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Thema: Fahrwerkseinstellung


Hi,

ich habe ein kleines Problem mit der Rennstrecken-Skorpion meines Sohnes. Das war eine Tour, die komplett gestrippt ist. Als Reifen ist hinten ein 150/70 drauf, der ja gegenüber dem 150/60 ca. 15mm höher ist. Das Federbein ist komplett vorgespannt. Die Gabel hat dickes Öl, ansonsten Serie.

Das Problem ist folgendes: Die Lenkung ist hypersensibel und wenn man in Schräglage das Gas schließt fängt sie stark an zu pendeln. Wenn man sofort wieder Gas gibt, ist alles in Ordnung.

Meine Vermutung ist, dass sie jetzt hinten einfach zu hoch ist und ich würde jetzt die Vorspannung eine Raste reduzieren und evtl. die Gabel etwas (5mm) hoch heben.

Was meint Ihr?

FF.,

Karsten.



Eigentlich ist das Fahrwerk so zeimlich narrensicher. Prüf mal als erstes den Reifenluftdruck und das PRÜFGERÄT natürlich auch.
mfg Ansgar



Luftdruck war 2,4bar. Mit gutem meßgerät gemessen. Aber das Fahrwerk ist ja nicht ganz Serie (der Reifen)......und das Dingen deutlich leichter.

FF.,

Karsten.



naja, wenn man alles auf hart stellt, dickes oel, feder hinter voll zu,
stelle erstmal alles auf orginal, auch das Oel und die Luftkammer vorn, und hinten auch.
dann fängt man erst an ein zustellen, Am 150/70 reifen liegt es bestimmt nicht,

gruss



Hallo Karsten,

wenn Dein Sohn nicht gerade drei Zentner stemmt, reicht ohnehin bei den harten Serienfedern die erste Rastung des Federbeins.
Der jetzige Effekt beruht darauf, dass das Fahrwerk die Änderungen am Gasgriff, bzw. die hieraus resultierende Aufstellenergie (Zentrifulkraft...da isse wieder! :-)) nicht aus-/mitfedern kann. Dadurch - kurz gesagt - wuppt die Möhre nach außen und eben wieder zurück nach innen sobald man wieder in die Rollphase oder ans Gas geben geht.
Würde jetzt gerne noch schreiben, wie Du den Negativfederweg hinten selber prüfen kann, aber erstens gibt's jetzt Mittagessen und zweitens steht das hier eh schon irgendwo oder in anderen Foren. Oder Ihr wisst es eh. :-) Wenn Du nicht weiterkommst, meld Dich einfach nochmal.



Hier ein Link zu Mirkos' Hinweis:
http://www.bikerpeters.de/Startseite/Motorrader/Technik/Fahrwerk/fahrwerk.html


Stufe 1 reicht sicher.

Grüße
Ronald





Hi,

das mit dem Negativfederweg ist mir klar. Ist ja nicht das erste Fahrwerk, was ich einstelle. Es ist nur das erste, das zu extrem scheint. Natürlich haben wir hinten zu viel des Guten gemacht. Der STC ist ziemlich eben und da kann man Federwegmässig auch mal von der Standardeinstellung abweichen. Bei der Centauro gingen auch 12mm Negativfederweg....(alles wegen der Bodenfreiheit).
Meine Frage bezog sich mehr darauf, ob ich mit meiner Einschätzung richtig liege, nämlich dass die dynamische Radstandsveränderung beim Gasschliessen bzw. -geben das bewirkt und ich einfach die Geometrie ein klein wenig entschärfe.
Wenn wir im April wieder da sind wollten wir mehr fahren als schrauben :-)

FF.,

Karsten.



meine bescheidene Meinung:
1) Feder VIEL zusehr vorgespannt - ist schon gesagt worden.

2)Reifen zu gross. ein normaler 150/60 ist schon zu gross.
Ueber Luftdruck kann man erst dann was sagen, wenn man seiss WELCHER Reifen montiert ist.

den 150/60 Pirelli SuperCorsa montieren: der ist nur 143 mm breit hinten, vorn natuerlich 110/70 wie gehabt und die dann vorn 1,9 und hinten 1,7.

Zu scharf ist die Geometrie sicher nicht.
Wie weit ist die Gabel durchgesteckt?
Sind Cup Knochen verbaut?

Bill  Tuning

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Ronald, Du bist schneller als mein Hühnchencordonbleu! :-) Liegt sicher an der Zentrifugalkraft.

10% mehr von der Reifenbreite entsprechen 15mm. Die in einem anderen Thread vorgeschlagenen 55mm als Gabelüberstand über der Gabelbrücke sind schon ein guter Anhaltspunkt (mit kürzeren Umlenkhebeln um das Heck anzuheben). Will sagen, stellt den Überstand bei dem Hinterreifen minus der 15mm auf 40mm ein, um jedenfalls einen guten Ausgangswert zu haben. Oder nehmt einfach die originalen Umlenkhebel wieder, je nachdem.

Ich gehe mal davon aus, dass Jan Dein Sohn ist und er die blaue Tour aus dem Spreewaldthread fährt. Da fehlen vorne Spiegel, Blinker, Lampe; montiert sind die hohen Stummel über der Gabelbrücke. Aber am Heck hängt immer noch der schwere Schalldämpfer. Merkste selber, ne... :-)
Da muss mehr Gewicht aufs Vorderrad, dann läuft sie auch stabiler durch die Kurven. (Die Skorpion ist original eh schon hecklastig.) Wenn die Geometrie stimmt, kann vorne etwas mehr Vorspannung und weniger Zugstufendämpfung helfen, das Rad am Boden zu halten. Es ist eben wie immer ein Kompromiss mit dem Fahrwerk.

Ich fasse zusammen:-): Luft/Kette checken, Gewicht umverteilen, Fahrwerk trimmen, wenn dann nichts geholfen hat vielleicht einen Originalreifen testen und am Ende erst an der Federung tüfteln.

Viel Erfolg!





Hi,

es sind keine anderen Hebelchen verbaut. Alles Serie. Reifen sind Heidenau und die gab es nicht in kleiner. Leider.
Auch den lenker konnten wir nicht unter die Gabelbrücke stecken. Wäre besser gewesen, ist aber nicht. Sollten wir vielleicht angehen, guter Vorschlg.
Das mit dem Schalldämpfer stimmt schon. Ist halt ein low-budget-Rennerle und auf den meisten Strecken sollte es nicht zu laut werden.
Da es normale Diagonalreifen sind habe ich den Luftdruck im "normalen" Bereich probiert (2,0 bis 2,4bar) und das spielte keine Rolex.

Ich denke, durch den größeren reifen hat Jan erst einmal auch ohne die extreme Vorspannung genügend Bodenfreiheit und wir reduzieren das noch zusätzlich.

Passte also zu meinen Vorstellungen.....

Danke,

Karsten.



Tour-Stummel gehen, aber dazu müsst Ihr (bezogen auf das Bild von Jan) die Klemmteile wechseln (links nach rechts und rechts nach links). Dann kommen die vor und dann passt es. Nebenbei wieder mehr Last vorn.

Grüße
Ronald



... und Gabel noch ein Stück durch.

Umlenkhebel aus der Skorpion Cup oder sogar Baghira (noch etwas höher). Vielleicht hab ich was in der Garage, ich schau nach.

Sind die Rasten von der Tour? Eventuell Sport verbauen, damit kommt man etwas weiter hinter. Oben sind sie sicher?

Wenn ihr jemanden zum Schweißen habt, stellt den Dämpfer etwas steiler, so wie an der Sport.

Dann setzt es wahrscheinlich nicht mehr auf.

Grüße
Ronald





Hi,

das mit den Stummeln hat so auf Anhieb nicht geklappt, auch mit Umdrehen. Ronald, du meinst das geht????
Die Fußrasten der Sport und Tour sind gleich und die sind entsprechend montiert.
Mit dem Schalldämpfer sind wir reingefallen. Wir haben den der Sport -weil er schäbiger aussah- geändert (Ecke weg und Platte drangeschweißt) und dann hatte Jan bei seiner Strassen-Sport mit dem Tour-Schalldämpfer seine liebe Mühe.

FF.,

Karsten



Stimmt, die Rasten sind gleich. Aber die Ausleger nicht, die der Sport sind länger.

(Hier ein Bild der Sport-Ausleger ohne Fersenschoner, da sieht man die Länge: http://www.fehds.de/images/mz201.jpg)

Ansgar hat(te) Tour-Stummel unten montiert. Ich finde das Bild nicht.
Wenn Ihr rechts und links tauscht (Rohr rausziehen und dann nur das Gussteil von der Gabel ziehen) muss man die Teile so aufstecken, der die 'Ausleger' nach vorn zeigen. Und so passt es unter die Brücke.

Grüße
Ronald



das geht auf jeden fall mit den stummeln unter der gabelbruecke. ansgar (mein vater) hat das. das war bei ihm jetzt kein problem.
schraeglagenfreiheit ist mit dem tourdaempfer ehh nicht drin. auch der sportdaempfer bietet eigentlich nicht genug. hab da ma fast en highsider gemacht. war auf dem harzring bei moderater geschwindigkeit. konnte deshalb vermutlich noch abfangen.

ich glaube nicht, dass die gewichtsverteilung so eine erhebliche rolle spielt, wenn man nur scheinwerfer und blinker abbaut.
baut mal cup-knochen ein. ist ehh viel besser, fahrwerksmaessig.

ausserdem ist gas wegnehmen in der kurve doch ehh immer kacke oder? also ich fuehl mich da auf keinem der bisher von mir gefahrenen motorraeder wohl. soll nicht heissen, dass ich meine, dass da alles stimmt an dem fahrwerk.

wenn ihr das federbein mal weniger hart einstellt und die gabel durchsteckt, dann ist bestimmt wieder alles okay.

mfG jan

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