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Thema: Sturzursache???


Heute war ich mit meiner Skorpion Sport ein bisschen auf der Rennstrecke unterwegs und es lief auch alles wunderbar. Ich ergründete ungeahnte Schräglagen und die Maschine war auch im Grenzbereich super unter Kontrolle.
Dann war es aber leider vorbei.
Beim Bremsen geradeaus rutschte schlagartig das Vorderrad weg.
Die Strecke war nicht abschüssig, auch nicht zur Seite hin, die Reifen waren auf Temperatur, der Asphalt war warm und Dreck war an dieser Stelle auch keiner. Eine Bodenwelle war dort ebenfalls nicht.
Woran kann es dann liegen???
Beim anbremsen anderer Kurven war mir zuvor ein paar mal das Hinterrad leicht hochgekommen, so wie es durch die dynamische Radlastverteilung bei trockenen Bedingungen sein soll.
Wie kann es sein, dass plötzlich statt hinten hoch zu gehen dass Vorderrad steht?
Bitte gebt mir Tipps woran es liegen kann. Ich möchte beim nächsten mal nicht wieder denselben Fehler machen.

Hat jemand von Euch vielleicht noch eine Frontverkleidung für die Sport rum liegen.
Ich bräuchte aufgrund diverser Umstände eine.




Wenn das Motorrad technisch ok war, dann ist das ein ganz normaler Fahrfehler.

Man konzentriert sich beim harten bremsen oder bremsen und gleichzeitigen Richtungswechseln auch nicht aufs Hinterrad.

Ich kenne bisher niemanden, der dem Motorrad, der Straße oder den Reifen die Schuld an einem Lowsider gegeben hat. Das waren immer Fahrfehler.

Mein Tipp: hinter schnellen Leuten her fahren und mit den Augen klauen.




ich würde einfach sagen....Überbremst.... irgendwo ist immer mal Schluß mit der Haftung...aber gut das dir nix passiert ist,aus Fehlern lernt man.



Was für einen Reifen und was für einen Kaltluftdruck bist du denn vorne gefahren ?



.......man was seid Ihr für Helden! Anbremsen mit dem Hinterrad in der Luft......! Warum? Wofür? .....der "Maulklatscher" war wohlverdient!
Fahrt doch bei der GSA, dann gibt wenigstens einen Pokal!



Stimmt auch. Ich kenn nur eine Bremszone, wo einem das mal passieren kann, aber da ist gestern die DTM gefahren. Ich würde aber den MZ-Cup als Testgebiet empfehlen, nicht die GSA.



Ich fahre den normalen Michelin Pilot Power mit einem Druck von 1,9 bis 2,0 bar.

Als Bremsanlage hab ich eine Brembo CNC-Zange, eine Brembo 16er Radialpumpe und SBK 5 Beläge von Carbone Lorraine. Damit kann man mit zwei Fingern mühelos und gut dosierbar am Maximum und darüber hinaus verzögern.

Kann es sein, dass unter widrigen Umständen die Gabel (Serienzustand) auf Block gehen kann? Ich wiege 82 Kg und in voller Montur sind es dann sicher um die 88 Kg. Kurz bevor das Vorderrad blockierte hab ich die ohnehin schon stark gezogene Bremse noch ein Stück stärker gezogen. Dabei ist die bereits tief eingefederte Gabel sicher noch einen Tick tiefer rein gegangen. Das war vielleicht einen Tick zuviel. Das Vorderrad hat einen knapp 2m langen fetten geraden Strich auf den Asphalt gemalt, dann kam leider ein leichter kaum merklicher Übergang im Fahrbahnbelag an dem das Rad schlagartig die Kurve gemacht hat. Wenn der Asphalt normal weiter gegangen wär hätt ich ne faire Chance gehabt da ganze noch abzufangen, zumal ich ohnehin kurz davor war die Bremse auf zu machen.
Ich fahre auch Super Moto und stehende oder rutschende Räder lassen mich nicht gleich die Fassung verlieren. Ein kurzes Quietschen vom Vorderreifen beim anbremsen über Bodenwellen oder ein driftender Hinterreifen mitten in der Kurve waren auch mit der Skorpion nie problematisch. Umso mehr überrascht bin ich von diesem heimtückischen Rutscher.

Ist es möglich die Durchschlagreserven der Gabel zu erhöhen indem man das Luftpolster reduziert und dickeres Gabelöl verwendet, oder führt kein Weg an anderen Federn vorbei?

@ GeroS
Ich wünsche niemanden aufs Maul zu fallen.
Außerdem bin ich einfach nur ganz locker flockig und ohne Messer zwischen den Zähnen gefahren. Körperlich bin ich einigermaßen beisammen, sodass ich auch nach vielen flotten Runden entspannt mein Tempo weiterfahren kann.
Ein Risiko beim Bremsen geradeaus war mich nicht bewusst und deshalb hab ich hierauf auch keine Rücksicht genommen.
Das Risiko eines blockierenden Vorderrads beim Bremsen geradeaus auf ebener Strecke besteht theoretisch, gute trockene Bedingungen und warme Reifen vorausgesetzt, nur bei hecklastigen Maschinen, wie z.B. Choppern oder schweren Tourenmaschinen. (die Beladung mit Sozius oder Gepäck lass ich hier außen vor)
Bei der Skorpion muss immer zuerst das Heck hoch kommen ehe der Vorderreifen seine Haftungsreserve überschreitet.
So ist es jedenfalls in diverser Fachliteratur erläutert und meine persönlichen Erfahrungen bestätigten dies bisher auch.




Moin,

ich denke jede Gabel muss am Ende des Federweges sein,
um das letzte quäntchen "Verzögerung" herauszuholen,
sonst lässt sich diese nicht Kontrollieren.

Wer damit nicht klar kommt, kauft sich ein Motorrad
mit ABS, mittlerweile sehr beliebt.

Wers Vorderrad on Block bringt,
das Hinterrad anhebt,
hat die Kontrolle über die Maschine verloren,
üblich ist die Fahrweise auf 2 Rädern.

Stuntfahrer machen einen solch " Kontrollierten Unsinn ",
meine ich.

Gruss Ludger





Ein vernünftig vorgewärmter Slick kann deutlich mehr Bremskräfte übertragen als ein Pilot Power. (Wenn es kein Heidenau ist!!)

Strassenreifen gehören ab einem gewissen Fahrniveau einfach nicht mehr auf die Strecke. Aus Spaß- und Sicherheitsgründen.

Mattes



Beim Bremsen geradeaus rutschte schlagartig das Vorderrad weg.

Mach' Dir nichts draus, ist auch schon anderen >großen Könnern< passiert, 2009 in Indianapolis.

Wie kann es sein, dass plötzlich statt hinten hoch zu gehen dass Vorderrad steht?

Vielleicht war das Hinterrad noch unter Zug/ Schub, also Gas nicht zu. Warum auch immer.

Das Risiko eines blockierenden Vorderrads beim Bremsen geradeaus auf ebener Strecke besteht theoretisch, ... , nur bei hecklastigen Maschinen

Oder, wenn das Hinterrad weiter Antrieb bietet, warum auch immer. Ein 2m Strich bedeutet, das Vorderrad hat länger als 2m quasi still gestanden. Einem still stehenden Rad fehlt die Stabilisierung durch die Kreiselkräfte. Und das Gummi an der Rutschfläche wird sehr schnell sehr warm, schmiert, und kann die Kräfte nicht mehr aufnehmen. Und das Hinterrad trägt ja auch nicht zur Verzögerung bei, sondern bringt ja noch Energie ins System rein (wenn das Hinterrad weiter Antrieb bietet) Wenn dann noch Gewichtsverlagerung (z.B. Vorbereitung zum Hanging Off) dazu kommt, kanns zur Seite ausbrechen. Nur (m)eine Theorie. Ob sich das mit Deiner Praxiserfahrung deckt, ist offen.

Solche Vorgänge beschreibt Bernt Spiegel sehr anschaulich.

Bei der Skorpion muss immer zuerst das Heck hoch kommen ehe der Vorderreifen seine Haftungsreserve überschreitet.

Würd' ich nicht sagen, zumindest nicht immer.





Fraglich nur, wie man einen Slick mit der Emme dann auf Temperatur hält . Ein guter Strassenreifen reicht für die MZ vollkommen aus, wir fahren dieses Jahr im Cup den Metzeler M3 und das ist ein Topreifen für das Gefährt. Und wers nicht glaubt, geht mal auf die Cup Seite und guckt sich die Rundenzeiten an.

Ich würde beim PP vorne etwas mehr Kaltdruck fahren, so um die 2,1.

Aber die Erklärung hast du dir doch schon selbst gegeben: Seriengabel, klar geht die auf Block, und wenn sie dort angekommen ist, macht der Reifen die Dämpfungsarbeit und irgendwann ist der am Ende. Also andere Federn und Öl rein und auf ein Neues. Das Heck kommt bei der Skorpion nie richtig hoch, wird vielleicht etwas leicht, aber mehr auch nicht, dafür ist sie zu hecklastig.



Ich fahre den normalen Michelin Pilot Power mit einem Druck von 1,9 bis 2,0 bar.


Vom PP habe ich schon oft gelesen, dass der bei richtig harter Dauerbelastung gerne mal schmiert. Der PP ist eher ein sehr sportlicher Landstraßenreifen und wird auf diesem gebiet immer sehr gelobt. Gefahren habe ich den PP noch nicht, weil es nicht die Formate gibt, die ich bevorzuge.

Wenn man an der Skorpion nichts an der fahrwerksgeometrie geändert hat, sollte das Heck eigentlich nicht so schnell abheben, selbst bei Renntempo.

Für Dauerbetrieb auf der Rennstrecke würde ich Slicks oder die speziellen Rennprofilreifen (BT003 oder Micheling Power one) nehmen.

Vielleicht hat das SuMo - Gebolze auch den Fahrstil versaut. ;)




...keiner hats gesehen und Du mu´gehn!
aus der Rubrik "Dumm gelaufen". Mach vorn einfach etwas weniger und nimm die Hinterradbremse dazu. Bis Du als SuMo-Fahrer ja eh gewohnt.
Theorie: anbremsen der Kurve ganz extrem - voll auf den flachen Lenker gestützt - Finger an dieser scharfen Bemse - Zwischengas zum runterschalten und dabei vll. doch die zwei Fingerchen nicht ganz so ruhig gehalten wie gedacht -und schon steigert sich die Last aufs Vorderrad so abrupt, da sich keine ausreichende Gewichtsverlagerung nach vorn ergibt und das Ding bleibt einfach stehen.
Merke: Physik hat für alle die gleichen Grenzen.
Gruß Ansgar



aus eigener Anschauung mehrerer Skorpione kann ich sagen, dass der Heck u.U. sehr schnell hoch kommt. Jedenfalls wenn die Gabel durchgesteckt wurde, also nicht mehr die von Torsten erwaehnte originale Geometrie hat.
Kuerzere dogbones truegen auch noch viel dazu bei.
Machen wir uns aber nichts vor: fuer Rennzwecke wird die Gabel immer durchgesteckt und auch die (legalen) Cup dogbones gefahren.
Wie es sich mit den OEM Federn verhaelt kann ich nicht sagen, da ich bereits nach 6 Monaten die Federn gegen progressive ausgewechselt hatte. Meine rote hatte schon solche als ich sie gekauft habe und die gruene hat bekanntlich eine andere Gabel, allerdings mit lineare Federn fur die Rennstrecke. Keine der dreien hat auch nur annaehrend die Originalgeometrie, am wenigsten die gruene, die auch erheblich hoeher ist. Die Originalgeometrie ist zu flach fuer schnelles handling. Dafuer ist sie stoisch-ruhig, was auch Vorteile auf der Strasse und in unerfahrenen Haenden hat. Zur Erinnerung, das Prototyp und die Testmaschinen in Spanien 93 hatte einen steileren Lenkwinkel.
Wieauchimmer, meine blaue ist nie auf block gegangen, obwohl die meisten "Probefahrer" sie als zu weich kritisierten.
Torsten hat auf jedenfall recht mit dem Federbein. Viele von uns haben dasselbe schon lange festgestellt. Alle meine hatten/haben Wilbers hinten. Die blaue schon seit 1996. Da ist jetzt ein WP drin; das Wilbersteil kam in die rote. Die gruene hat auch ein Wilbers Bein.
Weiter kann ich aus eigener Erfhrung sagen, dass slicks, sehr gut vorgewaermt, durchaus auf Temperatur bleiben. Ich bin ja mit slicks selbst gefahren.
PiPo: ich bin voreingenommen. Ich habe zuviele mit wegschmierendem Vorderrad runtergehen sehen. Hier also noch einer.
Ich jedenfalls wuerde ihn nicht fahren.
Ich habe den BT003racing noch nicht gefahren und kann dazu nichts sagen. Koennte eine Wunderwaffe sein und ich werde ihn als naechstes auf die Yamaha montieren.
Aus Erfahrung (wieder) kann ich aber sagen, dass nichts ueber den SuperCorsa geht. Neben den Bridgestone slicks bin ich den auch gefahren, auch auf der ungleich viel schnelleren Bimota.

Wie die meisten hier tendiere ich auch zu der Ansicht, dass werauchimmer (wie waer's mit einem Namen?) ueberbremst hat, wenngleich der PiPo fuer mich schon auch eine Grund liefert.
Die MZ laesst sich nicht wie Superbike schnell fahren, das sieht nur schnell aus. Man muss (hat Ansgar schon erwaehnt) runterschaltend in die Kurve stechen und bereits vorm Scheitel Gas geben, meist sogar anfangs der Kurve.
Jedenfalls mit Zug am Hinterrad. Anders als Ansgar, verwende ich aber die hintere Bremse nur zum Stabilsieren, nicht aber zum Bremsen im eigentlichen Sinne. Die fehlende Leistung kann man nur durch hohe Kurvengeschwindigkeiten entgegenwirken.

b



die "experten", die erzaehlen, dass die skorpion nicht hinten hochgeht, weil sie zu hecklastig ist, können vermutlich einfach nicht gut genug bremsen.
einen absichtlichen stoppie konnte ich bisher mit allen reifen, die ich gefahren habe, machen. ein unbeabsichtigter ist mir bisher nur mit dem supercorsa "gelungen". da ging das hinterrad sauber hoch. ohne wimmern, ohne alles. und da brauchte ich auch keine besondere kurve auf ner besonderen rennstrecke. das kann ueberall passieren.
ich habe die gabel allerdings nicht durchgesteckt, schon aber die cup-knochen montiert.

gruß jan

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