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Thema: Wasser im Vergaser |
folgendes nur, weil ich es mal loswerden will und als mögliche ursache bei künftigen fehlern.
die skorpion hat einen parkplatz im freien, ist also wind und wetter ausgesetzt. wetter bedeutete ja bis vor kurzem vor allem regen. am letzten sonntag wollte ich dann mal los, es war ja endlich kein dauerregen mehr. alledings endete die faht nach wenigen minuten mit erst stotterndem, dann ausgehendem motor. werkzeug war nur wenig da, ich wollte ja fahren. nach einigem gefummel hab ich mal sprit aus dem vergaser abgelassen: oh, da ist ja viel wasser drin. na nun ist es ja raus. nicht ganz. also mit öpnv nach hause, auto holen und zur garage, werkzeug holen. etwa fünf liter sprit aus dem tank in einen kanister (in der hoffnung, damit auch mögliches restwasser aus dem tank zu kriegen) vergaser auseinander, wieder reichlich wasser gefunden. einbau und start: geht ja prima. also schnell los, damit das krad in heimische gefilde kommt. lächeln macht sich breit, allerdings nach kurzer fahrt, wieder stottern. kam aber so bis nach hause. wieder wasser. plane drüber, hab ja noch die suzuki, dann eben füße nach vorn beim fahren und nicht nach hinten.
werd heute mal den restsprit ablassen, vergaser wieder reinigen und neuen sprit kaufen. als mögliche fehlerquelle hab ich das belüftungsloch herausgefunden, wenn das krad auf dem ständer steht, läuft das wasser da ja prima rein (was für ein bekloppter ing.), in einer woche kommt da was zusammen. den deckel werd ich mal drehen.
positiv: ich bin sauschnell im vergaser aus- und einbau.
wässrige grüße
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Das Problem kenn ich, vor allem beim Umschalten auf Reserve...
Kleiner Tipp: ´Nen Schuß Spiritus in den Tank, der bewirkt, daß sich das Wasser im Sprit lößt und sich nicht so stark im Vergaser absetzt, daß der Motor streikt.
Der Ulf
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@Ronald: Der Ing. war gar nicht so blöd, das kleine Löchlein führt über einen Schlauch DURCH und nicht IN den Tank (kommt rechtsunten am Anschluß raus und dann über Gummischlauch nach unten ins Freie), um Wasser, das sich in der Vertiefung sammelt, abzuführen bevor es über den Rand in den Tank läuft. Wenn Hauptständer benutzt wird sollte es funktionieren, bei Seitenständer müsste es eher links sein ...
1. Wenn das Löchlein aber zu ist, läuft so oder so irgenwann das Wasser über die Kante (trotz Gummischeibe am Verschluß) in den Tank. Den Deckel (das mit dem Tank verschraubte) kannst Du eben wegen dem Ablauf nicht drehen.
2. Aber da drunter sind 2 (in worten: ZWEI) Nullringe, wenn da einer oder beide fehlen, läuft es sehr schön durch das Löchlein in den Tank ... siehe auch Thema "Tank Skorpion" vom 30.05.04
Wahrscheinlicher ist eher 2.
Zu Hause im Freien immer mit Plane etc. abstellen ...
Gruß aus der Oberlausitz
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Ich nochmal,
Ronald, kannst du mir dann vielleicht sagen, wie und in welcher Reihenfolge ich den Vergaser am besten ausbaue und was man dabei beachten sollte?
Danke,
der Ulf
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hallo jürgen,
recht hast du. aber das loch ist offen und die nullringe sind beide da. trotzdem war reichlich wasser drin, egal, jetzt ist es ja raus. deckel drehen ist nicht drin, hast du ja auch beschrieben.
@ ulf
vergaserausbau: brauchst 10er schlüssel, 12 schlüssel und schlitz/ kreuzschraubendreher, inbus für schwimmerkammer, schwimmerkammerdichtung (hab ich aus dichtungspapier selber geschnitten, kein problem, papier gibts z.b. bei louis)
sitzbank ab, seitenteile ab, kippen und kerzen aus, benzinschlauch ab (kleckert etwas), tank runter, da ist er zu sehen. , die anderen schlaüche auch, merken wo die ran müssen,
bowdenzüge aushängen,
choke ausschrauben (12er), den bowdenzug kannst du dran lassen.
es führen je zwei gummischläuche in den vergaser (vom luftfilter) und aus ihm heraus (zum zylinder), die schläuche halten den vergaser auf seiner position. die vom luftfilter kommenden müssen ab, bei mir sind da schellen mit schlitzschrauben, lösen. dann den schlauch rausfummeln, bissel kraft aber: keine gewalt.
jetzt hängt der vergaser nur noch in den vorderen schläuchen, da kannst du ihn einfach rausziehen. die öffnungen zum zylinder mit nem lappen verschließen, da wäre dreck nicht so gut.
der vergaser liegt in deinen händen.
lappen unterlegen, achtung, im vergaser ist noch sprit, also nicht auf dem esstisch machen. schwimmerkammer öffnen (vier schrauben unten), den schlauch zur anderen vergaserseite ab, den sprit weg, da ist das wasser drin, wenn welches drin ist. reinigen, düsen duchpusten, auch das schwimmernadelventil (geht gut mit einem passenden schlauch, der wird auf die spritzufuhr gesteckt, wenn der vergaser in der einbaulage gehalten wird, muss da luft reingehen, da ventil offen, wenn du den vergaser auf den kopf stellst, muss es dicht sein). neue dichtung, deckel wieder drauf. achtung, am vergaser ist ein etwa pfenniggroßer nullring, darauf achten, dass der da bleibt wo er ist (den siehst du).
neben der schwimmerkammer ist ne ablassschraube (im anderen vergaserteil, schlüsselweite m10) die rausmachen, drunter ist eine düse, geht mit schlitzschraubenzieher raus, auch mal durchpusten, schraube wieder rein.
jetzt von oben:
großen deckel ab (vier kreuzschrauben), der deckel ist federbelastet, also festhalten. da drunter ist erwähnte feder und die oft hier besprochene, gern quellende membran mit der schimmernadel. die rausnehmen, vorsichtig damit umgehen und auch reinigen, der kolben muss leichtgängig sein.
umbau umgekehrt, membran hat ne nase, im vergaser ist eine entsprechende passung, damit ist die einbaurichtung klar. wenn zur hand, die kreuzschrauben durch passende inbusschrauben (m5x15) ersetzen, die kreuzschrauben sind der letzte murks)
kleinen deckel ab
jetzt wird die beschreibung schwerer. du siehst eine kreuzschraube an einer art hebel, die raus, der hebel lässt sich auf seiner welle jetzt verschieben. den hebel anheben befördert einen kleinen kolben nach oben. da sind zwei sicherungsringe dran, den oberen der beiden abmachen (VORSICHT, nicht verlieren, der muss ja wieder dran) jetzt kann man den kolben von dem hebel abfummeln, bissel gewackel ist notwendig, aber wieder: keine gewalt. kolben raus, reinigen umbau umgekehrt. ABER: das teil, auf welches der kleine sicherungsring kommt, kann nicht einfach in das loch gesteckt werden, da ist ne feder von unten drin (im kolbenteil), diese muss runtergedrückt werden (inbusschlüssel oder kleiner schraubenzieher).
einbau vergaser wie ausbau, nur andersrum, alle schläuche wieder dran, tank rauf und dann testen. (ich hab gestern 35 min für alles gebraucht, hab ja übung)
zum schluss:
ich hab das aus dem kopf aufgeschrieben, ich hoffe, ich hab nix vergessen. das geschriebene soll eigenes denken nicht ersetzen. an einen vergaser gehört kein öl (an die wellen oder so)! und auch keine kippe, ist besser, nicht nur für die körperbehaarung. und sauberkeit ist wünschenswert, am strand würde ich das nicht ohne unterlage machen.
bilder des vergasers in explosionsdarstellung (doch geraucht :-)) findest du bei http://www.xt600.de/xt_werkstatt/+special/-special-vergaser/vergaser.htm
auch eine klasse funktionsbeschreibung.
ein vergaser ist keine hexerei, also frisch ans werk.
viel erfolg!
und zum schluss:
meine fährt mit neuem sprit wieder, wochenende kann kommen.
wasserfreie grüße
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Hi Ronald,
vielen vielen Dank für die ausführliche Beschreibung!
Wenn die Teile endlich da sind, bekommt mein Vergaser ein neues Innenleben sowie die Membrandistanzscheibe.
Ich hatte den Vergaser teilweise schonmal auseinander, war mir aber unsicher, ob das so alles richtich war. Nu weiß ich ja bescheid!
Werd mal danach schreiben, was ich für nen Unterschied spür...
Der Ulf
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@ Ulf
Du hast geschrieben:
Das Problem kenn ich, vor allem beim Umschalten auf Reserve...
Kleiner Tipp: ´Nen Schuß Spiritus in den Tank, der bewirkt, daß sich das Wasser im Sprit lößt und sich nicht so stark im Vergaser absetzt, daß der Motor streikt.
Wie viel ist für dich ein Schuss? Ich habe das Problem vor ein paar Wochen schon einmal gehabt und es wurde in der Werkstatt auch gelöst. (Tank gelehrt, Vergaser geputzt usw.) Die letzten paar Wochen ging meine Sport extrem gut. Kaum Stottern bei niedrigen Drehzahlen und die Vibrationen bei höheren Gängen wurde auch weniger. Seit gestern habe ich aber das Gefühl, dass die Maschine schon wieder ein wenig zu stottern beginnt. Bei uns in Wien gab es vor ein paar Tagen einen enormen Regenguss und ich vermute, dass sich der Tank wieder ein wenig mit Wasser beglückt wurde.
Hilft dein Tip auch wenn schon ein wenig Wasser im Vergaser ist? Und wie viel Spiritus sollte man pro Liter Benzin den in den Tank geben?
Ich bin KFZ-technisch leider nicht sehr begabt, sodass ich mir nicht zutraue den Vergaser selber zu reinigen.
Grüße :GraMan
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@Ronald
Es gab zwei verschiedene Tanks mit unterschiedlicher Formgebung des Deckelausschnittes. Dementsprechend kamen auch beim großen O-Ring unterschiedliche Teile zur Verwendung.
Vielleicht wurde bei Dir in Vergangenheit schon mal etwas getauscht und verwechselt...
Zeigt sich meist daran, daß es immer etwas nach Sprit mockert,
weil der zwischen Deckel und Kunststoff heraus"schwitzt".
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hallo jörg,
erstmal glückwunsch zur erfolgreichen fertigstellung und tüv.
du scheinst recht zu haben, nach wirklich voll tanken und auf dem seitenständer parken ist eine spritspur zu sehen. da muss ich also mal ran. danke für den tipp!
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