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Thema: ganz was anderes! |
von meinem Freund Georg Maylaender:
eine echt gute Ducati 900SS zu verkaufen:
BJ 1978, einer der ersten Linksschalter, noch mit Drahtspeichenrädern.
Marzzochi Gabel 38mm , BREMBO GUSS Bremsscheiben, Stahlflex, Motor 2006 komplett neu aufgebaut, neue Bleifrei Sitze, neue Sinterbronze Führungen, neue Ventile, Vergaser Del.40er mit neuen Dichtsätzen und Beschl.Membranen, orig. Borrani Speichenräder mit neuen BT45. Sauer! Alu- Tank, Imola Höcker, VEGLIA Instrumente. neuer Kabelbaum mit SilentHektik Regler und Sicherungsbox, neue Hawker SBS8, neue Ikon(Koni) Stoßdämpfer, Königswellenschauglas, einwandige Krümmer, CONTI Tüten, neuer Kettensatz, alles eingetragen. Absolut alltagstauglich. TüV neu 2006. Seit ueber 20 Jahren in Besitz. Urteil eines intimen Koenigswellenkenners: "Das Ding laeuft richtig gut!"
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oops, hat das Bild nicht geladen:
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Das ist ein Schwesterchen von der, die in mener Garage wohnt:

NIcht meine, sondern von meinem Kumpel. :-)
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Hallo,
heisst der Kumpel zufällig Rochus ?
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Nö, einfach nur Hans. :-)
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Ein Preis wär mal nicht schlecht.
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hi,
die blaue habe ich bekanntlich abgemeldet und auch schon zum Teil zerlegt.
Seit Ende August habe ich meine 1954 BSA ganz regulaer - nicht als oldtimer- zugelassen und benuetze sie als Alltagsmotorrad.
(hab' ich dies nicht schon geschrieben?)

Nun, Ende letzte Woche habe ich die SZR benuetzt, damit sie auch mal angelassen wird - sie hat ja aehnlich Probleme mit dem Anspringen nach laengerem Stillstand wie die MZ. Welch Unterschied! Ich weiss; die MZ ist besser, neutraler als die Yamaha, aber hier meine ich viel krassere, tiefergreifende Unterschiede.
Angefangen mit der Sitzposition: ziemlich aufrecht und relativ weit vorn, die Fuesse unter einem, wenngleich ein wenig weiter vorn und weit weniger angewinkelt. Hier muss man altmodisch die Fuesse mit dem Absatz an der Raste aufsetzen, sonst erreicht man weder Schalthebel noch Bremspedal; es faellt mir schwer und meist rueck' ich die Stiefel unbewusst nach hinten, die Fussballen aufsetzend.
Die Stuemmelenker etwa so wie bei der Skorpion Tour, ein wenig tiefer vielleicht. Auch aehnlich eng, nicht so furchtbar ausladend wie bei der Sport.
Gewicht der Maschine mit Sprit ist 190kg, also wenig schwerer als die serienmaessige MZ oder Yamaha. Sie ist viel hoeher aber der Schwerpunkt ist nicht hoch and man kann laessig beide Fuesse auf dem Boden aufsetzen.
Im Stand und daneben schiebend ist sie schwer und schwerfaellig aber in Bewegung gar nicht mehr. Da ist sie erstaunlich handlich auf ihrer Art. Es sind schliesslich 19" Drahtspeichenraeder mit Stahlfelgen; da sind selbst die Grimecaraeder leichter und ensprechend sind die Kreiselkraefte, die mit der Geschwindigkeit zunehmen.
26Ps bei 6000upm, 85mph = 135kmh offiziell angegeben, faehrt sie auch zur Not aber freiwillig schneller als 100kmh faehrt man nicht - wegen der Vibrationen nicht, die die Skorpion als Ausbund der Laufkultur erscheinen lassen.
Das Ding hat keinen Schluessel, gar keinen; kein Lenkschloss, keinen Zuendschalter, kein Stromkreis an/aus. Ein Einstecklenkschloss gab es seinerzeit als Sonderzubehoer. Das Bremslicht geht immer, die Hupe auch. Das Licht mit dem Schalter auf dem Scheinwerfer ein und ausgeschaltet, 2 Stufen: nur Ruecklicht, und alles, wobei der Scheinwerfer dann auch noch nicht brennt, wenn der Auf/Abblendschalter nicht in einer der beiden Stellungen ist; mittig ist auch da aus. Lucas 6Volt Anlage mit Gleichstromgenerator, Regler und Batterie wie seinerzeit beim Auto. Meine Mondial ist nicht anders - nur nicht Lucas.
Zuendung ist aber mit Lucas KF2 Zuendmagnet, der immer funkt. Der Motor wird mit dem Kurzschlussknopf am rechten Lenker ausgemacht; ein Druckknopf, kein Schalter.
Unter dem herzfoermigen Seitendeckel (Bild oben) wird der Generator vorn mit einer Ketten angetrieben, der Zuendmagnet hinten mit Zahnraedern.
Also los: den Vergaser tuepfeln (nur bei kaltem Motor) bis Sprit zum Ueberlauf rausfliesst, draufsteigen (am Hauptstander stehend), Griff ca 1/4 oeffnen, drauftreten, nach dem 2ten oder 3ten Tritt laeuft der Motor, muss aber kalt noch ein Paar Minuten am Leben erhalten werden; laesst man den Griff los, geht er aus. Einmal warm, tuckert er brav und sehr langsam. leise vor sich hin und springt meist auf den ersten Tritt an, auch sitzend. Wegfahren kann man aber sofort -
Kupplung ziehen (man geht die schwer) mit dem rechten Fuss Gang nach oben einlegen (KLACK) und los gehts. Was fuer einen schonen Ton! Unnachahmlich.
Es ist ein recht entspanntes weit vorausschauendes Fahren. Die beiden gleichgrossen 8" = 200mm Halbnabentrommelbremsen sind zwar in England 1954 Stand der Technik (meine gleich alte aber nur 100kg schwere Mondial hat 180mm Vollnabenbremsen die den Namen verdienen aber auch schon eine 35mm! Gabel) aber Bremsen sind was anders, jedenfalls aus heutiger Sicht. Auch der TüV Mensch fragte nach seiner Probefahrt (es was ja eine Vollabnahme noetig), die ihm sichtlich gefallen hat, ob das so seine Richtigkeit haette.
In der Praxis, muss man immer den linken Fuss bremsbereit haben.

Beide gleichgross, bremst die hintere Bremse mit der maechtigen Uebersetzung am Tritt (Bild) und der starren Verbindungsstange natuerlich besser. Das war seinerzeit so und ist ein Teil der Geschichte. Vorm Krieg gab's noch viele Motorraeder, die noch gar keine Vorderradbremse hatten.
Zuegig fahren, vor der Kurve runterschalten und Motor mitbremsenlassen, mit der Fussbremse sachte bremsend in die Kurve und gleichzeitig Gas geben. Bei heftigerem Bedarf auch vorn bremsen; leichtes Verzoergern gelingt auch mit der vorderen alleine.
Knieschluss, kein Knie-raus oder gar hangoff, am besten gar nicht viel Schraglage, sonst sitzt links der Hauptstaender auf. Und die schmahlen Reifen tun ein Uebriges. Schalten muss man gar nicht viel; der Motor hat sehr viel Drehmoment, gerade im unteren Drehzahlbereich. Ausser in einer sehr engen Ortsdurchfahrt oder einer Spitzkehre braucht man nur 3 und 4. Und in der Spitzkehre auch dann nur den 2ten, wenn wirklich flott raus will.
Vor allem in Kurven auch den Fahrbahnbelage vorausschauend begutachten; Die Fuhre is weich gefedert und schaukelt sich auch u.U. auf. 1954 war das erste Jahr mit Schwinge hinten. Davor gab is eine Geradewegfederung oder einen Starrahmen hinten. Die Trapezgabel wurde schon gegen die Telegabel ca 1950 ausgetauscht. Damals waren keineswegs alle Tester von der Schwinge begeistert. Vor allem die sportlich-orientierten zogen den Starrahmen vor. Vor diesem Hintergrund sind auch die extremharte Federelemente der Italienischen Sportmotorraeder zu verstehen.
Wenn sie sich aufschaukelt, ist Knieschluss dringend angesagt.
Ich habe schon 1-2 Wochen gebraucht, um mich auf die BSA um und einzustellen, so krass anders ist das Fahren. Trotzdem, auf kurvenreichen Landstrassen sind Geschwindigkeiten zwischen 80 und 100 ohneweiteres drin und ich ertappe mich schon wieder dabei, auf der Hausstrecke etliche Motorraeder zu ueberholen, von Autos ganz zuschweigen. Auf der "Platte" wird sie bestaunt. Besonders wenn sie dann auf dem ersten Tritt wieder anspringt und unauffaellig tuckert, bis wir dann kernig blubbernd wegfahre.
Vielleicht fahre ich zum naechsten Treffen mit der BSA.
Dann kann auch probegefahren werden.
b
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