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Thema: Kettenspray????


Wie ich ja hier im Forum bereits schrieb, habe ich mir eine
Suzuki SV650 gekauft. Das gute Stück ist 9 Jahre alt und hatte
knapp 12.000 km runter. Sprich, die ist hauptsächlich zum TÜV
und in die Werkstatt zur Inspektion gefahren worden...
Sie hatte vor einem Jahr (ca. 500km) einen neuen Kettesatz,
neue Reifen etc. im Rahmen der Inspektion bekommen.

Als ich sie abholte, war alles, wie neu. Jetzt bin ich ca.
1000 km gefahren und einmal durch Streusalz in der Eifel gedüst.
Danach die Maschine gut sauber gemacht, Kette gereinigt und
eingesprüht. Trotzdem rostet die jetzt, dass man fast zuschauen kann.
Ich habe fast den Verdacht, dass das durch das Kettenspray noch
forciert wird.

Hat schon jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Kann man da
noch etwas machen?



Die fast neue Kette meine ich natürlich.



Ich glaube da kannst du nix mehr weiter machen als das dir nen neuen Kettensatz zu kaufen. Bei mir war das selbe Problem. Ich hatte die Kette mit Bremsenreiniger sauber gemacht und dann gefettet.Ich hab dabei die Fettpackung in den Kettengliedern durch das aggressive Zeug komplett rausgespült. Da nützt dann das äußerlich aufgetragene Kettenspray überhaupt nichts mehr. Und lieber das Geld für ne neue Kette ausgegeben als ein Kettenriss wo du dann das 20fache zahlst.

Grüße aus Sachsen

Thomas



Moin,

die Kette noch mal mit Petroleum, Kerosin,
Grundreinigen, also baden,

und dann wichtig, richtig trocken machen,
am besten im warmen.

Öl reicht dann als Schmierstoff,

Bremsenreiniger und andere technische Entfetter
ist natürlich der Henker der Kette.

Gruss Ludger



Vielen Dank für die Einschätzung. Ich werde es erstmal mit
der empfohlenen Reinigung versuchen. Hoffentlich klappt das
noch. Wäre schon ärgerlich, wenn eine Kette mit insgesamt
1500 km schon zum alten Eisen gehörte. :-( Sowas hab ich noch
nie erlebt. Icvh denke, dass ich es danach wohl mit dem Ketten-
öl von Stiehl versuchen werde.



Hi!

Zum Thema Kettenschmierung hat sich hier im Forum seit langem Meinung durchgesetzt, dass Öl als Schmiermittel für die Kette besser ist als die gängigen Kettensprays.

Spezielles Kettensägenöl funktioniert sehr gut (also das für die Kette z.B. von Stihl, nicht das Zweitaktöl für die Motoren....obwohl... habs noch nicht getestet).
Bio-Kettensägenöl soll O-Ringe angreifen und es altert schneller (falls man es in einem Schmiersystem verwendet, kann es ausflocken und die Leitungen verstopfen).





Wie oft muss man denn oelen, wenn man mit dem Kettensaegeoel statt Kettenspray arbeitet?

Bleibt das auch dran haften, sowie das Spray?

Danke

Mika

###



Ich öle seit ca 7000 km mit einer Mischung aus Waffenöl und Kettenöl aus der TropfFlasche.

Öle regelmäßig Katte über die SeitenständerMethode.

Effekt wie Scottoiler: Kette sauber, Hinterrad relativ vollgesaut ;).

Aber tut!



Mika, es bleibt eben nichts überflüssiges haften. In diesem Fall ein Vorteil, weil der Schmutz mit rausgeschleudert wird. Das Öl lässt sich, im Gegensatz zum Spray, sehr leicht vom Rad wischen.
Die Kunst besteht nun darin, die beste Dosierung rauszufinden, Du bist der Scot-(oder sonstwie)Oiler. Quasi Mika-Oiler.

Ludger hat an der 1000er einen Eigenbau-Öler (Spritze, Schlauch, Fahrradventil, Fahrradspeiche). Preiswert und funktioniert effektiv. Irgendwo hier im Forum hat er das beschrieben. Leicht nachzubauen und wog unter 150g.

Grüße
Ronald





Silikonspray - bewährt seit über 20.000km. Die Kette läuft noch immer leicht und benötigte bislang kaum Nachspannen.
Keine Sauerei und auch kein Dreck, der etwa wie bei Kettenspray an der Kette haftet und durch Einschleifen die Kette zermürbt.
Gesprüht wird nach jedem Waschen, jeder Regenfahrt oder wenn die Kette schon recht "trocken" wirkt. Dabei steht die Maschine auf einem Kern-Stabi Heckheber, der erheblich stabiler als der labbrige Hauptständer und deshalb auch bei Reparaturen nicht ganz unpraktisch ist.

Den Kettenöler würde ich allein schon aus optischen Gründen verwerfen. Da sprüh ich lieber hin und wieder mal, reinige dabei die Kette und habe so Glied für Glied im Auge. :-) Und mal ehrlich, so ein Riesenact ist Ketteölen ja echt nicht.

Grüße,
Mirko
(der am Wochenende den Motor ausbaut, das schont bestimmt auch die Kette)




Silikon und Kette kannte ich noch nicht.
Das Zeugs ist doch wasserfest, wieso dann nach
Regenfahrten neu?

Das DryLube System auf Teflonbasis ist mir bekannt,
aber bei Hamburger Regenwetter wäre ich nur am Sprayen....

Dieses Pumpensystem, von dem Ronald schrieb, gefällt mir.

Gibts da Bilder?

Grüße
Peter



Ja, Ludger hat das hier eingestellt:

Link zum Ludgeröler



"Ludgeröler" :-)
Ein kreatives Wortspiel zu kreativer Lösung!

@Peter: Wenn die Maschine nach einer Regenfahrt mit Reiniger gewaschen wird, ist sie eben einfach wieder für ne Weile geschmiert. Ist vielleicht auch noch die Gewohnheit aus der Vorsilikonzeit. Ob's die Dichtungsgummis angreift, weiß ich auch nicht genau, jedenfalls funktioniert es bei unseren mittlerweile fünf Mopeds im Stall sprichwörtlich reibungslos.



Ich weis auch mal was.
Silicon greift O-Ring im allgemeinen nicht an. Bei der Produktion wird Silicon als Trennmittel benutz um die Dinger aus der Form zu bekommen.
Da passier nix!!
lb. Grüße Ansgar



Ja, aber dass Silikon auch ein SCHMIERmittel für Metalle
ist, war mir neu.
Habe das immer eher in der Nähe von Kunststoffen gesehn.

Ich lerne

Peter

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