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Thema: saisonende > wartungszeit |
wolfgang, sicher hast du mit einigen darstellungen recht. allerdings finde ich die einteilung "alte hasen" vs. "jungschnösel" der sache nicht dienlich und ich finde keine anhaltspunkte dafür in diesem thread. vielleicht ist auch wieder der fehlende kommunikationskanal (ist eben nur schrift, keine tonlage) schuld. ich begreife die gemeinschaft hier durchaus als fähig, eigene wünsche in die tat umzusetzen, bei einigen ist der wunsch lediglich ein ölwechsel, andere bauen zielstrebig an größeren sachen (aus plastikkram), wieder andere sind tatsächlich mit tuning befasst. aus meiner sicht ist keiner besser oder schlechter, ich denke das sehen hier alle so. ein forum, in dem man gegenseitig damit angibt, was man alles kann/ gemacht hat ... ist ziemlich fad, lass diejenigen doch teilhaben, die "nur" ölwechseln.
chiptuning ist an der skorpion übrigens nicht, wegen chipmangels.
auch nix für ungut und schönen sonntag
ronald
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Hallo noch mal;
eigentlich habe ich wenig Lust, in einem technikorientierten Forum wie diesem (übrigens überwiegend guten) zu philosophieren.
Aber, lieber Ronald, die Einteilung in alte Hasen und Jungschnösel habe nicht ich vorgenommen, sondern die jeweiligen Poster selbst.
Mir ist auch völlig egal, welchen Wissensstand der Einzelne hat, und ob er mit dem Schraubendreher umgehen kann.
Dafür sind solche Foren ja auch da.
Mir geht aber der Hut hoch, wenn sich jemand (wie Udo), aus dessen Ausführungen ich erkennen kann, das er den Arbeitsgang, den er beschreibt, nicht zum erstenmal macht, hinsetzt und einen Beitrag schreibt (obwohl er bestimmt anderes zu tun hat)als Bastler oder Murkser tituliert wird.
Und das von Leutchen, die in ihren eigenen Beiträgen zugeben, selbst sowas noch nie gemacht zu haben.
Ich sehe auch keinen Hinweis darauf, daß das Ablösen des Lackes mit der Propanflamme (und nicht dem Flammenwerfer, den kenne ich noch aus anderen Zeiten!) in einem unbelüfteten Kellerraum stattfinden muß.
Das man sowas am besten draussen macht, hätte auch ich jetzt nicht für extra erwähnenswert gehalten.
Und wer den Lack so erhitzt, das er brennt (und raucht) hat ohnehin was falsch gemacht. Auch das steht da.
Wer will, das wir Älteren (ja,...ich bin 67) unsere Erfahrungen mit ihm teilen (was wir im übrigen gerne tun), sollte sich ohne eigene Erkenntnisse auf dem Gebiet doch nicht zu solchen Beurteilungen hinreissen lassen.
Ich hab mich schließlich auch noch nie in einem Balletforum über Tanzstile wertend geäußert. :)
Wen es noch interessiert:
Ich löse den Lack auch mit der Flamme, weil es schneller und schonender geht.
Allerdings strahle ich die Rahmen anschließend nach, da sich in den Ecken (vorwiegend im Motorbereich des Rahmens) Fettnester gebildet haben, die sonst die Haftung des Lackes (vom Pulverbeschichten halte ich beim Motorrad nichts)beeinträchtigen.
Dazu nehme ich aber Glassstaub (ich verkneife mir jetzt den Hinweis auf die erforderliche Atemschutzmaske etc.), der nur noch Schmutz, aber keinen Lack mehr entfernt. Die Haftung ist anschließend noch besser als auf kugelgestrahlten Flächen.
Grüße
Wolfgang Thiele
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@wolfgang
hab nochmal alles gelesen und gefunden, worauf du dich mit "murkser" beziehst. hab deinen beitrag jetzt auch entsprechend verstanden.
interessant und nachfragenswert noch folgendes:
du schreibst, pulverbeschichtung ist aus deiner sicht nicht ideal. ich selber bin noch unentschlossen, tendiere aber auch eher in richtung lack. hat aus meiner sicht folgenden großen vorteil: bei schäden leicht zu reparieren (ich müsste jetzt nicht alles demontieren, wenn der rahmen lackiert wäre). weiterhin gibt es eine riesige farbauswahl, keinen kosten vor- oder nachteil. die geringe schlagfestigkeit wird durch die einfache möglichkeit zur reparatur wieder wettgemacht.
hast du weitere vorteile?
übrigens spricht für lack, dass der strahler auch lackiert, könnte also alles dort machen lassen.
grüße an alle
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Hallo Jungs!
Keine Aufregung bitte... Was mir hier immer so gut gefallen hat, war, dass auch solche "double-left-hand" Jungs immer fair und korrekte Antworten bekommen haben. So wurde z.B. mal ohne pöbeln (wie anderswo undenkbar!) das Kette-spannen beschrieben.
Warum auch nicht...
Andererseits kann ich den Wolfgang gut verstehen.. Moped fahren ist aber immer mehr in Richtung Schicki-Micki und Freizeit gedriftet. Dann gibt es die Effekte, dass die Jungs wissen wie "schwer" die Kiste ist und welcher Topspeed im Schein steht aber bei einer 1000 Kawa die Zweitaktsäule suchen...
Ja Wolfgang, recht hast! "Tuning" ist Abstimmung auf die Anforderungen des Fahrers, was Bedienung, Fahrdynamik und Motorleistung angeht.. Der Rest ist eher Schicki-Micki und Design. Aber wer es mag....
Anyhow! Zurück zum Thema!
Hier in München gibt es eine Behinderten-Werkstätte, das Augustinum. Die machen Pulverbeschichtung und die entsprechende Vorbereitung. Das in sehr guter Qualität und sehr Preiswert! Evtl. gibt es ja solche auch in Eurer Nähe. Ist sicher einen Anruf wert. Die hier können sogar in Metallic pulvern, wenn wer es will.
Pulver ist auf Epoxid-Basis, Lack bei Automotive-Anwendungen Kunstharz (fast ausgestorben..) oder Acryl-2K-Lack.
Der ist nach einer guten Aushärtezeit auch recht stabil. Reparatur ist einfacher und besser, klar.. Aber die Epoxischicht ist nun mal resistenter. Schlecht, wenn sie unterkrochen wird durch eine tiefe Verletzung. Man sieht es kaum, aber es fault drunter munter weiter...Unter Verschraubungen kann sie wegplatzen oder wenn zu dick, das Drehmoment durch kriechen abbauen.
Was nun besser ist..??? Ich denke Geschmacksache und Einsatzzweck...
Ach ja.. Wenn man die Pulverschicht anrauht und die Fehlerstellen ausschleift, dann kann man darauf auch gut lackieren... Was evtl. für diese Lösung sprechen würde...
Grüße
Bernd
P.S.: Bin bis nächsten April 44.....*ggg*
Und @ Wolfgang.. Warst Du das in Rijeka mit der Cup, wo wir vor ein paar Jahren ganz fürchterlich im Crazy-Old-Man-Cup einen ausgefahren haben mit der 748er und der 400er Kawa???
Und ich in der vorletzten Kurve die Nase vorn hatte???? *ggg*
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Hallo,
wir haben vor ein paar Jahren, als das Pulververfahren auch für Handwerksbetriebe einsetzbar wurde, auch angefangen, Rahmen zu beschichten.
Tatsächlich ist die Schicht elastischer und schlagfester als Lack.
An den lackmäßig am stärksten belasteten Teilen eines Motorrades, den Rahmenunterzügen, die im Steinschlagbereich des Vorderrads liegen, fehlten die üblichen Stellen mit dem abgeplatzten Lack.
Die Freude währte aber nicht lange:
Es stimmt zwar, das die elastische Beschichtung bei Steinschlag nicht abfällt, aber sie löst sich vom Untergrund. Du hast gewissermaßen eine "Blase".
Nun ist das Material der Beschichtung physikalisch nicht so dicht, das kein Wasser hindurch diffundieren könnte.
Die Folge waren die Unterrostung der kompletten Beschichtung (bis zum Rohrbruch an einem Seitenwagenrahmen).
Das passiert nahezu unbemerkt, da von aussen nur kaum zu erkennen. Vielleicht hast Du aber mal ein paar alte Gartenstühle gesehen, die seit Jahren im Regen stehen. Da kannst Du dem Rost beim Wandern zusehen. Stich mal in eine solche Blase. Du wirst sehen, daß auch nach Tagen im Trockenen Wasser austritt, das sich unter der Beschichtung gesammelt hat.
Das passiert Dir mit Lack nicht.
Eine Schadstelle ist als solche zu erkennen und auszubessern. Stellen, an denen der Lack ab ist, rosten nur bei Feuchtigkeit.
Das alles war für mich als Vielfahrer, der auch im Winter fährt, ein Grund, wieder auf Lack umzuschwenken.
Weitere Vorteile waren der erheblich höhere Glanz und die bessere Oberfläche (vor allem bei Tanks) sowie die größere mögliche Farbpalette.
Ist allerdings möglich, das sich beim letzten Punkt was geändert hat.
Gruß
Wofgang Thiele
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Gruß an Bernd,
sehe gerade, das sich unsere Beiträge überschnitten haben.
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danke für eure erfahrungsberichte. wolfgang beschreibt recht gut die problematik an meinem rahmen, teilweise sind kleine "löcher" in der beschichtung, ausbessern ginge sicher, aber der winter ist ja lang. eure aussagen bestärken mich, werd wohl lack nehmen (und mir was in ein fläschchen abfüllen lassen)
übrigens: ich schätze auch besonders den freundlichen und immer hilfsbereiten ton hier.
grüße!
p.s. weil ihr vorgelegt habt: 34 in der winterpause :-)
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Mir ist der Ton zwar ziemlich egal...
Speziell bei einem MoppedROHRrahmen favorisiere ich die Pulverbeschichtung. Allein der Gedanke an den ganzen Lack der beim Spritzen neben dem Rohr landet (es sei denn Wolfgang benutzt einen Pinsel...;-) macht mich nicht sonderlich an. Dann noch die zahlreicheren Arbeitsgänge (Lackaufbau!) und die damit verbundenen Kosten. Ich müßte bei uns in der Gegend für's Lacken mehr als das Doppelte zahlen bei fragwürdiger Qualität.
Und DURCHrostungen bei Wandstärken ala MZ-Skorpion-Baustahlrahmen (ja o.k. es soll ja ST-52 oder nach Neunorm S355 sein) ohne sie zu bemerken...?!?
Und überhaupt, Wolfgang, die Skorpion mit einem Discountgartenmöbel zu vergleichen obliegt doch wohl eher mir!:-))
Der grüne Hühnermörder steht tatsächlich seit einer Woche als Deko im Garten und die Hühner kacken umzu...
Ach so, und dann gibt es naturwissenschaftlich nachgewiesene Fakten ob der karzinogenen und toxischen Eigenschaften gewisser Dioxine. Wenn ihr Euch die reinrüsselt und dabei alt werdet- Glück gehabt, aber kein technisch haltbares Argument.
Das war allerdings die einzige esotherische Stelle, die mir in dieser Dikussion nicht gefallen hat.
Sonst ist der Thread unerwartet interessant verlaufen. Als ich die Überschrift laß, dachte ich boar, wie langweilig- da will wieder einer wissen wie er seine Batterie einlagern soll. Und nun weiß ich wieder mehr über verbrannte Farbe, Strahlgut und alle haben eine Einladung in ein Museum in der Eifel bekommen, cool.
Mit undramatischem Gruß eines Ersatzmotorbesitzers
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also ich habe die Schwinge meiner Sport im letzten Winter auch überarbeiten, sprich neu beschichten lassen. Ich bin zu einem Pulver-Betrieb, die haben gestrahlt (habe vorher die Lager ausgedrückt bzw. gezogen und die Lagerbuchsen dann mit großen K-Scheiben verschlossen, die Gewinde für die Prismenbuchsen (ich habe Racing-Adapter wie an der Replica) mit Schrauben geschützt). Nach Strahlen haben die einen Zink-Grund gepulvert, mir aber abgeraten, Silber-metallic und anschließend farblos zu pulvern: meist ist die Haftung zwischen Metallic und der Farblosschicht miserabel. Daher hat dann ein Kfz-Lackierfachbetrieb mit 2K-Lack metallic und anschließend farblos lackiert. Die fanden die Grundierung der Pulverer überaus super.
Und ich jetzt die gesamte Lackierung der Schwinge :-))
Gruß aus der Oberlausitz
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