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Thema: Wo steckt MZ ?


Da ich auch mal einen sinnfreien Sommerfred starten will, ohne Nessie oder sonstige Trolle zu bemühen, müßt Ihr jetzt dieses lesen:

Weil ich außer der Skorpion auch noch andere Fahrzeuge habe und mich deshalb auch in anderen Foren rumtreibe, fällt mir hier ganz besonders auf, das der Hersteller unseres Moppeds hier fast nie erwähnt wird.

Gut, das Ding wird seit Jahren nicht mehr gebaut und es wird wohl kaum ein Stab von Ingenieuren damit beschäftigt sein, im nachhinein Modellpflege zu betreiben.

Aber daß das Herstellerwerk, seine aktuelle Modellpolitik oder seine Konstrukteure hier gar nicht diskutiert werden, kenne ich aus anderen Foren so nicht.

Liegts vielleicht an dem schäbigen Internetauftritt von MZ mit dem Informationsgehalt eines DIN A4-Doppelfaltblattes?
Da erfährt man nichts über aktuelle Entwicklungen, (falls es so was noch gibt), weder auf technischem, noch auf unternehmenstechnischem Gebiet.

Gerade MZ wär doch in der Lage, Lokalkolorit und die Tradition fürs eigene Image zu nutzen.

Haben wir vielleicht mit der Firma schon abgeschlossen?

Gert





Hallo Gert!
Ich glaube es liegt daran ,dass es zu oft auf und ab geht mit MZ. Die Fans werden so schlecht informiert ,dass nur Gerüchte umgehen. MZ sollte sich lieber las Mittelständiger Betrieb verstehen und nicht als Weltkonzern. Viele kleine Firmen haben es geschafft ohne große Hilfe der Landesregierung. Ein Beispiel ist der Modellbahnzubehör Hersteller Auhagen oder TT-Tillig.
Sie bieten den Fans mehr und haben zum Teil eigene Clubs`.
MZ macht es einen halt nicht leicht.
Viele schöne Km noch mit MZ wünscht Detlef!



Hallo Gert, hallo Detlef,
ich stimme Dir zu Detlef. Im Augenblick fahre ich meine Jorinde, weil sie ein tolles Mopped und trotzdem sie von MZ ist. Ich hatte mich beim Kauf bewusst für ein "deutsches" Motorrad entschieden, bin aber inzwischen von MZ ziemlich angenervt. Die Infos von und über MZ empfinde ich oft als irritieren, es scheint mir im Moment eher abwärts als aufwärts bei MZ zu gehen, und fast immer, wenn ich bisher ein MZ-Ersatzteil brauchte, artete das in Stress aus (ok, seitdem ich eine Ersatzteilliste habe und die Dame vom Vertrieb gnadenlos mit Mails nerve, klappt es besser).
LG Mary



Letzten Sommer beim Treffen am Harzring sagte Christoph Baumgärtner MZ verstehe sich nicht als kleiner Hersteller, sondern als großer Tuner (etwa sinngemäß wiedergegeben).

Gerade unter diesem Aspekt ist die Innovation recht gemütlich.

Die großen 1000er haben immer noch kein ABS. Es gibt auch sonst recht wenig Neuerungen.
Die Preise sind mittlerweile, durch die Erhöhungen bei den Japanern, konkurrenzfähig.

Die Webpräsenz ist etwas unübersichtlich. Besonders die einfach gestrickten Marketingsprüche zu einigen Modellen klingen affektiert und sprechen mich persönlich nicht an.

Wirklich mit den anderen Angeboten am Markt konkurriert MZ mit der 1000er Baureihe nicht. Das mag Individualisten freuen aber ein einfach gestricktes Konkurrenzmotorrad zu den nackten oder halbverschalten 600er Japanern wäre, bei günstigem Preis und gleicher Leistung einen Versuch wert.
Ob sich der 2 Zylinder so weit abspecken lässt, dass sich ein Preis im Bereich einer Bandit 600 verwirklichen lässt, entzieht sich meiner Kenntnis. So ein Motorrad wäre dann natürlich härtester Konkurrenz ausgesetzt. Die Leistung sollte unbedingt im Bereich der Bandit oder Honda CBF 600 (>70PS)liegen. Der Hubraum müsste wohl aus Marketinggründen geringer als bei der großen sein also irgendwo zwischen 600 und 750ccm.
Ich fände es überhaupt nicht frevelhaft, wenn man sich an der CBF orientieren würde. Kawasaki baut mit der ER6 auch einen 2-Zylinder, der ziemlich ordentlich aussieht und sicher nicht schlecht fährt. Gerade bei den eher lieblosen Details der Japaner könnte sich MZ etwas mehr Mühe geben und dadurch den potentiellen Käufer überzeugen. Immer unter der Voraussetzung allerdings, dass der Preis möglichst zwischen Suzuki und Honda liegt.

Um den Preis zu halten, könnte man einen Teil der Produktion ins billige Ausland verlagern. Ein paar Arbeitsplätze sollten natürlich bei MZ dadurch entstehen und eine Endmontage in Deutschland ist auch wünschenswert. Wichtig ist, dass mit dem Motorrad Geld verdient werden kann, dass dann zu neuen Investitionen führt.

Die völlig inakzeptable Qualität der Skorpion sollte nun wohl Geschichte sein.
Den Standard setzen hier auch die Japaner.
Qualitätsmanagement lässt sich auch nur durchsetzen, wenn der Betrieb für alle Mitarbeiter transparent geführt wird.
Da Bereits die Kundschaft ziemlich darüber im Nebel tappt, wie es um die Modellpalette steht (also keine besondere Kundenorientierung nach ISO 9001), muss hier wohl auch etwas passieren.

Meine Überzeugung ist, dass MZ nicht am Markt mit der 1000s und ihren Derivaten bestehen wird, wenn nicht bald ein funktionierendes ABS angeboten wird.





Ich bin ehrlich froh ,dass wir im Moment kein Geld für eine 1000er haben. Es müsste dann schon ein guter Tourer sein.
Gruß Detlef!



Hab letztes Jahr gefragt, ob zwischen den 125ern und 1000ern irgendetwas geplant ist. Nein. Deprimierend und sehr schade. Mary



Hallo zusammen,

das Problem liegt wahrscheinlich am Hong Leong Konzern bzw. an Yamaha. Dort gibt es neben der HongLeong MZ auch eine HongeLeong Yamaha. Diese produziert für Yamaha und ist für den Vertrieb in ganz Asien zuständig. Meiner Meinnug nach sorgt Yamaha dafür, dass keine Weiterentwicklung bei MZ stattfindet. Dafür würde auch sprechen dass man einen zweistelligen Millionenbetrag einer Investorengruppe für die Entwicklung der SFX und der ETZ 950 ausschlägt. Die Entwicklung der GS400 hat man abgewürgt. Die Produktion der Baghira wird nächstes Jahr eingestellt, anstatt den neuen XT660 Motor einzubauen. Im Moment beschränken sich die Akivitäten nach meinen Informatioen auf reine Entwicklungsarbeiten für den 125er Markt in Asien.

Gruß

Jens

PS: bin sonst nur im Baghira Forum aktiv



Tja, irgendwie ist für mich die "gefühlte" Entfernung zu MZ größer als zu den Japanern.
Die sehe ich auch in jedem Kaff mit einem Händler verteten.

Als MUZ sich nach der Öffnung im Westen neu orientieren konnten, haben viele etablierte Händler sich um diese zweite deutsche Motorradmarke bemüht.
ALLE aus meinem Einzugsgebiet sind vor den Kopf gestoßen worden mit teilweise unglaublichen Aktionen seitens des Werkes, was zu einer schnellen Aufgabe der Werksvertretung geführt hat.

Aus einer solchen Aktion stammt auch meine Sport, die ich deutlich unter Listenpreis erworben habe.
"Nimm das Ding mit; ich kanns hier nicht mehr sehen" war der Kommentar des Ladeninhabers, der sein Geld jetzt wesentlich streßfreier mit Harley verdient.

Die 1000er gefällt mir rein optisch nicht.
Zu futuristisch und nicht ästhetisch für meinen Geschmack.
Ein Lustgegenstand wie ein Motorrad kauft man mit dem Bauch.
Sehen und haben wollen ist da angesagt.
Und eine Liebe auf den zweiten Blick hab ich bei Moppeds noch nie erlebt.

Da gebe ich der neuen F800 von BMW deutlich mehr Chancen als der MZ.

Leider bin ich, obwohl MZ-Neukäufer, noch nie dazu befragt worden.
Wahrscheinlich werden die Konzepte ohne Kundenkontakt von moppedführerscheinlosen BWL-Heinis ausgearbeitet.

Ist ja jetzt Mode geworden.



@Jens
Hat sich jetzt mit Deiner Antwort überschnitten.

Ist aber ein interessanter Denkansatz.
Die Information wirst Du aber wohl kaum von der drögen MZ-Seite haben, oder?

Gert



Hallo Gert,

ich kenne einen ehemaligen Mitarbeiter aus der Entwicklungsabteilung der im Dezember letzen Jahres mit entlassen worden ist. Dieser hat meinen Denkansatz bestärkt.

Gruß

Jens



eine BMW zu fahren übersteigt meine Vorstellungskraft, aber wenn ich die F800S sehe, muß ich sagen: die müßte von MZ sein.
Sowas ist von MZ absehbar nicht zu erwarten, wenn überhaupt. Die 1000er ist wohl ein klasse Motorrad, aus dem Bauch raus kann ich aber auch nicht ran. Die 1000er war ein ehrgeiziges Projekt, aber wohl auch ein Steckenpferd und vorallem am Markt vorbei. Zu diversen "Überlebensspekulationen" kann man auf Ben's Fanpage viel lesen. Trotz Pessimismus hoffe ich bis zuletzt für MZ.
Gruß
Uwe



Also ich nehme auch mit Befremden war, daß MZ in den Medien nicht mehr aktiv ist. Unter C. Baumgärtner gab es hier und da einen Artikel, eine Information in den Printmedien und nicht zuletzt geschaltete Anzeigen. Und er hat tolle Aktionen angeschoben und zu allen möglichen Gruppen auch persönlichen Kontakt gepflegt. Jetzt ist, abgesehen von einigen wenigen Händlern auf (begrenzter) lokaler Ebene, totale Funkstille. Man könnte in der Tat meinen, MZ ist (wieder mal) tot.
Liegt wohl an dem neuen Erbsenzähler mit seinem immerspitzen Rotstift.

Die 1000er gefällt mir rein optisch nicht.
Zu futuristisch und nicht ästhetisch für meinen Geschmack.
Das sehe ich nun gerade ganz gegenteilig.

Sehen und haben wollen ist da angesagt.
Und eine Liebe auf den zweiten Blick hab ich bei Moppeds noch nie erlebt.
Das sehe ich allerdings auch so.

Gruß aus der Oberlausitz




Kann jemend sagen, was im Werk ueberhaubt noch passiert? Erszatzteile werden hierzulande vom Haendler (gibt es noch) direkt vom Werk bestellt, und so weit ich Einblick habe, das funktioniert gut. Jedenfalls die verschleiss Teile die nicht von Yamaha kommen.

Sonnst werden noch 125 und Literbikes gebaut, bis keiner sie mehr kaufen will. Alle Ingenieure entlassen--Zukunft im Eimer?

Traurig auch, Chris



...aber wenn ich die F800S sehe, muß ich sagen: die müßte von MZ sein.


Die ist wirklich nicht schlecht. Ich kann mir vorstellen, dass die F800S demnächst das Hauptmotorrad wird und die Skorpion die Zweitmaschine. Mit dem Zahnriemenantrieb ist man viel besser dran als mit einer Kette, wenn die Serienübersetzung tauglich ist.
Ich mach aber lieber erst mal eine längere Probefahrt.

Ich wünsche mir bei MZ die gekapselte Kette zurück. Die stellt den besten Kompromiss aus allen Sekundärantriebssystemen dar.



Hallo,

jetzt redet man auf MZ-Fan-Seiten schon MZ tot. Na toll!

ICH bin aber der festen Überzeugung: Totgesagte leben länger. Auch die Zeiten für MZ werden wieder besser. Ganz Gewiss! Ich werde meinen Beitrag dazu leisten!

MfG

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