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Thema: Kettenschmiersysteme


@Jan: 1,82 und 60kg wer bietet weniger.



Weniger nicht....aber (1,73 / 90 kg) etwas mehr. :D



Moin,

mal ein Pic von meinem Kettenoeler,
ca. 34 Gramm für ca. 1000Km.

Hier oelt der Pilot noch selber,
nicht ganz sauber, aber halt lässig.



Gruss Ludger



Das ist ja mal eine echt minimalistische Lösung. :-)



Ich verwende seit längerer Zeit (2005 und etwa 13000 km) den Kettenöler von der gleichnamigen Seite www.kettenoeler.com .

Das ist ein elektrisches System, das mit einem manuellen Drosselventil eingestellt wird. Meins ist mit dem Abblendlicht gekoppelt. Man kann es auch schaltbar machen. Probleme macht das System bisher keine. Der Öltank ist minimal undicht bzw schwitzt etwas Öl raus. Bisher unbedenklich. Man kann auch einen Modellbautank verwenden. Die sind flexibler und in vielen verschiedenen Größen und Formen verfügbar, was bei einer so knapp geschnittenen Maschine wie der Skorpion (besonders die Tour) vorteilhaft ist. Der Dosierer ist recht rustikal gehalten aber sehr zuverlässig und stabil.

Mein Fazit ist, dass man ein solches automatisches System nur als echter Schlechtwetter-/ Langstreckenfahrer braucht. Die wirkliche Stärke der Kettenschmiersysteme ist nicht die automatische Dosierung, sondern der Schmierstoff selbst. Stihl Kettensägenöl z.B. nimmt, wenn es abgeschleudert wird den Dreck mit. Das hält die Kette relativ sauber. Auch das dollste Kettenspray schleudert irgendwann ab aber bis da hin war es eine sehr gute Schleifpaste und hat kaum noch geschmiert. Das Reinigen ist bekanntermaßen eine echte Sauerei.
Das Stihl-Öl bekommt man sehr leicht von der Felge und beim Kettenreinigen braucht man wesentlich weniger Reiniger (ich benutze Castrol Kettenreiniger).

Zurück zu den Systemen. Wer nur bei gutem Wetter genüssliche Runden dreht, der kann auf ein Schmiersystem verzichten und einfach zu Hause vor der Fahrt Stihl Kettensägenöl oder etwas Vergleichbares mit einem Pinsel auftragen. Das würde ich ab und zu auch mit Kettenschmiersystem machen, weil man damit wirklich alle Kettendichtringe benetzt und flexibel hält. Ganz ohne ist die Montage eines Kettenschmiersystems auch nicht, weil alles so sicher sein muß, dass keine Gefahr für z.B. die Bremsanlage (gelöste Teile, die sich irgendwo verklemmen), Undichtigkeiten usw. besteht. Murphy ist überall...

Ein Kompromiss ist die minimalistische "Handdosiermethode" von Ludger. Man haut einfach beim Losfahren etwas Schmiermittel drauf und je nach Laune schmiert man nach. Eine edlere Variante davon, die mir sehr gut gefällt, gibt es bei Polo.

OSCO Kettenschmiersystem


Einfach den Heber hochziehen und eine definierte Ölmenge wird auf die Kette gegeben. Optimal natürlich nur, wenn man dann sofort losfährt. Der Rest funzt wie bei den anderen Schmiersystemen. Einfach Dosierer ans Kettenblatt.

Wenn ich demnächst mal wieder lange Weile habe oder er kaputt geht, rüste ich den treuen Kettenöler ab und baue mir auch eine minimalistische Lösung.

Was ich bereits getestet und für untauglich befunden habe ist der Dual Injektor von Scottoiler. Da der nur eine Zuleitung aber zwei Abläufe hat, läuft der im Stand z.B. über Nacht grundsätzlich bis zum Eingang des Einzelschlauches leer, weil der Unterdruck sich durch die beiden Ausgänge ausgleichen kann. Das gibt immer unschöne Flecken und man hat auf den ersten 10-30km nach dem Losfahren keine Schmierung. Die Vollplastikbauweise gefiel mir auch nicht besonders.

Ich hoffe, diese Erfahrungen und Empfehlungen waren hilfreich.

Gruß
Torsten

Edit und PS: Der OSCO Schmierer hat ein anderes Dosiersystem als die gängigen Systeme. Das Öl wird von oben auf Höhe des Kettenrades auf die Kette getropft. Wenn jemand damit Erfahrungen hat, würden mich die interessieren.


Zuletzt bearbeitet: 12.01.09 21:10 von Torsten


Schade, der Tip mit der Dual-Injektion kam weider zu spät. Habe mir das Ding neulich gekauf aber noch nicht montiert. Da hätt ich mir mal was sparen können.
Außerdem ist das ja auch schon wieder schwerer, soon Mist, hätt' ich mal vorher den Jan gefragt wie schwer das jetzt wieder wird.
ach ja, da ist man alt wie keine Sau und lernt noch immer dazu.
Ansgar

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