlaufen, sondern Ringe und Zylinder bzw. Laufbuchse. Wenn dort einzelne spiegelblanke Stellen zu sehen sind, ist das nicht gut.

Ich würde den Motor trotzdem nicht nur aus Neugierde öffnen, sondern Öl wechseln auf billiges Mineralöl 15W40 und den Motor mal ordentlich freifahren.
Roter Bereich muss nicht sein. Vollgas in dem Bereich, wo der Motor schön rund läuft ist ok. Die 50PS kann man auf öffentlichen Straßen voll fordern. Am besten ist eine schöne kurvige Landstraße mit vielen Beschleunigungsabschnitten.



die 50 ps sollten mittlerweile eher 65 ps sein und kurvige straßen sind am niederrhein sehr sehr knapp. ne richtig kurvige strecke kenne ich hier nicht.
den motor hab ich nicht nur aus neugierde geoeffnet, sondern wegen eines begruendeten verdachts.

mfG jan



Servus,
zu Deiner Frage Jan.. Klar, am besten wechselnde Drehzahlen und bei Betriebstemperatur die ersten 250 ist schon besser. Auch wenn in den ersten Kilometern Verschleiss ja geradezu beabsichtigt ist. Bei konstanter Drehzahl kann es durch Schwingungsresonanz zu Rattermarken kommen. Muss nicht, aber kann. Deshalb die wechselnden Drehzahlen, auch damit der Kolben alle Temperaturbereiche durchläuft. Denn auch der läuft ein.. Vor allem am Kolbenhemd sind deutliche "Tragfelder" zu sehen.
Zum Thema Geräusch.. Ist ein neuer Kolben mit Standartmaß verbaut oder mit Übermaß? Wenn Übermaß, dann muss man vorher das Stoßspiel der Kolbenringe kontrollieren und ggf. anpassen!
Denn die Ringe können durchaus von der größten Übergröße sein, also ein Übermaßring für alle Übermaßkolben. Dann hat er natürlich keinen Ringspalt und "schiebt" sich auf. Will heißen, er stellt sich in der Ringnut quer und läßt sich infolgedessen auch nur mit viel Kraft verbauen. Ebenso gibt es Laufgeräusche.
So viel dazu...
Grüße
Bernd



hi,

ich habe den motor selber nicht zusammengebaut, aber der, der das gemacht hat, hat viel erfahrung und ich traue ihm das mit dem richtig angepassten uebermaßring auf jeden fall zu.
es ist eine 101,6er bohrung, soweit ich das verstanden habe.
ich denke das spiel hierfuer ist genauso wie beim orginalen motor?!
ich schau gleich einfach mal rein.
eine rattermarke ist es eher nicht. das geraeusch tritt ja nicht immer auf. vielleicht meine ich auch wirklich nur sowas zu hoeren und da ist garnichts. ich werde sehen.

mfG jan



ne richtig kurvige strecke kenne ich hier nicht.


Ist das so weit, bis in die Eifel? Man könnte ja zu mindest eine kleine Tour machen über Land und dann gemütlich durch die Eifel bollern.

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