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Thema: Bremsklötze vorne lose?


Hallo Leute,

was mich ein wenig wundert ist, dass die Bremsklötze an dem Vorderrad lose sind. Fällt beim langsamen rollen oder auch schieben auf, da diese dann leicht hin und her klackern und leicht "hängenbleiben" und dann wieder frei werden. Das Spiel ist minimal, aber nunmal vorhanden.

Durch den Tüv bin ich trotzdem letzte Woche ohne Probleme gekommen.

Ist das normal? Dieses Spiel zwischen Bremssattel und Bremsklötze kenne ich bisher von keinem Auto oder Motorrad.

Gruß

Nico



Die MÜSSEN relativ viel Luft zum "Klappern" haben.
Sind die Federn ordentlich drin?
Ich vermute einfach 'mal, dass alles in Ordnung ist.

Wolf



Autos haben fast immer Schwimmsaettel. Bei solchen sind die Kloetze recht fest. Bei einem Schwimmsattel ist der (die) Kolben nur auf der Aussenseite. Der Klotz hinten ist praktisch fest; die komplette Zange wird gegen die Scheibe gezogen, sie "schwimmt." Bei Autos findet man 4(6-8) Kolben Festsaettel nur im R8-Porsche-Ferrari usw Bereich. Viel Motorraeder im unteren Segment(z. B. SV650) aber auch Baggi und KTM haben auch Schwimmsaettel. Gerade bei KTMs ist der Umbau auf Brembo P4 populaer, nicht ohne Grund.
Wie eiter oben schon gesagt, die Kloetze muessen sehr freigaengig sein, "klappern." Im originalen Zustand hat die Zange eine durch den Haengestift gehaltene Feder, die die Kloetze einseitig vorn belasten, damit sie beim Bremsen schon anliegen u. nicht ueber Gebuehr "klappern." Zum Bremsen ist die Feder nicht noetig. Falschrum eingebaut ist's klar, sas sie erst recht zum "klappern" beitraegt. Kloetze der einen oder anderen Marke haben eine eigene fest angebaut Schenkelfeder; ist such hier klar, dass diese Kloetze richtigrum eingebaut werden muessen.

bill

bill@jurgenson-special-parts.com



Bei mir trat so etwas mal plötzlich bei einer Fahrt durchs Bergische auf. Grund war, daß ich (nachdem die Bremsklötze schon ewig drauf waren) den Sprengring, der den Belaghaltebolzen sichert verloren hatte. Keine Ahnung wie so etwas passieren kann.
Ente hatte den Springring auf Lager und konnte ihn mir per Brief zuschicken. Ist so wie es aussieht aber ein Standardteil, daß man auch wonanders herbekommt.

Falls du den Teilekatalog hast: Ich meine Teil 9 auf auf der Seite G4. Prüf einfach mal, ob der Bolzen (Teil 2) vernünftig fest und gesichert ist.



Man kann auch in das hintere Loch des Bremssattels (also wenn man von rechts drauf schaut ) ein Gewinde reinschneiden .

War , glaube ich , ein M6 Gewinde. Dann eine Schraube rein und von hinten mit einer selbstsichernden Mutter kontern.

NICHT die Schraube Festballern im Gewinde, dadurch kann sich die Zange verziehen.

Bill gab mir diesen , m.E., wichtigen Tipp vor drei Jahren.



Der Bolzen ist neben dem Federring auch durch die Verdickung am anderen Ende des Bolzens fixiert. Würde er allerdings da auch noch 'rausschnippen, würde der Bolzen bereits schief über den Bremsbelägen stehen und der Überstand aus der Bohrung ebenso.
Das sollte überdeutlich zu sehen und dem Fragesteller kaum als Beobachtungsfehler zu unterstellen sein...?

Nebenbei - die o.g. Verbindungstechnik ist millionenfach bewährt...
...was natürlich nicht verhindern kann, dass einem der Himmel auf den Kopf fallen kann.

Wolf



Der Bolzen ist neben dem Federring auch durch die Verdickung am anderen Ende des Bolzens fixiert. Würde er allerdings da auch noch 'rausschnippen, würde der Bolzen bereits schief über den Bremsbelägen stehen und der Überstand aus der Bohrung ebenso.


Genau so war es bei mir. Den Bolzen konnte ich wieder in Position schieben - das geht sagen wir mal "saugend" an meinem Bremssattel. Der Bolzen rappelte er sich nach einigen Kilometern/Bremsungen ohne den Sprengring natürlich wieder los.
Die Befestigung ist in der Tat super simpel und bewährt, dennoch war der Sprengring auf einmal weg - keine Ahnung wie das passieren konnte.
Die Symptome bei losem Bolzen waren die von Nico geschilderten. Der Fehler den ich hatte, ist wenn man den Blick über den Sattel schweifen lässt wirklich kaum zu übersehen.



Der Federring - zumindest an den originalen Grimeca-Bremssätteln - hat eine kleine 90°-Umbördelung. Damit lässt der sich gewollt wie auch ungewollt leicht abziehen.
Bei'm Putzen kann u.U. der Lappen d'ran hängenbleiben...
Einfach gegen einen "normalen" Sicherungsring tauschen.

Wolf



2mm Loch bohren und mit Draht sichern. That´s racing like!



Die Schraube die Thomas umschreibt, ist normale Praxis im Motorsport und dient nicht als Sicherung sondern um die Zange in der Mitte gegen das Weiten unter Druck zu stuetzen. Dadurch arbeitet sie praeziser und mit weniger Handkraft.

Bill
bill@jurgenson-special-parts.com
http://cembalobill.blogspot.com/

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