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Thema: Offene D.I.D.-Kette vernieten


Beim Neukauf der D.I.D.-Kette habe ich versehentlich eine offene Version erwischt. Natürlich besitze ich kein D.I.D.-Vernietwerkzeug, also habe ich das Kettenschloss gefettet und eingefügt, das Schließblech mit Beilagen beigezogen und die am Ende hohlgebohrten Stifte mit einem großen Körner "geweitet". Hat jemand das Original-D.I.D.-Vernietwerkzeug und kann beschreiben, wie das arbeitet?



Hallo,

kauf Dir ein Clipschloss von DID dazu. Das ist ist wesentlich billiger als ein Vernietwerkzeug und funktioniert ebensogut. Ich habe auch ein Clipschloss eingebaut. Bei Bedarf geht die Kette so auch viel leichter zu demontieren.

Gruß Andreas.



Clipschloß reich für die 50 RP (RennPonny`s) locker aus!
Besser und günstiger Meterware von Götz ohne O-Ring



@Gero,
wie lange halten die nach Deiner Erfahrung und wie schmiert man die am besten? Ich habe aus div. Gründen seit kurzem auch eine Standartkette drauf. Nach der Ausfahrt beim Treffen(ca. 200km) war bereits metallischer Abrieb sichtbar und ich mußte danach schon Nachspannen. Ich öle jetzt so aller 50km, dementsprechend sieht auch die Karre aus. Überlege ob ich mir einen Scottoiler zulegen sollte.
Gruß
Uwe



Überlege ob ich mir einen Scottoiler zulegen sollte.


Ich habe ein ähnliches System an meiner Tour.

http://www.kettenoeler.com/

Im Prinzip ist der Vorteil dieser Systeme nicht die kontinuierliche Schmierung, weil die nur sehr schwierig einzustellen ist und stark von der Umgebungstemperatur abhängt.

Durch die Verwendung von z.B. Stihl Kettensägenöl wird die Kette aber besser geschmiert als von dem klebrigen Zeug, das in Tuben verkauft wird und eh nur den Dreck anzieht.
Das Hinterrad ist bei mir nicht mehr verdreckt als mit Kettenspray aber man bekommt das abgeschleuderte Öl problemlos ab. Ausserdem nimmt das Kettensägenöl den Dreck mit, wenn es abschleudert und hält so die Kette einigermaßen sauber. So kann sich nicht die Schleifpaste bilden, die man an Ketten findet, die mit Kettenspray "geschmiert" werden.

Bei Regen dreht man das Schmiersystem weiter auf und kann so mehr schmieren.

Im normalen Betrieb würde ich sogar vollständig auf das Schmiersystem verzichten und nur bei jedem Tankstopp per Spritze oder Pinsel etwas Kettensägenöl auf die Innenseite der Kette geben (mit Hauptständer auch kein Problem).

Bei Standardketten braucht man erheblich mehr Öl und hat dann auch erheblich mehr Sauerei. Die Zugfestigkeit einer Standardkette sollte nicht wesentlich unter der einer empfohlenen Dichtringkette liegen.

Durch das verhältnismäßig dünne Kettensägenöl läuft auch eine Dichtringkette sehr leicht und kostet so weniger der kostbaren PS (ich habe eine 520er RK W-Ring Kette eingebaut). Ich sehe eine Standardkette darum nicht als gute Lösung an. Den Durchhang meiner Kette habe ich vor über 4000km das letzte mal nachstellen müssen.
Vor dem Einbau eines Kettenölers oder der Verwendung von Kettensägenöl muss man das herkömmliche Kettenfett möglichst vollständig entfernen, sonst gibt es eine ziemliche Sauerei, weil das Kettensägenöl es auflöst und es dann abschleudert.



danke lieber Torsten, Du bist ja echt konstruktiv geworden*fgg*.
Das mit der Standardkette sehe ich auch mit gemischten Gefühlen. Aber die ist halt ganze 2,5mm schmaler, und ich bin jung und brauche den Platz(zum "170"er Hinterreifen:-). Das mit dem Kettensägenöl hab ich schon mal gehört, werde ich probieren. Dein Link erschwert mir nun wieder die Produktentscheidung, denke aber die werden sich nicht viel nehmen.
Gruß
Uwe



Du bist ja echt konstruktiv geworden*fgg*.

Ich passe mich in der Regel dem Niveau an.

Bei der Produktentscheidung spricht für den Kettenöler, dass er elektrisch angesteuert wird und so notfalls auch ausgeschaltet werden kann. Meiner ist ans Abblendlicht gekoppelt. Der Scottoiler arbeitet, so bald der Motor läuft. Das kann im Stadtverkehr schon mal zu viel sein.
Ich überlege aber, das Regelventil stillzulegen und die Kette bei Bedarf mit einem Taster (vielleicht mit einer einfachen Verzögerungsschaltung) zu "fluten".
Weniger gut finde ich den großen Hartplastiktank am "Touring" Kettenöler. Der ist nicht direkt undicht aber er schwitzt konstant Öl raus. Am besten nimmt man dafür einen guten Pendeltank für Modellflugzeuge (Kavan ist sehr gut). Die gibt es in vielen Größen und Bauformen.
Man sollte keine Silikonschläuche verwenden, da die mikroporös sind und den Unterdruck im System aufheben. Das führt zum Auslaufen. Beim Kettenöler werden Teflonschläuche mit hochwertigen Schnellverbindern mitgeliefert.

Ich habe mir den Scott Dual Injector zugelegt, bin aber wieder zur einseitigen Dosierung zurückgekehrt (eine Seite stillgelegt), weil der Dual Injector immer über Nacht leergelaufen ist (kein Unterdruck zwischen den beiden Auslässen).
Der Dosierer vom Kettenöler ist sehr robust und wird demnächst mal, zusammen mit einem Modellflugzeugtank, angebaut.

Konstant richtig dosieren ist nur mit hohem technischen Aufwand möglich, wobei ich sogar das bezweifle.
Es gibt Lösungen mit Temperaturfühlern und sogar mit geschwindigkeitsabhängiger Regelung und Feuchtigkeitssensor.
Wer so etwas halbwegs störungsfrei zum Funktionieren bringt, lässt sich natürlich ungerne vorwerfen, es wäre nicht optimal und hätte technische Schwächen.

Zum Einbauen braucht man in jedem Fall ein bisschen Kreativität kombiniert mit handwerklichen Fähigkeiten.

Hier sind noch ein paar konstruktive Links (war auch alles schon mal hier im Forum):

http://www.mccoi.de/

Der hier macht aus jeder Stahlschwinge eine "Gold-Wing":

http://www.cls200.de/

Der Kilopreis für Gold dürfte noch unter dem dieses Stücks deutscher Weltraumtechnik liegen.

Lieferumfang Kettenöler "Touring 2"







ob von Goetz oder sonst wo, ist die klassische offene Kette immer billiger, aber nicht besser per se. Eine wirklich gute Kette ist immer besser, eine 0815 Industriekette eben nicht. Ob man die Guete wirklich braucht, ist eine andere Sache. Ich denke ja, aber das ist ur meine unmassgebliche Meinung, hier schon oft geschrieben.
Eine DID520 ERT ist besser als irgend eine "normale" O/X/W-Ring Kette von den grossen dreien oder Goetz oder...
Sie liegt mit der Zugfestigkeit auch hoeher als so ziemlch jeden andere 520er Kette. Wie ueberhaupt: eine gute offene Kette ist nicht schwaecher als eine Dichtungskette, im Gegenteil. Das sie schmaehler baut, liegt nur an die fehlenden Dichtungen. Da sie aber aus wesentlich hoeherwertigen Materialien hergestellt wird, ist sie entweder leichter bei gleicher Festigkeit oder staerker bei gleichem Gewicht.
Diese Kette fahre ich im Rennerle mit Klipschloss.
Auf aehnlichem Niveau liegt die DID 520ERV, eine X-Ring Kette die wirklich auch leicht laeuft und leicht ist. Die habe ich seit 18 Monaten drin, ca 10tkm Sommer wie Winter und Kettenachspannen ist gar kein Thema. Sie wird regelmaessig mit "Antlantic Fahrradoel"per Hand geoelt und abgewischt.
Weder ihr noch dem Alu Kettenblatt sieht man was an.
Von DID gibt's fuer die X-Ring Ketten kein Klipschoss. Sie sollen/muessen vernietet werden. Mit dem Koerner auftreiben genuegt wenn der flach genug angeschliffen ist. Ich selber benutze das DID Werkzeug dazu.
Hier sinbd alle Daten ueber die verschiedene DID Ketten:
http://www.didchain.com/specs.htm
Was aber Torsten zum herkoemmlichen Kettenoel und die daraus entstehende "Schleifpaste" trifft die Sache ganz genau. Das ganze ist aber hier im Forum oefters besprochen worden.

b



Den Scottoiler kann ich nicht empfehlen, ich hatte das Teil fast 2 Jahre an meiner Tour, er hat nie richtig funktioniert, entweder zu viel Öl oder gar keins. Habe das Teil entsorgt ist eh unnötiges Gewicht. Lieber mit der Hand ölen, ich nehme weißes Kettenspray.



@Bill: Ich habe aber ein original DID-Clipschloss mit X-Ringen eingebaut. Also gibt es diese doch!

Gruß Andreas.



Was nun das D.I.D.-Vernietwerkzeug genau mit dem Nietschloss macht, hat mir noch niemand mitgeteilt.
Gruß und stets gute Heimkehr
Andilescu



Das Werkzeug öffnet und verschließt D.I.D.- Ketten indem ein Niet raus bzw. wieder reingenietet wird. Das Prinzip entsprcht dem von Fahrradketten (dafür gibts so ein Werkzeug auch)

Hier das Werkzeug und eine kleine Beschreibung, grad im Angebot:

http://www.louis.de/_3014db8c4913d02fa152990a6a47a9557d/shop/shop_dispatch.php?article_context=detail&artnr_gr=10003136&anzeige=0&back_url=%252F_3014db8c4913d02fa152990a6a47a9557d%252Fshop%252Fshop_dispatch.php%253Farticle_context%253Dsearch%2526searchterm%253Dnietwerkzeug%2526cmd.x%253D0%2526cmd.y%253D0

Gruß
Ronald





ich kann nur sagen, dass fuer die von mir aufgefuehrten Ketten, DID kein Clipschloss anbietet. Siehe auch die Liste in dem Link weiter oben.



lt. Wieres kann man aber die DID-ERT doch mit Clipschloß ordern(nennt sich dann ERT2), die ERV nicht. Meine Standartkette(auch DID) für ca.30EUR hat nach deren Angaben knapp 1/4 der Laufleistung der ERT(70EUR). Das erklärt wohl auch mein frühzeitiges Nachspannen. Also nicht's gespart, war auch nicht unbedingt meine Absicht, mehr ein erster Versuch bzw. eine Notlösung zu Gunsten meines "Eisdielenreifens" ;-), der wie ich wohl schon mal erwähnt hatte, und ich sehr gern nochmal darauf verweisen möchte, knapp 170mm breit ist:-)) Über die Unsinnigkeit brauchen wir nicht reden, ich steh nun mal drauf.
Aber im Ernst, ich vermisse nicht viel an Handlichkeit, zumindest klappt das Einparken noch ganz gut, s.u.




die ERT ist eine offene Kette, also ohne Dichtungen - habe ich a ja geschrieben- und die gibt's natuerlich mit Schloss.

steht ja alles auf der Seite:


b

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