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Thema: Erfahrungen und herbe Kritik


hallo ihr skorpiontreiber,
auf der heutigen ausfahrt mit einer leistung von 324 km
hab ich immer wieder in den motor reingehört u. nach den stromkabeln irgendwie gefühlt, das zündschloss hatte ich
auch vor augen...!!C:
ergebnis: ist nix passiert,das ding lief wie immer in den letzten 13 jahren !!weiß also nicht,wieso man mit dem ding brassel hat.vielleicht liegst ja auch nur am vielen u. unnützen rumbasteln?C:C:
übrigrens: 50er einbereichsöl fahre ich nicht!!das ist mord!!
der motor war noch nie offen, klar der ölverbrauch liegt auf ca. 1000 km bei 1,5l. macht aber nix, kommt immer nur ein mehrbereichsöl aus einem baumarkt rein, 5l für 4teuros.
gruß an alle, mike the bike



AJS-Zylinderköpfe überm Lagerfeuer...- wurde die Kopfdichtung dann aus'ner Bisamratte geflochten ?? Und trug der Fahrzeugeigner vielleicht ein Marschmelonenimplantat im Kopf ???
Dann kenn ich den !!!!
Viele Grüße von Jörg !!!



Übrigens kenn ich keinen Zweitakt-MZ Motor der 100000 km halten würde.


Dirk Wildschrei(Ziehsohn von "Ente") öffnete einen Motor mit einer Laufleistung von 197000 km. Da versagte das untere Pleullager seinen Dienst.

Hermann Moeker fuhr sein Gespann mit einem Motor 120000 km.

Die Technik ist sicher nicht die beste gewesen, aber die 100000 km-Marke keine Seltenheit.





Die Technik ist sicher nicht die beste gewesen, aber die 100000 km-Marke keine Seltenheit.


Mmmmh....
Wenn ich mich noch recht erinnere, waren es bei der Emme gerade die Lager (gefolgt von Simmerringen und Elektrik), die aufgrund der sozialistischen Mangelwirtschaft von äußerst minderer Qualität waren.
Nicht umsonst gabs im Westen einen Guru, der in seinem Zubehörangebot mit genau diesen Sachen die Neckermänner entsozialisierte.
Hab auch gehört, das ältere Jahrgänge besser gewesen sein sollen.

Über Fahrwerk, Gebrauchstüchtigkeit und vor allem Reparaturfreundlichkeit gabs aber aber wohl nix zu meckern.

Was ist übrigens aus der Zweitaktproduktion geworden, die meines Wissens nach in die Türkei verkauft worden ist?

Ich meine mich dunkel zu erinnern, das ich auch mal so ein türkisches Derivat auf einem Bild gesehen hab.
Danach aber nie wieder.

Gert



197000 km? Mag sein.

Definiv nicht mit dem, was in der DDR rumfuhr. Lager, Simmerringe und Elektrik, Gert schreibt das auch, sind die bekannten Fehlerquellen (in der Garage steht ne TS 250, da sifft es fröhlich raus). Klar, alles war wartungsfreundlich und relativ einfach zu reparieren. In welchem Handbuch findet man heute technische Zeichnungen zum Bau von Spezialwerkzeug?
Aber zur Wartung brauchte man ja auch dann und wann mal ein Ersatzteil, da wurde der Ärger dann bekanntlich noch größer. Aus meiner Sicht werden die vermeintlich "guten alten Zeiten" auch durch solches Glorifizieren nicht besser. Und die Produkte auch nicht.

Grüße
Ronald



Die Probleme mit den Simmerringen wurden nach der Wende erst richtig schlimm. Der neue Sprit hat die zersetzt.

Das hatte ich auch an Vaters TS150 (Sprit im Getriebeöl) und am S51 (Standgas bei 5000 U/min).



Problem der Simmeringe war deren Aushärtung, weil der Kautschuk/Nylon/Gummi immer mieser (mehr gestreckt)wurde. Damit stiegen die Ausfälle der Simmerrinmge.
Andererseits stiegen die Geburtenraten.




Die Probleme mit den Simmerringen wurden nach der Wende erst richtig schlimm. Der neue Sprit hat die zersetzt.


Das Problem war mit der Wende erst gelöst. Durch den Einsatz der braunen Vitonringe. Bei allen Fünfgangmodellen ohne Zerlegung der Gehäuse zu wechseln.

Definiv nicht mit dem, was in der DDR rumfuhr. Lager, Simmerringe und Elektrik


Richtig. Aber das Material wird jeder mit ein wenig Verstand und Vernunft nicht mehr verbauen. Ist heute noch alles zu bekommen. Und vom Nachbauschrott ganz zu schweigen.

"Geiz ist Geil" entscheidet über 50000 km Laufleistung, und das wegen 100 €.

Eine KW im ordentlichen Fachbetrieb regeneriert, gepaart mit Lagern aus deutscher Qualitätsproduktion (FKS) mit Lagerluft "C3" und der feinen Zutat der "Inalager" für Nadellager und Getrieberäderlagerung ist die alte Emme nicht kaputtzubekommen.

Und die Elektrik ist definitiv besser in Schuß zu halten als die der Skorpion. Da gibt es keine Sicherungen und Dioden, die im "Kabelbaum" eingearbeitet wurden.

Viele Grüße

PS: Ich würde meiner ETZ eher einen Langstreckentest zutrauhen als meiner Skorpion. Ist halt so.





Die Vergleiche sind ja an sich schon müßig, aber wenn dann auch fair:

"Aber das Material wird jeder mit ein wenig Verstand und Vernunft nicht mehr verbauen. Ist heute noch alles zu bekommen. Und vom Nachbauschrott ganz zu schweigen."

Ich habe von dem Material geredet, was ausgeliefert wurde. Sowohl Zweitakter als auch Skorpion. Alles andere ist ja völliger Quatsch. Die Qualität ist bei der Skorpion deutlich besser als bei allen mir bekannten Zweitaktern (von ES bis ETZ).

Logisch, ich krieg heute eine nicht gekannte Haltbarkeit in so ziemlich alles. Aber das muss ich schon selbst in die Hand nehmen. Ich kann die Elektrik verbessern. Ich kann Lager und Dichtungen verbessern. Viele hier sind ja mit Verbesserungen beschäftigt. Aber so kann man keine Qualität vergleichen.

Mit den Zweitaktern bin ich öfter stehen geblieben als heute mit der Skorpion. Da war dann die simple Technik angenehm, klar. Schöner wäre es gewesen, wenns gefahren wär. Ich wollte damals die Freundinnen nicht so sehr mit Schrauberkünsten beeindrucken, sondern wäre lieber angekommen ...

Grüße
Ronald





Hallo,

auch ich muß mal ein paar Berichte aus der guten alten Zeit zum besten geben:

1987 habe ich mir eine TS 150 BJ 1975 für 100 (Ost)Mark gekauft. Die fuhr und fuhr und fuhr. 2x Plattfuß gehabt. Ansonsten keine weiteren Pannen, auch nicht im Regen!!!

1993 dann eine ETZ BJ 1983, die hat schon 600 (West)Mark gekostet.
1 Kurbelwellenlager in Östereich gekuppt gegangen ( ich weiß gleich so ein kapitaler Schaden ) dann noch 1x Plattfuß. Auch die fuhr immer auch im Regen ohne zu zucken.

Auch meine S51 Elektronik hat nie Ärger gemacht auch nicht im Regen!

Ich weiß gar nicht warum immer alle so auf die Empfindliche Reaktionen bei Regenfahrten schimpfen. Ich kenn sowas gar nicht. Selbst meine Reifenpannen waren immer bei Sonnenschein.

Da machen mich die "Vorsichtsmaßnahmen beim Skorpion schon ehr zu schaffen: bei Regen nicht auf dem Seitenständer, kein Super, Benzinhahn nicht vergessen zu zumachen.

Aber zum Schluß will ich noch sagen: Ich habe alle meine Mopeds gliebt, wahrscheinlich auch zu wenig gepflegt, und fahre gern weiter MZ. ABER EINS WEISS ICH GENAU: NIE WIEDER EINEN ( SO GROßEN ) EINZYLINDER. Dafür bin ich einfach zu alt. Aber wenn noch einer eine 250iger MZ zu veschenken hat,: ICH NEHM SIE GERNE!!!

MfG Marko



>Da machen mich die "Vorsichtsmaßnahmen beim Skorpion schon ehr zu >schaffen: bei Regen nicht auf dem Seitenständer, kein Super, Benzinhahn nicht >vergessen zu zumachen.>
huh? Seitenstaender bei Regen? na nu
Was soll da sein? Das habe ich noch gar nie gehoert, von niemanden. Das erste was ich von der Tour weggebaut habe war der Hauptstaender. Spaeter dann auch die Halterungen dazu weggeflext.
In 12 Jahren ist mir das Ding kein einziges Mal umgefallen. Umgeschmissen schon, vom rueckwaerts parkendem Auto.

Kein Super? Wieso nicht? Wegen des Portmonnaies vielleicht aber nicht wegen des Motors. Eine andere Frage ist's, ob's was bringt und die kann, dank 5-Ventilkopf, definitiv mit nein beantwortet werden. Selbst die neue R6 mit ueber 200PS Literleistung verlangt nur Normalbenzin.

Ich zuminest mache den nicht mehr vorhandenen Benzinhahn nie zu, bei der Tour nicht, bei der SZR nicht.

Regenfahrten? Weiss nicht - ist sehr unangenehm, irgendwie nass und kalt auch im Sommer, aber deshalb stehengeblieben bin ich glaub ich noch nie. Zumindest nicht mit der Skorpion.

Mit der Motobi oefters wenn der Gegenverkehr den Gischt in den offenen Vergaser ...
Dasselbe wie voriges Jahr in Lueckendorf wo der Regenguss die offenen Vergaser mit wasser vollaufen lies. Meine Schuld. Haette ich die Stoepsel nich drin gehabt...
Aber selbst im stroemenden Regen mit offenen Vergaser ist ist mein Rennskorpion nicht stehengeblieben.

---------
Momentan habe ich meine 70+tkm Tour teilweise auseinander. Revision sozusagen. Den Motor habe ich teilzerlegt. Was soll ich sagen? Die Gleitlager der Nockenwelle sind noch wie neu, Ventile und Ventilfuehrungen noch akzeptabel. Kurbelwellenlager und Pleuellager auch gut. Das Zylinder lasse ich jetzt +0,5mm aufbohren und hohnen weil ich mich entschlossen habe, den WISECO 11:1 100,5mm Schmiedekolben einzubauen. Erster Uebermass sozusagen. Kein Aufbohren eigentlich. Waer aber vom Verschleiss her nicht noetig. Das Zylinder muesste nur nachgehohnt und neue Kolbenringe montiert werden. Es ist alles durchaus im guten Rahmen.
Unangenehm war mir der Oelverbrauch und das heftige Panschen was mit Druck im Kurbelgehaeuse zu tun hat. Deshalb die Revision ueberhaupt.
Der Schwachpunkt des XTZ Motors ist das Getriebe, besonders der 2ten und der 5te Gang aber ich hatte bereits das Getriebe gegen eines der SZR sowieso getauscht. Dennoch werden einige sich erinnern koennen, wie laut bei mir der 2ten Gang schon beim ersten Treffen war.
Ander Skorpion selbst?
Schwingenlager noch die ersten.
Lenkkopflager noch die ersten.
Kunststoff Beschichtung blaettert hie und da ab aber rechte Rostnester gibt's keine.

Bekanntlich ist so ziemlich alles andere meinem Verbesserungsdrang zum Opfer gefallen, teils aus bekannter Not - Kabelbaum;
teils zum besserem Handling und Sicherheit - Raeder und Bremsen.

b



... bei der Benzinhahnfrage kommen wir wohl nie auf einen gemeinsamen Nenner.

techn. Fakten:
Das Spritniveau in der Schwimmerkammer wird durch ein Ventil geregelt. Dieses wird über den Schwimmer gesteuert. Genug Sprit in der Kammer > Ventil zu.
Wenn das funktioniert ist der Benzinhahn uninteressant. Braucht man aber z.B. zum Abbauen des Tanks. Allerdings verschleißt das Ventil. Dann läuft der Vergaser über. Hat aber auch nichts mit Benzinhahn an sich zu tun.

Super? Wozu denn? Das ist doch kein Nachteil, das man das nicht muss? Es ist doch auch kein Nachteil, dass ich eine ETZ nicht mit Diesel fahren sollte?
Wenn es wegen der Membran ist: Laubsäge und einen Distanzring gesägt. Dann geht auch Super. Oder noch besser dieses Ultimate-Hyper-Super-brennt-viel-besser-Zeug. Falls man wie dieser Autorennfahrer mit dem roten Auto rumfahren will (wegen dem tank ich nie bei Shell, aber das gehört hier nicht her).

Gestern war ein Interessent für die Suzuki da. Hab bei dieser Gelegenheit mal den Motor laufen lassen: Choke und starten. Musste ne Weile orgeln. Lief auch nicht gleich willig, aber sprang an. Alter Sprit, Jahrgang 2005. Aus der Schwimmerkammer.
Es muss eine andere Ursache haben, das einige Modelle so unwillig starten.

Viele Grüße
Ronald





@Bill: Marko meint mit "bei Regen nicht auf dem Seitenständer" bei der Skorpion sicher die Tatsache, daß die Wasserablaufbohrung im Tankverschluß (zumindest bei älteren Baujahren) vorn ist. Und da kann es passieren, wenn die Skorpion auf dem Seitenständer steht, daß die Ablaufbohrung höher liegt und Wasser eher in den Tank gelangt als über den Abfluß. Soll bei Starkregen und schlechter Tankdichtung schon mal passieren.
Die Ablaufbohrung soll bei den neueren dann links (in Fahrtrichtung) gewesen sein. Hat jemand eine linksseitige Ablaufbohrung? Habe/ hatte selbst alle nur vorn.



Hi Folks!
Da bei mir der Hauptständer irgendwie überflüssig war, habe ich mir das Thema mal angenommen.
Die Sache mit dem Ablaufloch stimmt, die Änderung war wohl erst so 98-99 im Tank drin. Habs bei einer 99er mal gesehen.
Wie gesagt, kein HStä mehr. also muss was passieren. Den Tankdeckel hatte ich schnell zerlegt und dann eben den Kanal auf der linken Seite zu gemacht. Der Effekt war, dass ich liegen geblieben bin....
Grund: Der Deckel hat eine Be- und eine Entlüftungsöffnung, jeweils mit Gummiventil. Deshalb wird links der Tank belüftet (saugt dann das stehende Wasser auch noch an..) und rechts entlüftet. Lange Rede, kurzer Sinn: einfach den Tankdeckel "verkehrt" herum einsetzen (Schlossklappe geht dann nach hinten auf, nicht nach vorn), dann passiert gar nichts. Funktioniert bei Bines Moped seit einem Jahr und Laternengarage im letzten voll verschifften Sommer ohne Mucken.
Grüße
Bernd



Ich hatte auch immer Probleme mit dem Wasser im Tank. Bei MZ gibt es einen Dichtungssatz für den Tankdeckel zu kaufen. Als ich den abgeholt hab, hab ich zum MZ-Mann gesagt: Da ist viel mehr drin, als ich haben wollte. Soviel ist bei mir gar nicht verbaut. Er: Kann sein, aber das sollte da alles rein. Der Dichtsatz ist erweitert worden, um die Wasserproblematik zu beheben (war im letzten Jahr).

Da ich inzwischen immer vor erreichen der Reserve tanke, kann ich nicht sagen ob es wirklich hilft. Aber mal als Hinweis.

Grüße
Ronald



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