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Thema: Stottern bei Vollgas


heute Nachmittag auf der A45. Vollgas, linke Spur und plötzlich fängt der Motor an zu stottern, ähnlich so wie der Drehzahlbegrenzer in Aktion tritt. Kaum nehme ich das Gas etwas weg, läuft der Motor als wenn nichts gewesen wäre. Nochmal Vollgas und kurz vor Tacho 160 (ist bei meiner Sport Topspeed) wieder Aussetzter als wenn die Zündung ein paar Zündfünken vergessen hat. Gas weg und bei 158 ist alles wieder OK. Ich bin diese Strecke schon dutzende Mahle gefahren und auch schon 100 km Vollgas (die besagten 160 km/h) aber noch nie habe ich soetwas beobachten können.
Das "Phänomen trat erst nach ca. 50 km Vollgas fahrt auf. Startverhalten und Beschleunigung ist so wie immer. Hat vielleicht der spinnende Drehzahlmesser damit etwas zu tun? Der pendelt nämlich wie verrückt zwischen den 0 und Endanschlag hin und her.
Hat jemand eine Idee woran das liegen könnte oder hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht?





klingt nach Spritmangel nach meiner Erfahrung. Als erstes den Tank und die Siebe im Tank und im Hahn pruefen. Dass der Hahn an sich zu klein ist, ist bekannt; mann kann ihn aufbohren oder mit einem anderen ersetzen (z.B. Baggi) oder komplett durch eine viel praktischere Schnellkupplung ersetzen. (siehe Archiv)
Gelegentlich spinnt auch der Zuendbox, aber das aeussert sich im Stottern oder Ausgehen bei jeder Geschwindigkeit und in jedem Gang, also schon beim anfahren. Oder der Bock geht gar nicht mehr an, morgen aber wieder... Fuer alle Faelle, die Stecker abziehen und mit Kontaktspray oder WD40 behandeln. Wenn man laengere Touren regelmaessig unternimmt, sollte man eine 2te Box im Gepaeck haben.
Natuerlich aeussert sich Spritmangel auch in Jedem Gang wenn lang genug hoch genug gedreht wird.
Der DZM kann's eigentlich nicht sein, es sei denn er schliesst richtig kurz, ist mir aber nicht untergekommen. Die Probleme mit der Wasseruhr sind eher mechanisch. Um sicher zu gehen, kannst Du ihn einfach ausstecken; ob gar nichts oder total spinnert ist ja ziemlich egal.

b



Denkbar wäre auch ein vertauschter Schlauch am Vergaser. Ich hatte ein ähnliches Problem mal nach einer Vergaserreinigung, allerdings drehte die Machine schon im Stand nicht völlig hoch.
Stutzig macht mich die Aussage, dass das Phänomen, oder besser, naturgesetzliches Resultat einer nicht nachweisbar menschlich verursachten Fehlfunktion, erst nach 50km Vollgasfahrt auftritt. Außerdem ist Topspeed 160 nicht wirklich erstrebenswert. Bist du sicher, dass die Maschine bei 160 ausdreht? Welche Übersetzung färst du denn? Normalerweise geht ne gute Sport mit etwas Anlauf, und ich denke 50km sollten durchaus ausreichend sein, locker Tacho 190.
Vielleicht sind auch die Düsen im Vergaser durch lange Standzeiten verharzt oder sonstwelcher Dreck tummelt sich im Vergaser. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, aber im Benzinhahn steckt auch noch ein Sieb, glaube ich. Einfach mal nachsehen. Und wie Bill schon sagte, wenn die CDI Mucken macht, äußert sich das für gewöhnlich etwas anders.

Viel Erfolg, Mirko
(Mein Moped liegt derzeit im Koma. Grund dafür ist ein hiphoppender Opelpilot, dem auch bei über 200% Versicherungsprämie die Vorfahrtsregeln noch nicht vertraut sind. Ob wir die Geräte abstellen müssen, liegt am heutigen Gutachtertermin.) Eure Sorgen möcht' ich haben:-))



natürlich ist eine Spitze von "nur" 160 km/h, trotz originaler Sportübersetzung (39 Zähne) nicht wirklich erstrebenswert, aber sie läuft einfach nicht schneller. Ich habe schon den Vergaserumrüstsatz von Tunebike montiert, daß brachte ein besseres Ansprechverhalten, ein bisschen mehr Dampf "unten rum" und erstaunlicherweise fast einen ganzen Liter weniger Verbrauch aber nicht EIN km/h mehr Topspeed. Dann habe ich jenes ominöse Siebchen im Vergaser extrahiert und durch einen externen Benzinfilter ersetzt, habe ein neues Schwimmernadelventil eingebaut und die Benzinpumpe amputiert und hatte zeitweise auch den Schnorchel entfernt aber all das brachte absolut nichts in Sachen Tpospeed. Genausowenig wie der Einsatz einer Iridiumzündkerze. Vielleicht zeigt mein Tacho ja zu wenig an und 160 km/h auf dem Tacho sind in wirklichkeit echte 180 km/h. Letzteres werde ich mittels eines Fahradtachos genauer ermitteln, ich fürchte aber, daß es vielmehr "echte" 150 km/h sind als 180. Whrscheinlich habe ich einfach nur einen "Montagsmotor" erwischt der sich mit seiner Leistung auf der unteren Grenze der Serienstreuung bewegt.
Im Moment wäre ich aber schon froh, wenn sie die 160 km/h wenigsten einwandfrei laufen würde.




Also wenn es so ist dass der Drehzahlmesser tanzt scheint doch ein Problem mit der Zündung vorzuliegen. Bei mir war es ein lockeres Masseband der Batterie, kann aber auch ein schlechter Kontakt der Sicherung sein.
160kmh bei der Sport ?? Also meine Tour macht da deutlich mehr (GPS-Messung)



Moin Manni,
ich habe das gleiche Problem mit meiner Sport... (Modell 97, serienmäßig ohne Benzinpumpe).
Aber aufrecht sitzend zeigt mein Tacho max. 140-150 Km/h, Drehzahlmesser max. 5500 U/min.
Das Problem trat aber nicht plötzlich auf, sondern die Kiste kommt mir schon seit drei Jahren zu langsam vor. Neuerdings dreht sie selbst im 4. Gang nicht mehr in den Begrenzer.
Beschleunigung ist gut bzw. sehr gut, aber ab 120 Km/h kommt *nichts* mehr. Keine Wolken egal welcher Farbe aus dem Auspuff, kein erhöhter Ölverbrauch.
Habe jetzt gerade die Ventile sorgfältigst eingestellt, Vergasermembran trockengelegt, Vergaser "synchronisiert", Steuerkettenspanner "entspannt". Das Vergaserkit ist bestellt.
Fehlermöglichkeiten die noch bestehen und demnächst weggepflegt werden sollen: Zündkerze, Luftfilter, Kettensatz.
Wenn das alles nichts hilft, dann weiß ich auch nicht mehr weiter... dann ist spätestens nächstes Jahr der Gnadenschuß fällig.

Apropos: bei ca. 5000 km (jetzt 23000) hatte ich die Kiste auf dem Prüfstand: 49,9 PS an der Kurbelwelle, 45,6 am Hinterrad - damit sollte mehr möglich sein!

MfG
Martin

### von den hier immer wieder erwähnten 180-190 Tacho träume ich seit 7 Jahren ###



Hallo,

am Vergaser ist ein Gummischlauch befestigt, der oberhalb des Vergasers wie ein auf dem Kopf stehendes "U" gebogen ist. Wenn sich hier aus irgendeinem Grund das "U" zu einem Knick verformt, dann wird scheinbar die Membran unter Last falsch angesteuert und die Maschine fängt dann an zu stottern, oder erreicht nicht mehr die volle Leistung.

Gruß Andreas.



Hallo Martin,
hat deine Skorpion schon einen Katalysator? Dieser machte sich nämlich dadurch unbeliebt, daß er die Maschine im oberen Drehzahlbereich "abwürgte". Evtl ist dieser im Laufe der Jahre auch verstopft, und dadurch fehlt dann die Leistung. Wäre eine Erklärung für den Leistungsverlust im oberen Drehzahlbereich.



Hallo miteinander,

ein paar eurer beschriebenen Symptome kenne ich allzu gut: (Sport, BJ 94)Unten rum (1-3 Gang, bis 4000 U/min) alles im Lot und dann wird es immer zäher. Dachte auch immer, dass die angegebenen 170 km/h im Schein mehr "Schein als Sein" seien. Kaum mehr als 160 und später gerade noch 140 mit Anlauf.
Abhilfe hat geschafft:
Neuer Vergaserdeckel aus Carbon (gibts beim freundlichen MuZ-Händler), neue Vergasermembran, Iridiumzünkerze, ordentlich eingestellt, Benzinpumpe raus und auf einmal... rennt die Möhre 190 (hat sie vorher noch nie gemacht!) und geht wie Nachbars Lumpi!! Das mit dem Vergaserdeckel entspricht wohl ziemlich dem "Tune-Bike-Kit".
Vielleicht hilfts ja was,

Viel Glück

Pit



Hallo Manni und alle anderen hier,
... erstmal entschuldigung an Manni, daß ich nicht direkt auf "seine" Symptome eingegangen war - wie es scheint, scheint es doch diverse Probleme und mögliche Lösungen zu geben...
Und danke für den Tip mit dem Kat - ist tatsächlich schon vorhanden, und auch in Verdacht geraten. Dabei leuchtet mir dann allerdings nicht ein, wieso die Kiste dann in den unteren Gängen doch sehr gut zieht (Kasteiung widerfahre mir: den größten Teil des "Leistungsverlustes" habe ich selber verursacht - Ventile auf falscher Markierung eingestellt - aber dafür liefs (fast) Vibrationsfrei!). Soll man eigentlich auf den Anfang der H-Markierung einstellen, oder aufs Ende, oder dazwischen???
Inzw. habe ich auch den LuFi getauscht und Ölwechsel gemacht, bin aber noch nicht wieder Probegefahren...

Auf jeden Fall vielen Dank für die Tips und dieses super Forum!

Martin
Übrigens: den Tip mit dem Verbindungsschlauch hat mir auch MZ selber gegeben, war bei mir aber i.O. - und leuchtet mir auch nicht ganz ein, was der beim Sekundärvergaser verursachen (können) soll, weil hier ja der Unterdruck für die Leerlaufgemischanreicherung zum Primärvergaser herkommt - dürfte also höchstens im Schiebebetrieb zu Auspuffpatschen kommen.



Koennte problem mit dem DZM sein. Einfach ausstecken und testen!




Hi Martin!
Nicht auf das "H"!!! Das ist die Markierung für das Zündfeld! Dreh ein wenig weiter, dann kommt noch einen Markierung, ein Strich! Darauf musst einstellen, der markiert OT!
Grüße
Bernd



Hallo Bernd,
...? jetzt werd ich weich! Ich gebe zu, daß ich aus dem Schrauben schon ein "bißchen" raus war - aber so eine Dämlichkeit hätte ich mir dann doch nicht zugetraut. Deshalb muß ich jetzt einfach fragen: Bist Du dir sicher mit der Markierung?
Die ersten drei Inspektionen hatte ich nämlich noch von der Werkstatt meines Misstrauens machen lassen, und ich weiß 100%, daß die Kiste schon seit dem Kauf das Lesen von Verkehrsschildern bei ca. 4000 Upm verhindert hat und mir ziemlich langsam vorkam (ein einziges mal hatte ich mit Sonnenschein und Rückenwind, liegend, bergab 185 auf der Uhr). Vmax war bis vorletztes Jahr etwa bei Tacho 150 (5500 Upm) aufrecht sitzend. Letztes Jahr bin ich grad mal 250 km weit gekommen, da meine Frau schwer erkrankt war...
Und jetzt fang ich dieses Jahr wieder an und komme nur noch bis max. 140 Tacho (5000 Upm). Also Schrauben - und da hatte ich die Ventile auf der einzelnen Markierung eingestellt (im Gegenuhrzeigersinn nach der H-Markierung): Ein Versuch mit Auslaß=0,18mm, Einlaß=0,12mm. Ergebnis: Vmax 130 nach Tacho (etwa 4700 Upm). Ein Versuch mit Auslaß=0,2mm, Einlaß=0,15mm. Ergebnis: Vmax 130. Allerdings (fast) ohne Vibrationen. Beschleunigung: OK bis ca. 110 Km/h! Aber: nicht einmal im dritten Gang bin ich in den Drehzahlbegrenzer gekommen. Deshalb (und weil ich das Bild im Yamaha XTZ660-Reparaturhandbuch nicht genau erkennen kann) habe ich die Ventile nochmal eingestellt - wie gesagt auf die H-Markierung. Jetzt komm ich wieder auf 140-150 Tacho (LuFi und Öl gewechselt, Vergasermembran trockengelegt) und der Mistbock fühlt sich vibrationsmäßig wieder an wie früher. Und in den Drehzahlbegrenzer komm ich auch wieder (bis zum 4. Gang).
Nachdem meine erste Skorpion von einem anderen Händler zurückgenommen wurde (war fast drei Jahre älter, als er behauptet hatte und anderes) hatte ich gehofft, daß ich mit dieser besser fahre - aber irgendwo stimmt da doch was nicht zusammen. Ich habe zwar noch keinen Kompressionstest gemacht, aber mir kommen die Ventile noch dicht vor, und die hätte ich mir bei mind. 5 Jahren falscher Einstellung doch ruinieren müssen?! Wie gesagt: kein Rauch und mit gleichem Vibrationsgefühl 49,8 PS an der Kurbelwelle auf dem Prüfstand (bei etwa 5000km).

So, daß war jetzt verdammt lang und leider auch nicht auf Mannis Problem bezogen (Sorry Manni!), aber ich dreh mit MuZ langsam durch, und bin soweit mir wieder einen japanischen Reiskocher zu kaufen (Kawa 750 - da weiß ich was ich habe, weil ich es schon mal hatte - und die beschissenen Gummiteile halten auch länger!)
Ich stell dann mal am Wochenende die Ventile wieder auf die einzelne Markierung... diesen Versuch und das Vergaserkit von Bernd geb ich dem Hobel noch, ansonsten: Macht schon mal Angebote.

Martin



HI,
primitiv, zwar, aber ich stecke einen 4mm Duebel in das Kerzenloch, dann weiss ich wann OT ist. Ich stelle immer 10 und 15 ein - sofern es ueberhaupt was einzustellen gibt, was ja meist nicht de Fall ist.

Heftige Vibrationen koennen auch von einer Steifen Kette herruehren, das weiss ich aus Erfahrung. Nach einer gut gemeinten Versuchszeit mit Trockengleitmittel bei der letzten Kettenerneuerung, bin ich geheilt, und es kommt nur noch normales gute Fahrradoel auf die Ketten und das regelmaessig.

Stottern kann definitiv nicht vom DZM herruehren, es sei denn, er hat einen Kurzschluss, aber dann stottert's nur einmal und ist aus.

b



Hi Martin!
Sicher ist gar kein Ausdruck.... Aber Dein Topspeedproblem kann von den Ventilen bzgl. Einstellung nicht zusammenhängen.
Wenn sie zu stramm sind, dann läuft die Kiste einfach nicht. Sie springt gar nicht erst an....
Ist ein häufiger Fall bei den Baggis im Gelände, hohe Drehzahl, wenig Kühlung...
Wenn sie zu locker sind, dann klappert sie eben! Aber was klappert, reisst nicht ab...
Das Spiel ist da, um die unterschiedliche Wärmeausdehnung in der Warmlaufphase zu kompensieren, nichts weiter. Dazu hilft die Anlauframpe des Nockens, um die Ventile sanft abzusetzen und das Spiel zu überbrücken. Wenn es nicht stimmt, dann klappt das nicht, der Verschleiss ist höher. Im Extremfall sind die Sitze schnell im Eimer.
Aber selbst bei undichten Ventilen merkst Du das zuerst im Leerlauf, der nicht da ist und ggf. am Anspringen.
Was Du erzählst hört sich eher an wie das leidige Membranproblem, das mit dem Kit erledigt ist. Der ist ja auch schon unterwegs...
Du kannst es prüfen.. Puste mal in den dicken Schlauch, der aus dem Kopfteil des rechten Vergasers kommt. Dann solltest Du ein schleifendes geräusch hören, im Anschluss ein "klacken". Das Schleifen ist der Schieber, wenn er sich bewegt, das Klacken kommt, wenn er anschlägt. Ohne klacken oder bei pusten wie ein Stier ist die Membrane gequollen.
Je nach "Trocknungszustand" der Membrane ist die Auswirkung mal höher, mal niedriger. Hab am Anfang ewig gebraucht, den Fehler zu finden...
Ansonsten hat Bill recht, wie so oft. 10/15 passt und der Trick mit Dübel, Inbusschlüssel o.ä. ist sogar älter als der Bill, gelle? *ggg*
Oh, sorry... Männer werden ja nur reifer.... So gesehen bin ich auch schon ein reifes Früchtchen...*ggg*
Bernd

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