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Thema: Tuning - Sinn und Unsinn, ganz persönlich


Hallo Leute,
nach jedem Treffen unseres kleinen Freundeskreises, wie jüngst beim Bergrennen, steige ich mit einer Gewissheit aufs Motorrad: Ich muss die Skorpi tunen. Leistung, Drehmoment, Drehzahl! Der ultimative Landstraßenfeger!
Ich habe mich ja mit einigen von der Rennerles-Fraktion (Bill, Willy, Jörg) darüber unterhalten, und das nicht zum ersten Mal. Doch spätestens bei den Gesprächen in Lückendorf merkte ich, dass ich nicht einmal weiß, was genau ich will. Mehr Leistung brauche ich gar nicht. Hohe Drehzahlen sind mir eher zuwider. 178 Kilo sind eigentlich leicht genug. Ich bin im Prinzip zufrieden mit meiner Maschine.
Dazu kommt, dass es das Patentrezept für Skorpion-Tuning (in der Bedeutung des Wortes: Feineinstellung) nicht zu geben scheint. Als Ergebnis eines solchen Tuning stelle ich mir vor: ein nutzbarer Drehzahlbereich von 2500 bis 7500/min mit dem bekannten Skorpion-Punch in der "Mitte", wie ich ihn bislang bei keinem anderen Single erlebt habe. Dazu keine Verbrauchsänderung (meine nimmt immer unter 5,5 l/100 km).
Als Mittel zum Zweck wurden mir genannt: andere Vergaser, verbesserte Serienvergaser, Tuning-Nockenwelle, Kopfbearbeitung, Ausbau der Ausgleichswelle, größere Krümmer, weniger Gewicht. Alles richtig, keine Frage. Doch wo sollte ich beginnen? Bringt schon eine Einzelmaßnahme etwas? Welche wirkt am besten? Und wie hoch ist der Aufwand?
Ich fahre keine Rennen. Ich besitze nicht einmal eine Stoppuhr. Ich will nur genussvoll über die Landstraßen schwingen. Vielleicht sollte ich mich von dem ganzen Tuning-Gedanken verabschieden. Wenn der Kettensatz verschlissen ist, werde ich es mit einem 41er-Alu-Kettenrad versuchen. Das kann ich ausnahmsweise selbst montieren, es sieht schön aus, ist auch leichter (besonders bei drehender Masse nicht unwichtig) und die kürzere Übersetzng sollte den Motor noch etwas besser fahrbar machen.
Mal sehen: Vielleicht habe ich ihn dann ja schon, den ultimativen Landstraßenfeger!

Jan



Moin!
Wichtigster Schritt ist und bleibt die Bohrung! Hubraum ist durch NICHTS zu ersetzen! 102 Bohrung und einen leichten Kolben. Dann hast du genau das was du suchst!!! Nix mit Vergaser/Nocke etc.! Hör nicht auf das gesabbel das man noch am Vergaser was machen muss! Probier erst mal! Könnte dir leihweise Kolben und Zylinder g.G. zum testen überlassen.
Gruß Gero



Jan, Das sind gute Ueberlegungen die Du da machst. Ich mache mir die gleichen Gedanken, obwohl ich z.zt. keine Strassen Skorp habe. Ich mache auch kein Rennen, und will nur genussvoll ueber die Piste brettern, und moeglichst viele Ducatis oder GSXRs ueberholen! Ich habe nicht alles $$$ der Welt, und so muss ich auch ueberlegen, was bringt the "most bang for the buck."

Zylinder Bohrungen waere das letztes, das ich machen wuerde. Wenn ich viel mehr Hubraum haben wollte, wurde ich gleich 'ne andere Machine kaufen. Vor 10 Jahren, als der Skorpion neuer war und im Racing mehr eingestzt war (jedenfalls hierzulande) hatte das Sinn, richtig Kohle in den Motor reinzuschaufeln.

Fuer die Piste oder fuer die Strasse gleich, will ich die Staerken der Skorpion ausnutzen: leichtes Gewicht und sehr gutes Handling. Das kann verbessert werden durch ein viertel der Kosten von Zylinderarbeit. Umgekehrt, hat es kein Sinn, ein 720 zu haben, ohne die verbesserten Gabel und Federbein...

Dazu gibt es sowieso viel zu viele "Bikers" die die vorhandene Kraft im Moped nicht ausnutzen koennen. Ich kann es auch nicht immer, alle 48 Pferde beherschen, und ich fahre 10 x im Jahr auf der Piste. Dazu finde ich auch, das so mehr Horsepower man hat, desto schwieriger es wird, sie auszunutzen. Ein nicht sonderlich talentierter Fahrer wie ich hat mehr cornerspeed (und auch MEHR SPASS) dadurch das ich mehr von dem Potenzial des Motorads ausnutze. Dadurch gelingt is mir, auch ab und zu viel viel groessere Tiere zu erbeuten. Aber ich weiche vom Thema ab...

Also, moeglichst Gewicht abbauen, ein bisschen Etwas vom Wilbers holen, und ab geht die Post! Es gibt erfahrene Skorpionisten, die raten wuerden, leichtere Raeder zu holen also 1. performance enhancement. Hoffentlich gelingt das mir auch.

Ubrigens, 1. September Wochenende soll ich zu ein BMW Treffen im Fingerlakes Region New York fahren. Ein Kumpel wird meine /5 fahren, und ich ueberlege die RT125 zu nehmen! Wenn Du es durch alle Baltische Laender und Carlo aus Cuxhaven es zum HarzRing Treffen geschaft habe... Ihr seit mein Vorbild!

Happiness is dependant on our ability to be grateful.

MFG Chris




Hallo Chris,
freut mich, dass Du der kleinen RT die grossen USA zeigst! Das wuerde ich auch gern mal machen.
Viel Spass!

Jan



Hallo,

Genau was Chris sagt: Gewicht abbauen und zu erst das farh verhalten und strasselagerung verbessern.
Wen du mer und besser bodenkontakt hast kan man sneller um die kurven, also das ungefiederst gewicht abbauen(das heist leichtere radern zum beispiel diese carbon vorderrad. Es gibt leichte magnesium oder Carbon rädern von DYMAG der kan man so ohne umbauen direct austausen.

http://www.dymag.com/index2_e.html



Und dies als hinterrad



Vorteil von das ist: geringere radialmasse,weniger kraft zum umlegen von der machine, sneller acceleration und bremsen, sneller reagieren von federung.
ABER es gibt auch nachteilen: Die standard fedrung ist abgestimt auf die richtig "heavy" MZ radern also man MUSS die FEDERUNG ANPASSEN un da gibt es nur ein möglichkeit hinter ANDERE schock mit high un low speed einstellung und VORNE GABEL AUSTAUSEN oder umbauen gegen etwas wo man der ein und ausgenende dämpung einstellen kan.
Baut man nur die rädren ein dan kriegst du richtig serieuze problemen, Mirko has das leiter mit schade gelernt auf der harzring. Er hatte NUR ein andere WP Gabel eingebaut als er die leichtere radern eingebaut hat. Folge das hinterteil war nicht auf das leichtere hinterrad abgestimt un das hat zum folgen das die hinterfedrung nicht snel genug ausfederd und in lange oder snellere curven "aus bottemd" kein federung mer und ab geht der post und das hinterrad hat kein boden haftung mer folge sturtz. ALSO das MORAL man kan problemlos der federung andern, gibt so wie so sin auch beim standard Skorpion, ABER wen du leichte rädern einbaut MUSS man die federung auch andern.

Mein Skorpion.
TechnoMagnesio Radern Vorderrad minus 2.5kg, Hinterrad minus 5kg, Gabel WP Upside Down RCMA RACE mit feder vor einstellung eingehende dämpung in 8 steps, ausgehent in 18 steps.


Hintershock TechnoFlex(Wilberts) ausgehend in 21 steps eingehend LOWSPEED 21 steps und HIGHSPEED 21 steps, und einstelbare höhelagerung.

-



Das Motorblock is immer noch standard.

Und zum letzt habe ich jetz Michelin Pilot Power reifen untergelegt. Die haben ein Aramide carcas aufbau un sind damit leichter als die reifen die standard stahl carcas aufbau haben. Und sie wärmen auch sneller an un haben dual compound, mitte ist härter als die seiten for bessere haftung in die curven, ich bin richtig happy mit diese reifen viel besser noch als die Michelin Pilot Sport.

Gr. Raymond




Hallo Jan,
nach Lückendorf und Emmenrausch bin ich ja sofort in den Urlaub abgeüst, und gerade zurück. Logisch: Erst mal das Skorpion-Forum checken.
Mein Rat an Dich: Lass es bzw. sie , wie es (sie) ist. Du hat 'ne Replica, was willst Du mehr? Ein super Fahrwerk mit WP USD, voll einstellbar. Doppel-Brembos und ein Motor, der mit 2PS mehr (;-)angegeben wird, was wohl an der (schönen) Auspuffanlage liegt. Und fährt wie Sau, was Du ja in Lückendorf selbst "erfahren" hast.

Natürlich kann man (und frau) auch solche feinen Umbauten wie Jörg machen, erste Sahne, aber das schafft nicht jeder. Ich ziehe den Hut vor Jörg. Denn es muß auch immer schön, also ästhetisch proportioniert sein.

Dein Kettenrad ist übrigens schon Alu, ist bei den Replicas so Serie. Und 39er ist auch O.k.

Einzelmaßnahmen bringen kaum etwas, das kann Dir Bill sicher am Besten erklären (und hat es ja auch immer gesagt). Ich selbst habe bei meiner Replica nur Bernd Lischos Vergaserkit drin, eher "vorsorglich", da ich das Problem bei der Sport hatte, und damit gelöst wurde. Aber, das Kit bringt sowieso KEINE Leistungssteigerung, es gleicht ggf. das Membranquellen aus. Hatten wir aber hier im Forum schon zur Genüge.

Also fahr und freu Dich Deiner Skorpion-Rep so wie sie ist.

Gruß aus der Oberlausitz




Danke für die Blumen, Jürgen.
Hinsichtlich der Replika sehe ich das ähnlich. Wenn dann eines Tages doch mal eine Motorrevison fällig ist, könnte man zum Übergrößekolben (mit etwas höherer Verdichtung vielleicht...) auch noch eine Stage 1 Nocke springen lassen. Die sollte zusammen mit den 32er Krümmern der Sebring besonders gut funktionieren. Die Originalvergaser könnte man darauf abstimmen. Dann noch die serienmäßigen, produktionbedingten Kanten im Kopf egalisieren und fertig. Mit etwas Glück hast Du dann 55 Pferdchen bei geringem finanziellen Aufwand. Aber wie gesagt, erst wenn der Motor eh nach einer Überholung schreit. Vorher einfach fahren, fahren,fahren.....

Ich hab'heute übrigens zum ersten Mal meinen Motor ANGEKICKT.
Nach Lückendorf hab' ich den Serienmotor gleich rausgeschmissen und gegen den Kickermotor (Fotos auf Ronalds hp) getauscht. One Kick only! Ohne Scheiß. Aber nun steht die Abstimmung des Vergasers bevor und heute (Sonntag) haben mir die spießigen Nachbarn einen Strich durch die Rechnung gemacht....

Wollen die uns in Lückendorf nächstes Jahr wirklich nicht wieder haben !!!???!!!;-)))))

Gute Nacht
Jörg



Hallo Leute,
also, Konsequenz war noch nie meine Stärke... :-)
Ich fahre Ende Oktober mal ins schöne Lauffen am Neckar, um in dieser Sache etwas weiterzukommen.
Sicherlich wird die Replica nachher noch genauso aussehen, dabei bleibts, keine Sorge.

Grüße

Jan



Lieber Jan,
ich denke das ist eine gute Idee. Da bist du und dein Moped in allerbesten Händen.
Einen besonderen Gruß an Bill.
Der hat mir im letzten Winter per E-mail und Telefon und durch Teilelieferungen sehr bei meinem Umbau geholfen (leichtere Räder). Das hat sich wirklich gelohnt!
Gruß Ansgar

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