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Thema: bremse


Moin Moin, ich denke der ein oder andere hier hat schon mal die Bremsflüssigkeit und die Bremsbeläge gewechselt. Da hätte ich mal ein paar Fragen...Sind die Beläge nur mit dem Splint in der Mitte
der Bremszange fixiert? Dient der "Nippel" rechts auf der Bremszange zum entlüften bzw. kann man da die Bremsflüssigkeit einfach rausdrücken, oder wird der Bremsschlauch gelöst so das die Flüssigkeit rausläuft? Vielleicht habt ihr ein paar Infos für mich !? Mit der Bremse ist ja nicht zu spassen :-) Gruß Dirk

P.S. Mein Bremsschlauch (hinten am Vorratsbehälter) ist porös und rissig, wo kriegt man sowas am besten her ? Ich glaube mein Bock löst sich gerade auf... :-)



Ich möchte Niemandem zu nahe treten aber wenn man solche Fragen stellt, sollte man sich Arbeiten am Bremssystem vor Ort von einem qualifizierten KFZ-Fachmann oder erfahrenen Schrauber erklären lassen, sonst rutscht man bald auf der eigenen Bremsflüssigkeit aus....
Erklärungen online übers Forum helfen zwar, können aber das "real-life" nicht ersetzen.

Zu deinen Fragen:

Die Bremsbeläge sind mit dem Splint gesichert und um die zu wechseln, muss der Bremssattel ausgebaut werden. Die Beläge kann man dann nach unten herausnehmen. Den Bremssattel NICHT zerlegen auch, wenn irgendetwas zu klemmen scheint und das wie die einzige Lösung aussieht.

Der Entlüftungsnippel dient zum Entlüften. Das ist etwas, was man schriftlich schlecht erklären kann und ich versuche es deshalb erst gar nicht.
So, wie Du dir das vorstellst, funktioniert das auf jeden Fall nicht. Vielleicht fühlt sich jemand anderes kompetent und wortgewandt genug, das Bremsen Entlüften, zu erklären.

Der Schlauch für die Verbindungsleitung vom Vorratsbehälter zur Pumpe müsste bei jedem KFZ-Teilehandel oder in jeder Werkstatt für relativ kleines Geld zu bekommen sein. Der äussere Gummi ist nicht die eigentliche Leitung. Wenn der porös ist, ist also noch nichts undicht.



Hi Torsten,

Danke für die Infos, man soll seine handwerklichen Fähigkeiten eben nicht überschätzen, daher frage ich lieber immer mal nach :-) Bremsbeläge sollten kein Problem sein, ich hoffe mal das nix klemmt..gut zu wissen das ich da nix zerlegen muss, das war schon meine Befürchtung. Das mit dem Entlüften kann ja eigentlich auch nicht sooo schwer sein, ich nehme an das man die Bremsflüssigkeit einfach durchpumpt bis diese aus dieser Öffnung (Nippel) austritt, oder? Ok, das mit dem Bremsschlauch könnte aber den TüV interessieren :-)Gibt es den bei Louis? Gruß Dirk

P.S. Werkstatt = Preise wie in der Apotheke ---> 2 Simmerringe an der Gabel = 180 Teuro = 1 mal und nie wieder :-)



Den Schlauch gibt es als Meterware bei ATU, allerdings hab ich jetzt keine Ahnung, wie der Innendurchmesser ist.

Beläge wechseln hatten wir im Juni ich kopier mal meinen eigenen Text:

" ... beim wechseln ist nicht so viel falsch zu machen. bremse von der gabel ab (zwei inbusschrauben). da ist <bei manchen Belägen, Anmerkung vom 15.07.05> ne feder, dass die nicht klappern, abmacen. dann sieht man nen sicherungsstift, hinten den ring abhebeln, stift raus, beläge rausziehen. alles mal mit bremsenreiniger ansprühen. vorm zurückdrücken der kolben diese reinigen! bremsflüssigkeitsbehälter aufmachen, kolben zurückdrücken (sachte, keine gewalt, ging bei mir bisher immer per hand), darauf achten, dass die bremsflüssigkeit oben nicht rausschwappt, ggf. mit ner spritze o.ä. absaugen. neue beläge hinten mit kupferpaste dünn einstreichen, dann rein, sicherungsstift durch und sichern. feder <sofern am Belag vorhanden, Anmerkung vom 15.07.05> wieder verbauen, dann den bremssattel wieder anschrauben. bremsflüssigkeitsstand kontrollieren, dann den deckel zu und ein paar mal bremsen, damit die beläge an die scheibe kommen.

die ersten kilometer wenn möglich keine vollbremsung, die beläge müssen ja erst eingebremst werden."

Torsten hat es schon geschrieben, entlüften ist zwar nicht schwer und durchaus zu erlernen, aber die Tätigkeit ist schwierig schriftlich darzustellen. Es wäre günstig, wenn Du jemanden hast, der Dir das zeigt. Der Bremsschlauch bleibt dran und wird auch nicht gelockert!

Grüße
Ronald





@dirk

schön (oder besser weniger schön), dass auch du einen porösen schlauch zwischen ausgleichsbehälter und bremszylinder hast. ich dachte schon, ich wäre der einzige.

@stoneweapon

wen dieser schlauch porös ist, ist er auch sehr schnell undicht, weil das gummi eben nicht nur eine äußere schicht darstellt (zumindest bei meiner 94er tour). mein schlauch war nämlich auch porös und ist jetzt so undicht, dass mein ausgleichsbehälter leer war! (und das ganze ziemlich unbemerkt. erst als der pedalweg lang wurde, hab ich es gesehen)

also ich hatte ziemliche schwierigkeiten, passenden schlauch zu bekommen, weil alle fachleute unabhängig voneinander keinen entsprechenden schlauch verkaufen konnten.

mit auchdiehinterebremseistwichtigen grüßen,
bj



...ups, wie bei mir, ich kann die hintere Bremse auch schon ordentlich durchtreten bis was passiert Aber Bremsflüssig ist wohl noch drin, ich schaue morgen nochmal nach :-( Kennst Du die Maße noch, dass würde die Suche erleichtern. Dirk (Sport Bj.95)



Da hat Mz wohl wieder ins günstige Teileregal gegriffen bei dem Schlauch.
Meine Tour ist Bj. 2000. Ich werde diese Probleme wahrscheinlich erst in einiger Zeit bekommen.

Wegen "Durchpumpen" der Bremsflüssigkeit. Das funktioniert nicht ohne weiteres.
Es gibt auch spezielle Ventile oder Systeme zum Entlüften. Die vereinfachen das wechseln der Bremsflüssigkeit, weil man mit denen tatsächlich alles nur durchpumpen muss und oben einfach nachfüllt. Das letzte Entlüften mache ich aber immer noch mit der klassischen Methode. Das funktioniert am besten zu zweit.



Hallo,

ich mache das schon seit ETZ-Zeiten mit der klassischen Methode, also ein Stück durchsichtigem Schlauch und einem alten Marmeladenglas.
Für die Vorderradbremse ist das ganze ralativ einfach zu bewerkstelligen und geht wunderbar wenn man bei Befüllen den Lenker nach links einschlägt. Da steigen mögliche Luftblasen fast von allein in der Leitung aufwärts, was man mit leichtem Klopfen auch beschleunigen kann.
Beim Hinterrad ist etwas schwieriger weil sich Blasen im höchsten Punkt der Bremsleitung halten können. Hier baue ich die Bremszange aus und lege diese so, dass auch hier ggf die Blasen den Weg nach oben bis in den Vorratsbehälter finden können. Damit die die Zylinder dabei aber nicht versehentlich herausgedrükt werden können packe ich halt ein dickes Stück Blech (ungefähr Bremsscheibenstärke) dazwischen.

Gruß Andreas



Hi Andreas,

so ähnlich habe es auch gemacht, hat funktioniert und bremst sogar :-) Ich habe noch eine dicke Arzt-Spritze mit einem Silikonschlauch umfunktioniert um die Flüssigkeit aus dem Bremssystem zu saugen.Das mit dem hinteren Bremsschlauch lasse ich lieber vom Händler machen, habe mir das angeschaut. Meine Schwinge ist schon mit Bremsflüssigkeit gesprengelt, so ein Mist, Vorratsbehälter ist nur noch zu einem drittel gefüllt...naja, bis zum Händler halt ohne hintere Bremse. Gruß Dirk



Moin aus Bremen.

Es geht um die Spange an den vorderen Bremsbelägen, die ein Klappern verhindern soll.
Bei den neuen Bremsbelägen gibt es zwar welche mit Löchern für die Befestigung der Spange, aber letztendlich ist diese mit einem Niet gesichert. Den könnte man zwar aufbohren, aber dann habe ich aber immer noch keinen neuen, um die Spange wieder zu befestigen.
Kann mir bitte jemand sagen, ob die Spange sein muss oder ich die ganz normalen Bremsbeläge ohne Spange einbauen darf?

Vielen Dank, für das Teilen eurer Erfahrungen ;-)




Hallo Ralf,

die Spange kann auch wegbleiben, ich fahre seit Jahren ohne.

MFG
Carlo



180€. fuer Gabelsimmerringewechseln ist absolut angemessen.
Standrohre ausbauen
einzeln zerlegen
alte Ringe rausholen
neue einsetzen
und alles retour

fuer 180 kann der grad 3 Stunden schaffen.
das nicht 60€ Stundenlohn sondern 60 Verrechnungssatz und da sind alle Gemeinkosten - Miete, Strom, Heizung, Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben, Kleinmaterial und Reingungsmittel, usw usw usw und natuerlich Umst.
Wenn das der Endpreis war, auch die Simmerringe und Staubdichtungen und das Oel fuer die Gabel.



musste kurz aufhoeren.
Materialkosten also ca. 20€
sind also 160 brutto oder rund 130 netto durch 3 = 43/Std.
davin muss der Geselle bezahlt werden wie auch alles augefuehrte und nicht zuletzt muss der Chef auch noch was abkriegen.
Auch ich bin Handwerksmeister und mein Verrechnungssatz ist einiges hoeher.
vielleicht schafft es der Geselle auch in 2 Std.
glaube ich aber nicht.

Du hast schlicht keine Ahnung

schade um die Zeit.



Hallo,

danke Bill für die Auflistung. Das wird sonst von vielen vergessen. Ob an einer solchen 180,- Eur Rep. überhaupt etwar verdient wird hängt auch von der Auftragslage ab. Wenn der Geselle zu 100 % ausgelastet ist geht die Rechnung sicher auf, aber was macht er im Winter???
Gestern habe ich z. Bsp. fast einen Tag gebraucht, nur in eine Yamaha TTR einen Motor einzubauen. Vorher war das kompl. Rahmennheck, der Öltank, das Federbein und alle üblichen Anbauteile draußen, nur um an diesen einfach gestrickten Motor zu kommen. Das Moped ist extrem eng verbaut. Wenn die Reihenfolge des Zusammenbaus nicht penibel eingehalten wird, muß die Hälfte wieder abgebaut werden und das Spiel geht von vorne los. - Schrecklich !!!
Im Hinterhof, ohne komplette Werkstatt, möchte ich das nie machen!

Andreas



Hallo Carlo,

leider irrst Du Dich da.
Du hast ein Brembo Sattel, der ein Blech auf den Belegen hat.
Der Grimeca Sattel hat an den Belegen die angenietete Spange.
Den Niet kann man aber sehr leicht ausdrücken u. wieder in die Belege
ein nieten.
Ich habe sie aber auch nicht mehr drin u. es klappert nun etwas mehr an der
Skorpion.

Zu dem Preis der Gabelsimmerringwechsel ist nichts zu meckern.
So wie Bill schon schreibt, ist das voll OKAY u. so sehe ich das auch.

Mit der Bremse kann ich nur raten zur Werkstatt zu gehen. Oder lass Dir
das RICHTIG zeigen. Der Fußbremszylinder ist nicht ohne. Da sind schon
erfahrene Werkstätten dran verzweifelt. Aus dem Grund wird der auch
gern durch besseres Material gewechselt.

Man kann auch ein Benzinschlauch nehmen. Der ist nur etwas dicker.
Bremsflüssigkeit nicht auf lackierte Teile kommen lassen. Immer mit
Wasser abspülen. Sonst kann es zu Lackschäden kommen.

Schönen Sonntag, Lutz aus dem sonnigen Norden. LM ;-)


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