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Thema: Wo steckt MZ ?


Bleibt Dir natürlich unbenommen.
Aber ich denke, Du verwechselst da Ursache und Wirkung.

Die vorherrschende Meinung über die Firma, selbst hier, unter MZ-Fahrern, ist ein Resultat der MZ-Politik.

Die Marke hat den grossen Vertrauensbonus, mit dem sie nach Jahren der schlichten, aber gut konstruierten Zweitakter im Westen gestartet ist, einfach grausam verspielt.
Für den Ruf hätte eine neue Firma erst mal dreissig Jahre gute Moppeds bauen müssen.

Und dann das:
Halb fertig entwickelte Maschinen mit groben Verarbeitungsmängeln auf den Strassen.

Den guten Zweitakter Hals über Kopf auf den Müll geworfen.
Wenigstens bei den 125ern wäre da mit einem leistungsstarken, aber in der Produktion deutlich preiswerteren Aggregat was zu holen gewesen.
(Ich finde den kleinen MZ-Viertakter übrigens toll; dumm nur, dass er jetzt im Ausland gebaut werden muss)

Sämtliche guten Eigenschaften wie die extrem gute Wartungs-und Reparaturfreundlichkeit der alten "Emmen" sowie der nach all den Jahren der Abstinenz immer noch angeführte gnadenlos gute Kettenschutz würden bei Neuentwicklungen nicht berücksichtigt.

Man hat also mit der Vergangenheit gebrochen, ohne aber einen adäquaten Ersatz zu haben.

Dazu noch die ständig locker flockigen Sprüche von Herrn Korous, die sich selten mit der Realität deckten....

Das konnte wohl nicht gut gehen.

Gert



@Gert(ohne):

"Halb fertig entwickelte Maschinen mit groben Verarbeitungsmängeln auf den Strassen."

Kannst Du mir das mal erklären?

Schuld ist aber nicht nur die Informatinonspolitik. auch das System. Ich weiß das klingt schon wieder so geschwollen aber ist es nicht pervers das die BW Yamaha kauft und die Franzosen MZ? auch die Polizei kauft lieber FJR 1300 als eine MZ 1000S die gehen nach Asien. Wenn selbst "Staatsunternehmen" lieber im Ausland kaufen dann ist doch irgendwas falsch. Oder liege ich jetzt falsch?

MfG Marko



@Gert(ohne)
Die 125er Motoren werden weiterhin in Zschopau gebaut, es wurde oder wird eine Paralellfertigung in Malaysia aufgebaut.

Gruß Klausi



Noch eine Korrektur: die BW hat jetzt KTMs gekauft, eigentlich vom Regen in die Traufe, da die Yamahas wenigstens haltbar gewesen waer.

Korous ist die eine Sache und sicher ein Teil des Problems. Aber leider hat man bei MZ gar nicht mit der Vergangenheit gebrochen, jedenfalls nicht nach meiner Erfahrung und jeder Versuch wurde vereitelt, zuletzt den Christoph. Schade um ihn.
Bei meinen verschiedenen Begegnungen mit MZ, telephonisch wie vor Ort, waehnte ich mich in einer Ulbrich'schen DDR Behoerde - nicht dass eine Bundesdeutsche der 60er Jahren und auch bis heut im Einzelfall besser waer. Mit beiden hatte ich auch ein wenig Erfahrung. Aber 95 war MZ kein VEB mehr. Und auffallend war, dass die wie der alte Reuter (?Namensgedaechtnis!) aus der VEB Sportabteilung noch am ehesten eine Kundenfreundlichkeit an den Tag gelegt hatten. Um nicht zu sagen Begeisterung. Es waren eher die "mittelalten" deren gerade gut sich entwickelenden Karrieren durch die Wende ein jaehes Ende vorerst fand. Eine Beobachtung die ich z.B. in den Museen auch machen konnte, wo vergleichsweise gutbezahlte und qualifzierte Kraefte sich ploetzlich ihrer unkundbare ruhige Kugel davon rollen sahen. Und auch hier; aeltere wirklich gute Leute wie der Klaus Gernhardt in Leipzig waren nicht bei den "Verweigerern." Im Gegenteil. Es war natuelrich nicht auf die DDR beschraenkt. Solche wie Ungarin E.Fontana, jetzt Kuratorin in Leipzig, gehoert zum schlimmsten was der Museenlanschaft haette passieren koennen.
Jedenfalls die allgemeine Haltung bei MZ war eine solche; nicht der Kunde war hier gefragt, sondern er koenne sich gluecklich schaetzen, wenn man in der ach so wichtigen "Behoerde" Zeit fuer ihn faende.
Ganz junge, nicht gerade hoch-qualifizierte aber dafuer hilfsbereite und vor allem sehr freundliche wie die Jana Linke sind , wie der Christoph auch Geschichte. Hat sie auch zuviel Entgegenkommen an den Tag gelegt?

Frag mal bei den altgedienten Haendler mal nach ihren Erfahrungen nach - falls sie ueberhaupt noch MZ Haendler sind. Viele, gerade die wichtigen der Emme Zeit und die mit know how sind laengst abgesprungen. Hier gibt's nur noch den Guenther Wagenhals; frage ihn lieber nicht was er von der Firma MZ haelt. Kannst auch fragen was er von der ach so miserablen Skorpion haelt. Faehrt er selbst, obwohl er auch und vorallem Yamahahaendler ist. Eine 1000s hat er auch... Naja, Motostudio Reinecke verkauft auch die 125er...keine gute Adresse, jedenfalls was die Werkstatt anbelangt.
Probst, wo ich meine blaue 94 kaufte, und der schon in den fruehen 70ern hier in Lauffen den grossen europa-weiten MZ Treffen organiserte, gab 95 erzuernt und entnervt auf. Er fand zu recht, dass er sich das nicht antun muesse.
Karl Klumpp, der mir die Bimota zur Verfuegung stellt, will nichts mehr von der "Behoerde" MZ wissen. Die angeblich schlechten Motorraeder waren aber keineswegs der Grund. Auch nicht bei Probst.
Weber in Karlsruhe - viele kennen Heinz vom Treffen - vertritt MZ auch nicht mehr. Den kannst beim naechsten Treffen oder einem Besuch in KA mal fragen. Z.B. zur Skorpion, zur Testphase, zur letztendlichen Vermarktung, nach den aus Begeiterung und Ueberzeugung 100 bestellten Skorpione die er auf Grund der Tests in Spanien, bei denen er und sein Bruder selbst beteiligt war und nach dem Schock als dann die 100 ausgeliefert waren. Auch hier nicht vorneweg eine Frage der Fertigungsqualitaet, sondern des Regierens der "Behoerde," z.B. des bleischweren Schrotts von Grimeca statt den bei den Prototypen und Testmaschinen verbauten Bremboteilen. Nach dem ploetzlichen 20kg Mehrgewicht.
Fast schon ein Fall vom schweren Betrug.
Das solche Haendler die Lust verlieren, versteht sich vom selbst.
Jan Rosenau kennt den Laden von innen. Frag ihn bei naechsten Treffen ueber das wringen um jede Schraube bei der Entwicklung der 1000.

Es ist leider so, dass die private Firma MZ zum grossen Teil selber schuld ist.
Auch das Verhalten der deutschen Presse kann nur in diesem Licht gesehen werden. Wie man in den Wald ruft, so schallt's auch raus...

b



Tja..und jetzt?

Ich persönlich kaufe ein Motorrad oder Auto nicht wegen des Firmenemblems.
Da muß schon mehr hinter stecken.
Nicht umsonst habe ich einige hundertausend Kilometer auf BMW hinter mir.
Zu Zeiten, als ich noch kein Auto hatte und wirklich jeder Weg mit dem Mopped gemacht wurde; Sommer wie Winter.
Das wär mit den Japsen damals gar nicht möglich gewesen.
Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und vor allem: Verfügbarkeit von Ersatzteilen waren bei denen in den auslaufenden Siebzigern unter aller Sau.
Meine /5 oder auch die R26 hat mich (fast)nie im Stich gelassen.
Ich hab die 250er heute noch.

Da kann ich schon verstehen, das eine Behörde auch mal Motorräder von anderen Herstellern kauft, wenn der Lieferant vor der Tür (hier MZ) das Anforderungsprofil einfach verfehlt.

Trotzdem tut es mir im Herzen weh, wenn ich sehen muß, wie aus den Resten der einst größten Motorradfabrik der Welt ein kümmerliches zitterndes Häuflein Menschen geworden ist, das von Leuten regiert wird, die ihr Geld heute mit Motorrädern und morgen vielleicht mit Schweinehälften oder Erdöl verdienen.

Aber mehr, als ihre Produkte zu kaufen, wenn sie uns denn gefallen, können wir ja wohl kaum tun.
Der Rest muß einfach von denen kommen.

Vielleicht liest ja hier mal ein Verantwortlicher mit.

Gert



Tja..und jetzt?

Der Letzte macht das Licht aus und Dietmar geht für'ne Dresdner Personalleasingargentur nach Tschechien oder so.

War zu Anfangszeiten dieses Forums aber schon abzusehen.
Nachdem die dicksten Treuhandschnittchen umverteilt waren, ging MZ an die Asiaten. Mitsui (Yamaha)/ Hong-Leong erstickten die Gefahr einer weiteren erfolgreichen europäischen Motorradmarke (KTM krempelte zu diesem Zeitpunkt den US-Markt komplett um) im Keime. Typisch Japsen, immer für die Zukunft und die Ehre..., ganz im Gegenteil zu unseren bürokratischen Ver(t)rätern aus eigenem Gefilde.

Tja..und jetzt?

Jemand Hunger auf 'ne Banane?!





Mit den Händler hat es sich MZ wirklich selbst versaut.

Der Suzuki und ehemals auch MZ-Händler in Hahnstedt II meinte auch nur das er nur noch seine Bestände verkaufen will (hatte nur 125er) und danach aufhört da er es auch Leid war bei der Ersatzteilbeschaffung von MZ verarscht zu werden (hatte ein Quadteil haben wollen für einen Kunden. MZ meinte nur, dass es dieses Teil nicht einzeln gäbe und als der Kunde sich selbst anschickte einen "netten" Brief ans Werk zu schicken gab es eben dieses Teil urplötzlich doch und der Händler stand da wie ein Doofer). MZ konnte ihm bei der Einführung der neuen 125er Modelle zu Anfang noch nicht einmal die korrekten Anzugsmomente für die Zylinderkopfschrauben mitteilen. War aber sonst ein guter Händler!!!

An der 1000er hatte er überhaupt kein Interesse da das Teil nur zum Ladenhüter verkommen wäre.



Die Probleme, welche sich bei MZ manifestieren, resultieren offensichtlich aus Defiziten in der modernen Unternehmensführung. Null Kundenorientierung.

Die haben nicht begriffen, dass sie von den Japanern lernen müssen.

Ich frage mich, warum BMW die F800 nicht als 1000er herausgebracht hat. Am besten mit ABS 500 EUR billiger als die 1000S. Dann müsste sich MZ nicht so lange quälen.

Ich erspare mir ewige Auflistungen, wie man es eigentlich machen müsste und verweise auf Wikipedia.

>TQM<

So machen es die Japaner und nur so sind die verdientermaßen so erfolgreich geworden.



>>Consists of Yamaha motorcycle assembly and distribution in Malaysia. Hong Leong Group Malaysia also owns a German motorcycle brand "MZ", aimed to position Hong Leong Industries as a leading player in the design and engineering of motorcycles and to become a global manufacturer of quality motorcycles through superior engineering.<<

Von Hong Leongs hp. Die schreiben dort selber ganz locker weg, daß ihnen ein deutscher MARKENNAME gehört. Einzig darum geht es, nicht um eine Fabrik.

Bei BMW soll es jetzt beim Kauf eines neuen Motorrades einen Karton Windeln dazugeben. Das nenn' ich doch mal eine zielgruppenorientierte Marketingaktion!

Mit hanseatischem Gruß
Jörg



Bei BMW soll es jetzt beim Kauf eines neuen Motorrades einen Karton Windeln dazugeben. Das nenn' ich doch mal eine zielgruppenorientierte Marketingaktion!


Bei MZ wäre eine Packung Taschentücher angebrachter.
Die können sich dann Händler und Kunde teilen.



Von Hong Leongs hp. Die schreiben dort selber ganz locker weg, daß ihnen ein deutscher MARKENNAME gehört. Einzig darum geht es, nicht um eine Fabrik.


Traurig, so verkommt das Firmenemblem zum Sticker, den man auf allen Schrott pappen kann.
So hat man schon die Namen Horex und Kreidler getötet.
Das ging in beiden Fällen gerade mal ein Jahr gut, dann war der Name für immer verbrannt.

Bei BMW soll es jetzt beim Kauf eines neuen Motorrades einen Karton Windeln dazugeben. Das nenn' ich doch mal eine zielgruppenorientierte Marketingaktion!


Wenn Du Dich mal da nicht täuschst!
Bei dem Alter der heutigen BMW-Fahrer wird es wohl eher so was sein:
http://www.attends.de/content.asp?LanguageId=49&Part=man&ContentId=73

Gert



Bei MZ wäre eine Packung Taschentücher angebrachter.
Die können sich dann Händler und Kunde teilen.


Ja, um das ganze Sperma (hey Mirko, darf ich doch sagen, is doch biologisch naturwisssenschaftlich, oder .?!) nach einer Tour mit der MZ aufzuwischen!

"Die BMW-Windeln sind eine Weiterentwicklung zum ABS, weil man herausgefunden hat, daß sich BMW-Fahrer egal welchen Alters trotzdem noch vor jeder Bremsung in die Hose scheißen..."(Quellle: Rickmantreffen Aug.06- irgendein ein alter Knacker mit 'ner Einzylinder Velocette).





Kopf hoch, wird alles super, weiß gar nicht was ihr jammert:

Das "MZ-Management" äußert sich doch am 17.08.06 konkret:

"MZ ist bereit für neues Wachstum, unterstützt durch die kürzlich durch unseren Gesellschafter getroffene Entscheidung, in den kommenden 2 Jahren eine Summe von 6 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Modelle für den deutschen Markt, aber auch für ausländische Märkte zu investieren. Wir planen, das erste dieser neuen Modelle Anfang 2007 auf den Markt zu bringen."

Quelle: http://www.mz1000s.de/cgi-bin/click.system?act=news&navid=&id=167&sid=8736983

Neue Modelle? Von "kürzlicher" Finanzspritze bis "Anfang 2007" entwickelt? Vielleicht ne neue Skorpion (Replica Replik) ...

Grüße
Ronald



Meine Fresse, was für ein Deutsch:

"... blicken gespannt in die kommenden Jahre, indem wir uns mit wieder gewonnener Konkurrenzfähigkeit und neuen Produkten als Global Player in der Motorradindustrie etablieren."

Quelle: http://www.mz1000s.de/cgi-bin/click.system?act=news&navid=&id=167&sid=8736983

In die Zukunft blicken, indem man sich etabliert. Ich dachte dasgeht mit Glaskugel.





"Die BMW-Windeln sind eine Weiterentwicklung zum ABS, weil man herausgefunden hat, daß sich BMW-Fahrer egal welchen Alters trotzdem noch vor jeder Bremsung in die Hose scheißen..."(


Ui. Ui. Da hat aber ein MZ-Fan Hass auf BMW Fahrer.
Fan kommt von Fanatiker.

Man muss aber zugeben, dass es unter den BMW Fahrern viele sogenannte Wiedereinsteiger gibt, die an jeder Ampel mit den Füßen rudern, wie ein Kleinkind, das gerade vom Dreirad aufs Fahrrad mit Stützrädern umgestiegen ist.
Die sollten sich wirklich mal ein Sicherheitstraining leisten.

Ich denke, es ist genau so cewl, mit einer BMW einen R1 Heizer in der Kurve abzuledern wie mit einem übergewichtigen, untermotorisierten Einzylinder. Es verwundert mich immer wieder, welch geringe Kurvengeschwindigkeiten die großen Rennvierzylinder mit Breitreifen trotz spektakulärer Schräglage fahren.



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