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Thema: Öl |
Moin moin,
bei meiner Sport steht mal wieder ein Ölwechsel an, und daher würd es mich interessieren, ob man wirklich Kupplungsprobleme bekommt, wenn man z.B. 10W40 Auto-Motoröl dafür nimmt anstelle des völlig überteuerten speziellem Motorradöls. Es muß ja nicht gerade so´n Leichtlaufzeug mit Molybdän ausser Raumfahrt sein.
Hat das mal wer ausprobiert und kann mir aus eigener Erfahrung davon abraten? Das die Werkstätten lieber ihr teures Öl verkaufen wollen und einem daher Schauergeschichten von rutschenden Kupplungen erzählen ist ja klar...
Und wenn ich das Autozeug probehalber reinkippe und es tatsächlich zum Kupplungsrutschen kommt, hört das wohl nach Spülen mit Motorradmotoröl wieder auf?
Viele Grüße,
Ulf
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Ich benuetze Castrol 10W/60 Auto Oel. Gibt's bei Obi zum Beispiel. Wird aber nicht als Motorrad Oel von Castrol gefuehrt und ist oder zumindest war nicht bei den Motorradlaeden zu haben.
Was das Oel angeht, wenn Du meinst sparen zu koennen oder muessen, nur zu! Die Rechnung wird sich presentieren.
bill
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Moin Bill,
es geht mir nicht ums pure Sparen, aber ich hab auch keinen Bock, unnützer Weise das 4fache auszugeben.
Ich werd mal im Baumarkt nachsehen, Obi gibs hier oben allerdings nich...
Danke!
Der Ulf
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Ich finde die Motorrad-Spezifisch Oels sind nicht viel mehr als Marketing und unnoetiges $$$. Ich benutze seit Jahren Mobil 1 Voll-Synthetisch 15-50, und 10-30 in den ganz kalten Monaten. Mobile 1 ist immer unter den Besten im Vergleichstests, gehoert zur Kosten Mittleklasse ($5.00/quart/liter) und ist ueberall erhaeltlich. Kein Thema mit Kupplung Rutchen. Wirklich.
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Ave,
melde mich jezze das erste mal in diesem Forum (das beste wo gibt)
Meine Sport Seriennummer ...65 seit 74 TM km. billgstes "Raps"destillat. Alles Original,nur Ventile eingestellt...
Meine Honda CBR 1000F mit Dating 1987 hat jezze echte 234267 km runter.
mit genau dem gleichem Schmierstoff von den billigsten Erzeugern.Alles Original nur Einstellungskram.
Öelwechsel war auch nur angesagt, wenn das Urlaubsgeld auf Kasse lag.
Meine Devise lautet: Lass dem Motor sein Leben. Änderungen, Wegen jeder Kleinigkeit "aufmachen" und anderer teurer Schnickschnack is was für Schönwetterfahrer mit dickem Geldbeutel
Meld mich jezze wohl öfter. Echt jezze
Euer Zwenn
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Ich fahre ein Mineralöl 15W50 von Motul 9,90 EUR/l. Ein 10W40 fürs Auto bekommst Du bei uns nicht unter 7EUR(Valvoline). 15W40 ist manchmal sogar teurer. (Preise für Literflaschen, in der Masse spart man natürlich) Zu den Additiven müßte man mal einen unabhängigen Fachmann befragen.
Einen 4-fachen Preisunterschied kann ich nicht nachvollziehen. Da gehe ich lieber auf Nr. sicher und bleib bei meinem Motorradöl.
uwe
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Hallo Uwe,
Du hast recht.
Getriebe etc ist auf jeden Fall höheren Beanspruchungen unterlegen. In der Additivzusammensetzung unterscheidet sich das "Motorradöl" schon. Es unterliegt allerdings auch nur den ganz normalen Rictlinien wie jedes andere Motorenöl auch.
Gerade bei extrem hochdrehenden Motoren müssen die Scherstabilität und die Viskosität bei unterschiedlichen Motortemperaturen gewährleistet sein.
Im Zweifel zu Gunsten des bestimmt "besseren Öls", doch glaube mir, hier wird Kohle gemacht.
Es gibt eine Richtlinie dass alle handelsüblichen spezifischen Öle untereinander mischbar sein müssen.Bei älteren Modellen wegen evtln. Aufquellenmder Dichtung sind jedoch manchmal synt. Öle tödlich.
Ich fahre wirklich das billigste vom billigstem und Laufleistungen meiner Kräder ohne Ende. Dabei hab ich noch nicht einmal die Wechselintervalle eingehalten
Zwenn
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Hallo Ulf
Den Einsatz von Automotorölen, na ja, könnte man versuchen, aber das Zeug ist auf Motoren abgestimmt. Motorradmotoren haben aber in der Regel noch eine Kupplung im Öl schwimmen und obendrauf noch ein Getriebe im Hintern. Da fängt das Problem an. Der Motor hält das Autoöl sicher locker aus. Das Getriebe knackt aber die Ölmoleküle eines Motoröles auseinander(Schehrfestigkeit) wenn die Zahnradflanken übereinander gleiten. Dann wird es nach kurzer Zeit immer dünnflüßiger. Dann wäre da noch die Kupplung, die mit ihrer Reibung für mächtig Hitze sorgt und ihren Abrieb im Öl lässt. Für all diese Probleme bei Motorradölen werden spezielle Additive beigemischt. Wenn man das alles addiert, könnte es nicht sogar sein, das reine Automotoröle überteuert sind? Ulf, Hand aufs Herz, bei Polo gibt es Motorradöl für €8,95 den 5 Liter-Kanister. Da würde ich keine Experimente machen.
Gruß Mike
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Hi Ulf,
ich weiss nicht was man in den Motor kippen muss,
das die Kupplung rutscht.
Die Werkstatt die so was erzählt ist ein Märchenland,
und kein Fachbetrieb.
Ich selbst benutze billigstes Baumarktöl 1,25 euros / liter,
alle 6000 Km oder 1 mal im Jahr ölwechsel.
Aus meiner sicht sind die Motorölhersteller mir bisher den Beweis schuldig geblieben, die vor und nachteile der verschiedenen Öle mir zu verdeutlichen.
Nachwachsende Ölprodukte ist die Zukunft.
Eine Ganze Industrie geht Bankrott,
wenn der Verbraucher weiss, das er sich auch auf andere Produkte verlassen kann.
Stell dir vor, es gibt Länder die verkaufen Öl,
und keiner kauft es Ihnen ab.
gruss Ludger
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hi Ludger,
jeder hat wohl seinen ganz eigenen Grund eine Skorpion zu fahren. Meiner ist ein rel. preiswertes Freizeitvergnügen. Sicher kann man überall sparen (Zeit zum Sondieren braucht man aber auch, die Forumtipps sind da die beste Hilfe) aber die ganzen anderen Kosten, wie Verbrauch, Reifen, Zubehör, Tuning, (kette ist nun auch dran) sind ja so reichlich, daß mir momentan die Kosten für einen "vorschriftsmäßigen" Ölwechsel nicht unbedingt an den Arsch gebacken sind. Das kann sich aber in unserem herrlichen Teutschland auch ganz schnell für mich ändern. Man trifft sich dann bei OBI.
mit proletarischem Gruß
uwe
*g*
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egal für welches öl du dich entscheidest: filter nicht vergessen.
bei louis 3,45 in der billigeren (funktionierenden), kann man online bestellen. (öl übrigens auch)
grüße an alle
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Und ausserdem: Auch das Reinigen des Grobsiebes beim Ölwechsel nicht vergessen. Ist erstaunlich, was sich da (manchmal) so anfindet ...
Gruß aus der OberLausitz
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Die Öldiskussion wird seltsamerweise immer von jenen am aggressivsten geführt, die sich nur bei ihrem Händler und der Werbung informieren.
Ich glaube, nach jahrelanger Erfahrung mit Motoren, die eine hohe Laufleistung erreicht haben sagen zu können, dass dünnes Synthetiköl (z.B. 5W50 oder 10W60) das schlechteste ist, was man in seinen Motor kippen kann.
Was auch immer irgendwelche Theoretiker von Schmierfilmfestigkeit usw. erzählen ist meiner Meinung nach nur gut gefälschte Statistik.
Ich habe z.B. mit dem berühmt - berüchtigtem Castrol Formula RS mit 10W60 nur schlechte Erfahrungen gemacht (weil ich damals auch so naiv war und der vollmundigen Werbung und der Fachpresse, die alles nachgeplappert hat, geglaubt habe).
In einer Kawasaki GPX600R hat es defekte Nockenwellen verursacht (was mittlerweile dazu geführt hat, dass Kawasaki solche dünnen Öle nicht mehr empfiehlt).
Eben so hat es bei meinem Honda Accord 2.0i bei einer Laufleistung von 60000km zu einer eingelaufenen Nockenwelle geführt (der Abrieb fand sich zum Teil als schwarze Schicht auf dem Ventildeckel wieder). Das Problem wurde mir dann von einem erfahrenen KFZ - Mechaniker bestätigt, der die Empfindlichkeit bestimmter Hondamotoren gegenüber zu dünnem Basisöl, wie es bei Synthetiköl üblich ist, bestätigte.
Ich habe darauf hin an meinem Honda Accord die Nockenwelle und die Kipphebel wechseln lassen und auf Mineralöl mit hoher API-Spezifikation (höher als API SG) und 15W40 im Winter sowie 20W50 im Sommer umgestellt (nicht von Castrol, sondern meist das Liqui Moly in den blauen und roten 5l Kanistern also nicht sehr teuer).
Bei mittlerweile 240000km ist kein weiterer Verschleiss an der Nockenwelle aufgetreten. Seit dem habe ich mir das überpenible Öl Wechseln abgewöhnt und die Intervalle teilweise verdoppelt. Ich denke mal, dass der, mittlerweile 180000km alte Keilriemen als erstes verrecken wird.
Auf der Rennstrecke habe ich viele Kilometer mit einer Kawasaki ZX9R (ZX900B) zurückgelegt. Alles volles Rohr mit Liqui Moly ohne, dass der Motor, speziell an den Nockenwellen, Verschleiss zeigte (bei 33000km).
Motorkonstrukteure verlassen sich sicherlich darauf, dass der Schmierstoff eine gewisse Mindestdickflüssigkeit aufweist, die eine hydrodynamische Schmierung sicherstellen soll. Dafür sorgen sie durch konstruktive Maßnahmen dafür, dass das Öl nicht zu heiss wird. Somit sind auch schlechte Öle verwendbar (für meine ZX9R war sogar API SF erlaubt).
Ist das Öl zu dünn, wird es an den Schmierstellen, die nicht von einer Lagerschale umschlossen sind, z.B. Nockenwellen weggedrückt und dann läuft Metall auf Metall...
Ausserdem läuft dieses ÖL in der Winterpause gerne vollständig ab und bildet keinen haftenden Schmierfilm, der beim ersten Start nach längerer Pause zur Schmierung bereitsteht (oder glaubt ihr etwa an das Märchen vom superschnellen Saft, der durch die Leitungen rast und sofort da ist?).
Für Motorradmotoren, besonders Einzylinder und ganz besonders luftgekühlte Motoren, würde ich immer dickes Mineralöl nehmen (20W50), das mindestens API SG erfüllt (erhöhte Scherfestigkeit). Harleys fahren ja teilweise mit 50W Einbereichsöl.
Überlegt mal genau, woher ihr euch im Bezug auf Motoröl eure Meinung bildet. Aufgrund von Werbesprüchen, gesponsorten Zeitungsartikeln und sehr theoretischen, speziell ausgesuchten und meist vom Hersteller gelieferten Diagrammen oder aufgrund echter Erfahrungen und Vergleiche aus der Praxis.
Da erhebt man gerne mal als, nach eigener Ansicht, gut informierter Konsument den Zeigefinger und warnt vor dem billigen Mineralöl.
Ich behaupte hier einfach mal, dass der Verschleiss bei Motorradmotoren mit einem dicken Mineralöl wie LM 20W50 API SG geringer ist, als mit dünnen synthetischen Ölen.
Der Kolben/Zylinder und das Getriebe (5.Gang) wird es euch danken.
Mit schmierigen Grüßen
Stoneweapon
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Kann ich nachempfinden.
Benutze auch nur preiswertes Marken-Standardöl.
Hab mal ne Zeit auf einer SRX Castrol vollsynthetisch gefahren. Außer dem Rennstreckengeruch und dem etwas leichteren Ankicken bei kaltem Motor lag der Unterschied nur im deutlich höheren Preis.
Die XBR meiner Freundin wurde mit dem Zeug unfahrbar, da schon bei mittlerer Gasstellung die Kupplung gnadenlos rutschte.
Bin danach wieder auf mineralisch umgestiegen.
Übrigens fahre ich auch mein Auto mit handelsüblichem Öl.
Trotz 130PS/l seit 130.000 KM ohne Probleme.
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Stoneweapon, wer auch immer das ist, spricht mir aus der Seele.
15/40er Liqui-Moly kauf' ich im 20l Gebinde f. gute 3€/l.
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