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Thema: Motoröl


Wollte mal anfragen, ob man alternativ zum vorgeschriebenen Motoröl 20W40 auch eine andere Sorte verwenden kann. Danke



bei mir in der Bedienungsanleitung steht 10W40 drinne



Hallo,

den oberen Wert von 40 würde ich schon lassen, da die Skorpion mit der Wasserkühlung beim warmen Motor relativ konstante Temperaturen garantiert. Der untere Wert ist die Angabe der Viskosität im Kaltbereich. Normalfahrer also 04/10 sollten mit 15W40 klar kommen. Für 03/11 vielleicht 10W40 und für die Harten Ganzjahresfahrer 05W40 damits auch bei Frost etwas leichter wird die kalte Ölpampe beim Starten durchzurühren.

Gruß Andreas.



habe gerade mitgeschnitten, dass ich etwas wenig Öl drin hab und würde gern welches nachschütten. Nur welches? Lt. Buch 20W40 oder eben bis runter zu 5W40 (könnte ich da dasselbe wie fürs Auto nehmen, da hab ich auch 5W40?). Die Werkstatt hat im November wie wild 15W50 (Modul 300V 4T SAE 15W50) reingeschüttet. Was nehm ich denn da nun?
VLG Mary



Hallo,

ein Autoöl würde ich nicht nehmen, das ist normalerweise nicht für eine Ölbadkupplung konzipiert, sprich da sind u.U. Additive drin, die die Kupplungsreibscheiben quellen lassen und dann kommt's ggfs. zu Kupplungsrutschen.
Ein günstiges (mineralisches) Motorradöl gibt's bei den großen Dreien.
Andererseits, soviel Drehmoment & Leistung hat die Skorpion ja auch nicht (bei mir hat's zumindest noch nie zum Kickback gereicht ;-)), vielleicht macht's ja auch nix.

SuperMono-Gruß



Thema Motoröl:In meiner Betriebsbsanleitung von der vorseriensport von 1993 und der Seriennsport von 94
steht drin:10W30, 20W40. kein Hersteller und nix. Nur der Hinweis:Motoröl für luftgekühlte Viertaktmotoren.
Ist eine alte, wohl übernommene "Yamaha"-Weisheit oder Fakt.
Habe auch schon reines "Automobilöl" in beiden drin gehabt, Kupplungen sind bei beiden Sports noch die ersten.

@bill und mattes: was steht denn in der anleitung der belgarda-szr 660?
Mike, zurzeit aus dem EINzylinderviertaktland (UK)

ps:ginge die suchfunktion, wäre kein neuer beitrag zu diesem thema notwendig!
also wird beim beim treffen wohl der helm vollgemacht.



Hallo Maria,
man kann viele Öle fahren, nutze bitte dafür die nichtvorhandene Suchfunktion.
Aber im Ernst, man kann auch mischen, würde aber zur Sicherheit das nachschütten was schon drin ist. Das 15W50 kann so falsch nicht sein, hat mir meine Werkstatt auch verordnet. Hoffe mal die haben sich was dabei gedacht, zumindest verfügen sie über langjährige Skorpion-Rennerfahrung.
Gruß
Uwe



Hatte immer 10W-50, jetzt in einer 15W-50. Aber grundsätzlich vollsynthetisch. Und nur sog. Motorradöle, NIEMALS Autoöl. Da verlass ich mich nicht auf irgendwelche Aussagen wie "hatte ich auch schon drin" oder so. Motorradöl wird definitiv höher beansprucht als Autoöl: i.d.R. höhere Drehzahlen, Kupplungsbelastung (thermisch extreme Belastung), und Getriebebelastung (cracken). Daher auch die kürzeren Wechselfristen. Unter diesen Aspekten hat ein Öl im Auto nichts zu leisten, oder im Umkehrschluß: Es versagt an irgend einer Stelle im Motorrad. Ist mitunter nicht sofort zu bemerken.

Gruß aus der Oberlausitz



Bin mit Juergen einig: voll-synthetisches Motorradoel. Fuer mich Castrol Racing Syntec 10W/50. Gibt's bei den grossen dreien oder auch bei Obi und natuerlich (billiger) im entsprechenden Grosshandel, z.B. Trost.
Genau dieses Oel schuette ich auch in die '78 Laverda Rennmaschine und auch in die '78 Ducati 900SS, beide voll-rollig und Nasskupplungen.
Habe aber auch Castrol 10W/60 (Autooel) nach Ruecksprache mit Castrol laenger Zeit gefahren, ohne irgendwelche Nachtiele aber auch keine Vorteile.

Im Rennerle fahre ich aber Castrol Racing 0W/40, auch ein Autooel.

Gleichwertig ist Fuchs Sylkolene, auch ein Motorradoel. Ist aber schwer zu bekommen.

b



Die Suchfunktion würde hier schon einen sehr interessanten Thread anzeigen, bei dem alle schon mal ihre Meinung gesagt haben.

Ich halte, wegen schlechter Erfahrungen besonders mit Castrol Synthetikölen, nichts von irgend welchen Synthetikölen.

Es treten bei einigen Motoren Schäden auf, die bei Verwendung von herkömmlichem Mineralöl nicht auftreten.
Das sind empirische Werte, die darauf schließen lassen, dass Synthetiköle nicht die tolle Wirkung haben, die ihnen die Werbung der Ölmultis zuspricht.
Ich verwende in diesem Zusammenhang gerne das Wort "Gehirnwäsche" .

Die Verwendung von Öl mit einer relativ geringen Viskositätsspanne wird wahrscheinlich gerade wegen des Crackings empfohlen. Bei Ölen mit hoher Viskositätsspanne wird die Stabilisierung bei hohen Temperaturen durch Additive mit langen Polymerketten erreicht, die im Getriebe sehr schnell "zerhackt" werden. Somit wird aus einem 5W40 sehr schnell ein 5W30 oder 5W25.
Ein Mineralöl von z.B. 20W40 hat weniger Additivierung, weil es bereits ein relativ dickes Grundöl (20W) hat und ist deshalb nicht so anfällig für Cracking.
Kawasaki empfiehlt z.B. keine Öle mit einem dünneren Basisöl als 10W.

Ich würde für die Skorpion ein Mineralöl mit 15W40, 20W40 oder 20W50 und kurze Ölwechselintervalle (4000-5000km) empfehlen.

Die reine Viskositätsangabe nach SAE sagt praktisch nichts über die Schmiereigenschaften des Öls aus. Synthetiköle umspannen zwar aberwitztige Viskositätsbereiche und erfüllen meist die allerhöchsten Normen aber das ist schon aus Marketinggründen nötig. Dass es trotzdem in manchen Motoren Probleme damit gibt, beweist für mich, dass die ganzen Normen und Prüfungen nicht die Realität wiedergeben. Da die teilweise von den Ölmultis selber oder nahestehenden Organisationen erstellt werden, vermute ich hier Absprachen und quasi maßgeschneiderte Anforderungen, die besonders die teuren Synthetiköle besser aussehen lassen.
Dass Opa Schmitt mit seinem ollen Audi 100 mit Baumarktöl über 300000km gefahren ist, ignoriert man schnell, wenn man die vollmundige Werbung hört.
Ich habe meinen Accord mit 275000 auf der Uhr verkauft und der Motor schnurrte noch wie ein Uhrwerk. Mit Synthetiköl wäre das nicht möglich gewesen, weil dann alle 10000km eine neue Nockenwelle fällig gewesen wäre.

Motul Synthetiköle sollen übrigens nicht die schlechten Eigenschaften haben, die ich oben und im alten Thread übers Öl beschrieben habe. Das haben mir zu mindest einige Leute gesagt, die das Öl im Renneinsatz haben. Das war vor einigen Jahren, als die das beim ersten Langstreckenrennen in Oschersleben eingesetzt haben. Die Motoren waren alles japanische Vierzylinder.

Ich denke, das mit dem Öl ist eine Glaubensfrage.
Wenn ich hier schlecht über Synthetiköl rede, empfindet mancher das so, als würde man in der Kirche über den Psychoanalytischen Atheismus reden wollen.

Der 660er Yamahamotor ist ein Low-Tech Teil, dass mit Synthetiköl wenig anzufangen weiss und bei der Auslegung auch eher auf dickes Billigöl optimiert wurde.

Ich habe den alten Thread übers Öl gerade gefunden.

>>> Klick! <<<





Im alten Thread:

Stoneweapon = Torsten



Hi Torsten,
DAnke für den Klick : ) Maria



Torsten, wie hast Du den Link gefunden?

Grüße
Ronald



>Ich habe meinen Accord mit 275000 auf der Uhr verkauft und der Motor schnurrte noch wie ein Uhrwerk. Mit Synthetiköl wäre das nicht möglich gewesen, weil dann alle 10000km eine neue Nockenwelle fällig gewesen wäre.

dazu kann ich nur sagen, dass meine Mitsubishi Lancer ueber 400000 km hatte, nur mit voll-synthetischen Oelen.
Bei meiner Rennmaschine, sehen oefters wie der Motor innen aussieht und das ist gut. Auch dei Lager, besonders das Pleuellager ist immer noch gut, trotz hoher Belastung.
Desgleichen meine Tour, die weiss gott nicht geschont wird und immer nur Castrol voll-synthetisch bekommen hat.

>Der 660er Yamahamotor ist ein Low-Tech Teil, dass mit Synthetiköl wenig >anzufangen weiss und bei der Auslegung auch eher auf dickes Billigöl >optimiert

Das ist nicht haltbar. Nur weil er keine 2 Nocken hat und keine Tassenstoessel ist er noch lange nicht Lowtech. Der 5-Ventilkopf ist ausgesprochen hightech sogar.

Der Motor is voll-rollig und gerade das stellt auf das Oel besonders hohe Anforderungen. Dazu kommt die in Alu gleitgelagerte Nocke.

b



Ich gebe bill irgendwie recht, denn synthetiköle haben auch ihren vorteil.
Insbesondere ist der additivverbrauch beim mineralischen,normalen öl wesentlich höher.
Wen es genau interessiert, dem empfehle ich einen Besuch beim Motorenprüfinstitut in Kaiserslautern.Da werden Prüfmotoren laufengelassen mit verschiedenen Ölen und es werden Oktanzahlbestimmungen der deutschen Hersteller von neuen Pkwmotoren durchgeführt.
Die Prüfmotoren sind alle EINZYLINDERviertaktmotoren.Dort erfährt man im Rahmen eines angemeldeten Besuchs sehr viel auch über die Motorschmierung und Ölsorten.
Ausserdem, an diesen synthetischen Longlifeölen mit Wechselfristen von 60000km im PKW muss ja irgend was besser sein als an mineralischen Ölen,sonst gäbendie Fzg-Hersteller ja keine Garantien.
Mike,aus dem EINZYLINDER-viertaktland(UK)

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