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Thema: Lima-Rotor passt nicht mehr auf den Konus


Hallo allerseits,
weil mir ja leider eine Schraube des Nockenwellenrades abgeschert ist, mußßte der Lima-Rotor runter um die Späne und Trümmer zu entfernen. Das Problem, ist aber, das der Rotor einfach nicht wieder auf die Welle will. Der Rotor ist mit einem entsprechenden Abzieher (Werkstatt) fachmännisch abgezogen worden. Das Abzeiehen ging auch problemlos und zeigte keinerlei Auffälligkeiten.
Nachdem nun alles wieder gereinigt war wollte ich den Rotor wieder montieren. Nach dem Motto, "passte vorher, dann passt es auch jetzt" setzte ich den Rotor auf den Konus und ÄTSCH, passt nicht.
Zwischen dem Lima-Rotor und dem Zahnkranz des Anlasserfreilaufs sind ca 2,5 mm Spiel, der Rotor rutscht also nicht ganz auf die Welle. Weder, strammes Anziehen der Mutter mittels Schlagschrauber, noch Erwärmen des Rotors auf 170 °C im Backofen erbrachte ein anderes Ergebnis.
Es deutet einiges darauf hin, dass der Vorbesitzer (ein MZ-Händler mit Werkstatt) den Konus versaut, das ganze dann irgendwie zusammengewürgt und mir dann als generalüberholtes Motorrad verkauft hat.
Hinweise sind folgende: Der Konus zeigt Blaue Verfärbungen im Bereich des Gewindes und der Keilnut.
Die Mittelnaht des Motors ist zudem mit Hylomar abgedichtete worden. Mir wäre das nie aufgefallen, aber mein Schrauber meinte, dass sei höchst unprofessionell und dürfe einer Fachwerkstatt eigentlich nicht passieren.
Der innenkonus des Rotors zeigt eine leichte umlaufende Riefe in Höhe des Keiles. Auf den Konus eines anderen Motors des gleichen Typs passt der Rotor problemlos , daher ist anzunehmen, dass die Welle das Problem ist.
Was kann man tun? Noch mehr erwärmen? Schleifpaste? KW austausche?



haste die maschine denn shcon so lange dass du keine garantie mehr vom haendler hast?

leider kenn ich mich damit garnet aus. hab zwar auchmal versucht so einen rotor abzumachen, was dann ne fachwerkstatt gemacht hat, aber drauf ging dann problemlos.

mfG jan



Zwischen dem Lima-Rotor und dem Zahnkranz des Anlasserfreilaufs sind ca 2,5 mm Spiel, der Rotor rutscht also nicht ganz auf die Welle. Weder, strammes Anziehen der Mutter mittels Schlagschrauber, noch Erwärmen des Rotors auf 170 °C im Backofen erbrachte ein anderes Ergebnis.


jetzt ist vermutlich erst recht was kaputt! Das ist keine Schrumpfung! und Hitze schadet die Magneten des Polrades. Das Polrad darf gar nicht "ganz" rauf uaf die Welle; die Ritzel muss ewas Axialluft haben.

Die Mittelnaht des Motors ist zudem mit Hylomar abgedichtete worden. Mir wäre das nie aufgefallen, aber mein Schrauber meinte, dass sei höchst unprofessionell und dürfe einer Fachwerkstatt eigentlich nicht passieren.


hole blos Dein Moped dort weg!
Unprofessionell? so'n Bloedsinn!! Die Teile des Gehaeuses sind immer geklebt; da IST keine Dichtung . Unprofessionell waere allenfalls , dass das rausgequollene Hylomar nicht weggeputzt wurde. Woher weiss er, dass es Hylomar ist? Weil es blau ist? Loctite blau ist auch bekanntlich blau...

Vermutlich habt ihr die Reihenfolge der Teile auf der K-welle nicht richtig:
von innen nach aussen:
Anlaufscheibe,
Anlasserritzel mit Nadellager,
Polrad mit aufgeschraubtem Freilaufring samt Freilauf richtig rum - Keil nicht vergessen und auch aufpassen, dass er nicht nach hinten rausgeschoben wird,
Unterlagscheibe,
Mutter.

Kann man nicht wirklich falsch machen. Ambesten Ritzel+Freilauf+Polrad alle zusammen aufstecken. Anlaufscheibe vorher nicht vergessen.
Ich schraube Polrad und Freilauf erst festzusammen, nachdem das Polrad fest ist. Vorher sind die 3 Schrauben nur sehr leicht angelegt.

Der xtz Motor ist weiss Gott kein HiTech Teil und wenn man mit Verstand ran geht, kann man so ziemlich alles selbermachen. Wenn man aber wirkich keine Ahnung hat (siehe oben), sollte man tunlichst die Finger davon lassen.



....ich sach doch! "Frickeltips und Frickelschrauber" ;-))



Hallo Bill,
du hast natürlich Recht, mit dem Spiel für den Zahnkranz, aber nicht 2,5 mm. Ich habe den Rotor auf den Konus eines anderen Motors gesteckt, und sie da, er sitzt soweit drauf, dass nur so viel Spiel übrig ist, das der Zahnkranz sich frei bewegen läßt, mehr nicht, schätzungsweise ca. 0,5 mm wenn`s hoch kommt.
Natürlich weis ich, dass man einen Lima-Rotor nicht ohne Ende erwärmen darf, und 170 °C habe ich mich auch nur mit dem Mut der Verzweiflung getraut. Da aber der Rotor auch in Motoröl läuft, muß er auch etwas mehr wie max. Öltemperatur vertragen können, und die kann auch schon mal über 100 °C liegen.
Und was die Reihenfolge und Vollständigkeit der Teile anbelangt, so kannst du sicher sein das da alles in Ordnung ist. Vom Hauptlager aus gesehen: Scheibe, Nadellager für Zahnkranz und Zahnkranz. Dann der eigentliche Rotor mit dem Freilauf in dem der Zahnkranz läuft. Zum Schluss noch eine weitere Scheibe und die Mutter m14. Natürlich den Keil nicht vergessen.
Ich habe die Teile, probehalber,sowohl einzeln, nacheinander, als auch zusammengesteckt auf den Konus zu setzen, mit und ohne Keil das Ergebnis ist immer das Gleiche. Zum Vergleich ging das auf dem Konus eines anderen Motors (gehört mir leider nicht) ohne Probleme.



Könnte ne Raptor K- Welle sein mir draufgewürgtem Freilauf/ Polrad!

Das könnte den Abstand erklären, da diese eine andere Steigung in der Passung des Polrades/Freilauf aufweist.

Nur mal so als Idee für das Mysterium in den Raum gestellt !

stay mono!

Mattes





nee.
Der Kegel der Raptorwelle ist kleiner, nicht groesser!

b



....ich sach doch! "Frickeltips und Frickelschrauber" ;-))


was soll das?

b



nun zankt euch man nicht,
wer nicht wirklich Frickeln kann (nennt man auch Improvisieren) kann auch nicht richtig schrauben. den Improvisieren (frickeln) kann man nur dann, wenn man verstanden hat worum es geht. soviel zum Theme Frickeln usw.
Aber ehrlich, hätte ich es nicht selbst erfahren müssen, hätte ich auch gedacht "der spinnt..." hätte man mir so etwas erzählt.
was einfach SO abgeht, muss auch wieder dran gehen hatte ich immer gedacht.. errare humanum est.
Ich verfüge leider nicht über vollständig ausgerüstete KFZ-und Maschinenbau-Werkstatt. Mehr als eine Garage mit Otto-Normal-Schrauber-Equipment ist nicht drin. Also muß ich häufiger "Frickeln" (Improvisieren) um die Defizite im Werkzeugbestand auszugleichen. Ich habe also den Konus mittels der Rückseite einer Schieblehre auf Ebenmäßigkeit überprüft. Mit dem (sehr ungenauen) Ergebnis, das der Konus eine leichte, kaum spürbare Ausbuchtung nach Aussen zeigt. Diese könnte verhindern dass der Rotor bis zum Ende auf dem Konus rutscht. Als ob die welle mit dem Konus einmal gestaucht wurde. Ich möchte nur wissen, wie die Werkstatt damals den Konus drauf bekommen hat (die verweigert aber jede Aussage und will von nichts wissen)
Wenn mir aber jemand mit Sicherheit sagen kann, dass 2,5 mm Axialspiel am Zahnkranz völlig OK sind, dann mach ich mir weiter keine Gedanken und baue den Motor wieder zusammen.
Aber , ..allein mir fehlt der Glaube..



mit der Kante einer Schieblehre in guten Zustand kann man ohneweiteres auf "Geradheit" pruefen. Mache das sowohl mit dem Konus der K-Welle wie auch im Polrad.
Besser, besorge Tuschfluessigkeit ("Pariserblau") in einem guten Werkzeugladen sowie ein oder zwei nicht zu feine Laeppsteine.
Nach dem die Flaeche sauber und fettfrei sind, streich (oder spruehe) den Konus ein, lass trocknen und dann setze das Polrad richtig drauf aber ohne Keil und drehe es leicht , vielleicht 1/8 Umdrehung. An den erhabenen Stellen reibt sich die Farbe ab. Diese stellen muss man mit dem Laeppstein abtragen. Koennte sowohl im Polrad als auch am Konus sein. Dann nochmal von vorn das ganze.

Nennt man Tuschieren. War frueher im Maschinenbau gang und gebe. Kann man auch mit dem Schaber machen, war sogar die uebliche Methode, ist aber nicht so einfach.
2,5mm scheint auch mir etwas viel aber 0,5 eindeutig zuwenig. Zwischen 1 und 2mm habe ich in Erinnerung, gestehe aber nie richtig gemessen zu haben. Das Yamaha Werkstatt Handbuch macht keinerlei Angaben zu einer evt. kritischen Axialspiel and dieser Stelle.
Wenn man das Polrad auf den sauberen und leicht eingeoelten Konus drauf setzt, spuert man, dass es "wackelt"?
Wenn der Konus ballig ist, steht zu vermuten, dass man dem Radzieher beim Abnehmen mit einem sehr grossen Hammer nach Kraeften nachgeholfen hat. In diese Fall, muesste das Gewinde sichtbar nachbearbeitet sein. Geht die Mutter leicht drauf bis ganz hinten? Sofern grosser Hammer, ist's auch moeglich, dass der K-Wellenzapfen sowieso krumm ist. Da musste das aufgesetzte Polrad taumeln.



Hallo
könnte man nicht theoretisch das Polrad mit Ventileinschleifpaste
wieder auf der KW einschleifen ???

Robert



jein,

damit ist keine Gewaehr, dass der Konus wieder gerade wird - wenn es der Konus ist.

b



....@bill: Das bezog sich nicht auf dich! Aber wenn du dir den Schuh anziehen willst ;-))
Es ging eigendlich um die frickelei allgemein und an Bremse od Motor im Besonderen.
Gruß Gero

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