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Thema: Kerze verrußt


Hallo zusammen,

an meiner Tour verrußt die Kerze so, dass der Leerlauf leidet und sich nicht mehr einstellen lassen will; Kerze und Lufti sind neu, Ventilspiel frisch eingestellt - wer hat Tips?

Gruß

INgo



Fahren. Nicht nur im Leerlauf tuckern lassen.

Jut, im ernst.
Eigentlich ist es ja so, das der Leerlauf eingestellt wird und dann auch so bleibt. Wenn die Kerze verrußt ist es sinnlos, den Leerlauf darauf neu einzustellen.

Verrußt: zu viel Sprit (Vergaser falsch eingestellt, Choke klemmt), oder zuviel Kurzstrecke für den Wärmewert der Kerze. Was für eine Kerze ist drin? Wie fährt die Tour ansonsten (beschleunigt ohne zu stottern oder nicht, springt gut an wenn kalt?). Immens hoher Spritverbrauch? Hast Du vorher was am Vergaser gemacht oder kam das von allein?

Nach Deiner Beschriebung bleibt fast nur der Vergaser, erster Tipp ist der Chokezug, der gern klemmt.
Ansonsten beschreib mal bitte näher.

Mahlzeit
Ronald



Hallo Ludger,

es scheint der Bowdenzug bzw. die Anreicherungsmechanik im Vergaser zu sein; der Bowdenzug wird zumindest nicht zurückgezogen, sondern läßt sich ohne Widerstand ca. 1 cm hin- und herschieben, außerdem springt der Motor praktisch ohne Choke an und nimmt sofort Gas an. Das Problem kam übrigens plötzlich und trat auch bei Landstraßenfahrt auf. Ich nehm nachher mal den Tank runter und schau mir die Mechanik mal an!

Gruß

Ingo



Ludger?!? Egal

Tank kann dran bleiben. Brauchst nen 12er Maulschlüssel, damit kannst Du den Chokekolben nach entfernen der Gummitülle rausschrauben.

Um den Kolben ist ein Nullring, den kritisch betrachten.

Viel Erfolg
Ronald



Hallo Ronald,

mein Namensgedächtnis war schon immer schwach, entschuldige, und beim Beantworten war mir nur ein eher ungewöhnlicher Vornamen in Erinnerung!
Den Kolben habe ich nicht rausgenommen, da mir der Bowdenzug sehr hakelig erschien und nach Schmierung problemfrei läuft, wie ich allerdings mit einem Gabelschlüssel da rankommen soll, ohne den Tank abzunehmen, kann ich mir nicht recht vorstellen! Der Verbrauch war in der Tat wesentlich höher als sonst, heute musste ich nach 200 km auf Reserve gehen, die Kerze ist aber offensichtlich wieder frei, da die Leerlaufdrehzahl stabil bleibt bzw. erstmal gestiegen ist!
Was kann man eigentlich gegen die abgenudelten Muttern im Tank machen? Ich schraube jetzt immer den u-förmigen Bügel am Rahmen ab, aber die recht Freude ist das auch nicht, da der unter Spannung eingebaut ist.

Gruß

Ingo



>Was kann man eigentlich gegen die abgenudelten Muttern im Tank machen? >Ich schraube jetzt immer den u-förmigen Bügel am Rahmen ab...<

Join the club!
es geht schon zu reparieren. Hab's mittlerweile einige Tanks gemacht; hatte auch hier im Forum angeboten, alles zum Harzring mitzubringen aber niemand reagierte darauf. Also hab ich' auch nicht mit.
Es gibt von Wuerth ein 2-Komponenten Klebstoff fuer Thermoplasten ("schwarzer Verkleidungskleber"):
Klebst-KST-2K-Fast 08935003
die 50ml Einheit kostet 27€ + Man braucht aber auch die Pistole und die Mischrohre. Diese kosten auch und die Rohre sind Einmalprodukte, da der Klebstoff darin aushaertet. Weiteres Problem: Wuerth verkauft nur an Selbststaendigen. Also am besten, sofern nicht selbstaendig, in der Werkstatt Deines Vertrauens fragen, ob er das Zeug hat. Von meinen dreien hatte Karl Klumpp es vorraetig und mir empfohlen; den ersten Tank hab ich bei ihm gemacht und er hat nichts verlangt. So muss eine Werkstatt sein (hier Aprilia Haupthaendler, hatte zu DDR Zeiten auch MZ, war mal Rennmechaiker fuer Kamike-Gustl Reiner, der die 500 Suzi fuhr zu Zeiten von Kevin Schwantz)
wieauchimmer
Tank ab; entleeren und trocknenlassen; die angegossenen Mutter(n) schraeg von unten anbohren, sodass man sie festkeilen kann um die Schrauben los zu kriegen (hier gehoert auf gar keinen Fall Loctite hin, ist aber meist die Ursache); falls noetig, die Loecher aufbohren, damit die Mischspitze rein passt ( ein 2tes Loch ist ratsam, damit die Luft entweichen kann, falls man versehentlich den Tank anbohrt, macht das auch nichts - wird ja wieder zugeklebt) ; gefettete Schrauben reindrehen, damit man die innere Buchsen drehen kann; die Pistole zur Hand, rein ins Loch und Schraube drehen -wiederholen innerhalb von ein, hoechtens zwei Minuten und Loch auffuellen. Das Zeugs ist ziemlich schnell, also gut vorbereitet sein.
Nach einer halben Stunde, kannst Du den Tank wieder anbauen.
Nach einer Stunde Benzin rein und Fahren.
Kein Loctite - nirgends eigentlich oder hoechstens extrem sparsam. Drehmomentschluessel ist weit besser. Wenn Man Probleme hat mit Losruetteln der Schrauben die man oefters aufmachen muss(Tank eben oder Verkleidung), Schraubenkopf quer durchbohren und Federsplint durchstecken oder andrahten.
Noch was: Alle Schrauben die wichtig sind (Bremsscheiben, Lenkerbruecken, Kettenrad mit 10.9 Qualitaet ersetzen. Inbus nur dort nehmen wo noetig, Beim Kettenrad Schrauben und Mutter durch M8x1 10.9 oder 12.9 ersetzen und mit Drehmomenttschluessel anziehen:
http://www.oldtimerfreunde-heidelberg.de/0765anzugsmomente.htm

b
b



Hallo Ingo,
das Tankbefestigungsproblem ist hinlänglich bekannt, Bill hat ja aufgeschrieben, wie man es richten kann (werde ich auch mal machen müssen)

Den Choke-Kolben kriegt man ohne Tankabbau raus, zugegeben ist es eine fummlige Sache. Sicher auch abhängig vom Handdurchmesser ...
Den Kolben mittels Maulschlüssel nur lösen, rausdrehen geht dann mit spitzen Fingern. Ist auf jeden Fall schneller als den Tank abzubauen.

Grüße
Ronald



Danke für die Tipps!

Ingo

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